FrankfurtWer Versicherungsbetrüger überführen will, braucht einen Blick für Details. „Bei einem Einbruch in einem Keller gab der Geschädigte an, dass diverse Technikgeräte fehlen, darunter zwei Fernseher“, erinnert sich ein Sprecher des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Angabe wurde als Lüge entlarvt — dank einer Staubspur. Wo die Fernseher angeblich gestanden hatten, war viel Staub auf dem Boden, anders als bei den Plätzen für die anderen Geräte. Ein sicheres Indiz für einen Schwindel.
Beschädigte Brillen gehören zu den häufigsten Schadenmeldungen in der privaten Haftpflichtversicherung. Der Schadenhergang wird oft falsch dargestellt, um eine Versicherungsleistung zu erreichen.
Neu gegen alt: Kommt eine neue Gerätegeneration auf den Markt, steigt die Zahl beschädigt gemeldeter Altgeräte auffällig. Die Haftpflichtversicherung anderer soll einspringen, um so zu einem neuen iPhone zu kommen.
Beschädigte Laptops: Etwa 36 Prozent aller gemeldeter Laptopschäden sind Betrugsversuche. Weitere neun Prozent der Kunden verzichten auf die Schadenregulierung, nachdem die Versicherungsgesellschaft um Zusendung des defekten Gerätes zur Begutachtung gebeten hat.
Gekracht: Nicht jeder Unfall passiert ungewollt. Mehr als 10 Prozent der Autounfälle sind nach den Erfahrungen der Versicherer vorgetäuscht – oder werden zumindest überteuert beim Kfz-Versicherer abgerechnet.
Vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 wurden plötzlich mehr defekte Fernseher als üblich gemeldet. Als Ursache wurde oft ein Blitzschlag genannt. Mit einem fingierten Schadenfall wollten viele Kunden das neue Gerät zur WM finanzieren.
Ein Schaden wird etwas höher dargestellt. Auch völlig überzogene Handwerkerrechnungen für Schäden sind keine Seltenheit. Wenn dann im jeweiligen Betrieb genauer nachgefragt wird, hören die Versicherer oftmals, dass es einen Fehler in der Buchhaltung gegeben habe.
Vier Milliarden Euro gehen laut GDV den deutschen Schaden- und Unfallversicherern jährlich durch Betrug verloren. Damit sind zehn Prozent der Leistungen erschlichen — Tendenz steigend. Vertreter von Zurich und auch Allianz registrieren nach eigenen Aussagen eine Zunahme der Betrugsfälle, vor allem bei Technikgeräten. Das liege unter anderen an dem Lebenszyklus der Produkte. „Wenn es ständig neue Modelle gibt, wird das alte langweilig und dann mehren sich Technikschäden“, erklärt ein Sprecher von Zurich. Kürzlich wurde das iPad 3 vorgestellt. Versicherer erwarten schon Unfälle mit dem alten Modell.
Neben Haftpflicht- und Hausratversicherungen sind auch Kfz-Versicherungen anfällig für Missbrauch. Teilweise werden sogar Unfälle unter Verwicklung Dritter provoziert. Dabei handelt es sich um organisierten Betrug, der laut Peter Fuck, Bereichsleiter Schaden von Ergo, seltener vorkommt. Mitnahmeeffekte wie bei den erfunden Fernsehern sind dagegen beinahe alltäglich.
Unrechtsbewusstsein ist vielen Tätern fremd. Ein Zurich-Sprecher weiß von drei großen Säulen des Betrugs: „Manchmal werden reale, kleine Schäden vergrößert, sowohl auf dem Papier als auch in der Praxis, wenn zum Beispiel ein kleiner Riss im Sofa erweitert wird. Oder es wird Geld für etwas gefordert, das gar nicht passiert ist.“ Im Extremfall führten Versicherte den Schaden sogar herbei.

Wer hätte auch das gedacht:
Den ersten Porsche Turbo fuhr in Schwäbisch Hall der Oberstaatsanwalt. Zumindest bis ... er von Versicherungsdetektiven des Versicherungsbetrugs in Millionenhöhe überführt werden konnte. Der Arme verschickte in seinen Urlaubskoffer immer teuren Schmuck, der im Urlaubsort aber nie ankam. Seine Geliebte, die teuerste Edelnutte in SHA, leitete eine Transportfirma, die mit den Millionen des Staatsanwalts immer mal wieder aufgepäppelt wurde. Wahrscheinlich durfte der Arme auch mal ab und zu ...
Im Erzgebirge wurde von Versicherungsdetektiven eine Autoschubser-Bande dingfest gemacht, die über Jahre hinweg einen Versicherungsschaden von 100 Millionen anrichteten. Ganze Dörfer waren darin involviert und, wer hätte das gedacht, auch Polizisten, Gutachter, Staatsanwälte und Richter. Na so was, gell.
Aus meinen eigenen Erfahrungen: Als mir in Chemnitz drei Pkw´s gestohlen wurden und in meinem Bekanntenkreis auch 2 Motorräder, versicherte ich meine neue CBR 1100 XX auch Vollkasko.
Als dann diese Maschine 2 Jahre später bei Chemnitz gestohlen wurde, brach für mich eine Welt zusammen, weil ich mit dieser Maschine noch nie ein Rennen verloren hatte. Ich hatte sogar einen neuwertigen LKM-Motor mit 175PS aus einer Unfallmaschine eingebaut. Das schmerzte. Diese Maschine kam in der „Rangordnung“ noch vor meinen Mädels.
Die WGV Versicherung zahlte anstandslos den Restwert, abzüglich 2000.- Selbstbeteiligung.

Wenn es die Lebensversicherung nicht gäbe und vor allem nicht schon viele Jahrzehnte als DAS Kapitalsammelbecken schlechthin gegeben hätte, wäre die Altersarmut in Deutschland schon viel weiter und vor allem drastischer fortgeschritten! Der scheionbare "Betrug" liegt doch zum Großteil an den immer schlechter werdenden, gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Produkt, die es immer unrentabler machen! Solche Pauschalaussagen sind unangemessen und einfach nicht korrekt, das verunsichert nur noch mehr!

jede Lebensversicherung ist ein glatter Versicherungsbetrug. Nur halt am Kunden und damit völlig legal. Ein Prosit auf "unsere" Herren Politiker!






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