
Der Verwaltungsrat der Deutschen BKK hat heute beschlossen, den Zusatzbeitrag zum 30. September 2012 abzuschaffen. Die gute Konjunkturlage, neue Rabattverträge sowie weitere Einsparungen bei Arzneimitteln zahlten sich jetzt aus, erklärte die Krankenkasse, die 800.000 Versicherte betreut und die Nummer 19 unter den knapp 150 deutschen Instituten ist.
Damit hat auch die letzte große Krankenkasse mit Zusatzbeitrag diese ungeliebte Einnahmeform wieder abgeschafft. In diesem Jahr werden damit nach und nach mehr als neun Millionen Versicherte davon nicht mehr betroffen sein.
An die Spitze der Bewegung hatte sich im vergangenen Jahr überraschend die DAK gesetzt. Die drittgrößte Krankenkasse schließt sich in diesem Jahr mit der BKK Gesundheit zusammen. Nahezu zeitgleich mit der Fusionsmeldung kündigte die DAK auch die Abschaffung ihres Zusatzbeitrages von acht Euro im Monat an – für das fusionierte größere Institut.
Der Zusatzbeitrag wird erhoben, wenn eine Kasse finanziell schlecht dasteht. Die Einnahmeform hat einen Umbruch im System der gesetzlichen Krankenversicherung herbeigeführt. Meist mussten die Kassenmitglieder acht Euro im Monat direkt an ihr Institut zahlen, teilweise war es auch mehr. Durch diese direkten und spürbaren Zahlungen kam wieder Wettbewerb in den Markt. Viele Versicherten wechselten zu einer Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag.
Durch Kündigungen verschlechterte sich die finanzielle Lage von Krankenkassen mit Zusatzbeitrag häufig noch. Viele Kassen verwendeten daher sehr viel Energie darauf, einen Zusatzbeitrag zu vermeiden, etwa durch Einsparungen. Das ging zulasten von Investitionen, die sich erst in einigen Jahren auszahlen.
Ein Überblick findet sich im Internet. Erhoben wird er noch von einigen kleineren Instituten:
BKK Hoesch
BKK Phoenix
BKK Publik
Alle großen Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen verzichten in diesem Jahr darauf. Schon durch die Ankündigung verhinderten die Kassen damit weitere Abwanderungen von Kunden. Viele Mitglieder reagierten verärgert, weil die Zusatzbeiträge keine Leistungssteigerungen mit sich brachten. Zudem wurden die Zusatzbeiträge als sozial ungerecht empfunden.
Die drittgrößte deutsche Krankenkasse schafft den Zusatzbeitrag am 1. April für 5,6 Millionen Versicherte ab
Die bisherige Nummer 16 unter den Krankenkassen verzichtet ebenfalls ab 1. April für 0,9 Millionen Versicherte auf den Zusatzbeitrag. Das geschieht zusammen mit dem Fusionspartner DAK. Das neue Unternehmen heißt DAK-Gesundheit.
Ab 1. März fällt der Zusatzbeitrag für 1,8 Millionen Versicherte weg
Ab Oktober verzichtet die Nummer 19 unter den Krankenkassen für 0,8 Millionen Versicherte auf den Zusatzbeitrag. Die letzte große Krankenkasse schafft die Einnahmeform damit ab.
DAK-Chef Herbert Rebscher hatte bereits vergangenes Jahr „das Ende der Zusatzbeiträge“ öffentlich ausgerufen. Das Konzept habe noch nie richtig überzeugt. In seiner konkreten gesetzlichen Ausprägung sei es so oder so zum Scheitern verurteilt gewesen. „Deshalb ist sein gegenwärtiges Schicksal, was sich mit „sanft entschlafen“ am besten beschreiben lässt, wohl das Beste, was passieren konnte“, erklärte Rebscher.
Der DAK-Chef war einer der ersten Kassenmanager, der 2010 den Zusatzbeitrag einführte. Er hatte damit gerechnet, dass viele andere Krankenkassen ihm schnell folgen würden. Doch dem war nicht so. Viele Konkurrenten taten im Gegenteil alles, um den Zusatzbeitrag so lange wie möglich zu vermeiden – sei es durch Fusionen oder durch Einsparungen. Auf diese Weise profitierten sie von starken Wanderungsbewegungen, die als Folge der Zusatzbeiträge zwischen den Krankenkassen einsetzten.
Die Barmer GEK ist die größte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 01.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,6 Millionen Deutsche sind bei ihr versichert.
Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands ist die Techniker Krankenkasse (TK) mit 7,9 Millionen Versicherten. Allein im vergangenen Jahr ist die TK um 339.000 Versicherte gewachsen. Allerdings zahlen nur und 5,6 Millionen Mitglieder tatsächlich Beiträge.
Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist ab sofort mit 6,6 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774.
In der Rangfolge hinter der neuen DAK Gesundheit liegt die AOK Bayern mit 4,3 Millionen Mitgliedern. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.
An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Derzeit sind 3,8 Millionen Menschen bei ihr versichert.
Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein ebenfalls erst kürzlich fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist Anfang August aus der IKK Classic und der Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie 3,6 Millionen Mitglieder.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat 2,9 Millionen Mitglieder. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.
Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den siebten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.
Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an achter Stelle.
Auch in Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Ingesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Mitglieder - das macht den neunten Platz deutschlandweit.
Da die Zusatzbeiträge von zumeist acht Euro im Monat direkt beim Kassenmitglied erhoben werden, sind sie deutlich spürbarer als der allgemeine Beitrag, der über den Arbeitgeber eingezogen wird. Die Folge: Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen mussten Mitgliederverluste zwischen 10 und 50 Prozent verkraften. Das brachte einige in Existenznot. Bei City BKK und BKK Heilberufe führte dies sogar zur Schließung. Andere suchten ihr Heil in Fusionen, oft bevor die Erhebung eines Zusatzbeitrages notwendig wurde.
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HKK - BREMEN/OLDENBURG
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die handelskrankenkasse bremen oldenburg hat ebenfalls
keinen sonderbeitrag erhoben - sondern 2009 und 2010 je
mitglied € 60,oo jährlich erstattet..
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die erstattung für 2011 wird im märz 2012 erfolgen..
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