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Tiefschlag für private Krankenversicherer

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Signal Iduna: Wahlmöglichkeiten in der PKV sind ein großer Vorteil

"Nahezu alle Tarife der Signal-Iduna-Gruppe bieten einen vollumfänglichen Versicherungsschutz, die alle wesentlichen und medizinisch notwendigen Leistungsbereiche abdecken", erklärte Signal-Iduna-Vorstandsvorsitzender Reinhold Schulte auf Anfrage von Handelsblatt Online. Schulte ist auch Vorsitzender des Verbandes der privaten Krankenversicherung. "In vielen Bereichen übersteigen die in den Tarifen enthaltenen Leistungen das GKV-Leistungsniveau und bieten besseren oder umfangreicheren Versicherungsschutz." 

Natürlich gebe es sehr unterschiedliche Leistungsumfänge in den angebotenen Tarifen und bestimmte Leistungen könnten individuell über Zusatzbausteine abgesichert werden. Aber gerade dadurch habe der Kunde die Möglichkeit, den Versicherungsschutz nach seinem Bedürfnissen und Anforderungen auszuwählen. Gerade diese Wahlmöglichkeiten zum Versicherungsumfang sei einer der großen Vorteile für die PKV-Kunden. 

Die größten privaten Krankenversicherer - Platz 10 bis 1

  • Barmenia

    versichert 306.265 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Seit 2000 hat der Versicherer 1960 Mitgliedern verloren.

  • HUK-Coburg

    versichert 374.021 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,93 Milliarden Euro. Seit 2000 hat der Versicherer 156.973 neue Mitglieder anwerben können.

  • Continentale

    versichert 385.600 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Seit 2000 konnten die Versicherer einen Zuwachs von 14.949 neuen Mitgliedern verbuchen.

  • Versicherungskammer Bayern

    versichert 500.496 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 2,05 Milliarden Euro. Die Versicherer konnten seit 2000 einen Zuwachs von 83.375 neuen Mitgliedern verbuchen.

  • Central

    versichert 508.990 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 2,16 Milliarden Euro. Die Mitgliederzahl ist seit 2000 um 123.395 gewachsen.

  • Signal Iduna (mit Deutscher Ring)

    versichert 595.764 Mitglieder und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 2,65 Milliarden Euro. Die Mitgliederzahl ist seit 2000 um 79.636 gewachsen.

  • Allianz Private

    versichert 694.010 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Der Versicherer hat seit 2000 214.066 Mitglieder verloren.

  • Axa

    versichert 737.573 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 2,28 Milliarden Euro. Seit 2000 stieg die Mitgliederzahl um 280.089.

  • DKV

    versichert 911.298 Mitglieder und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 4,76 Milliarden Euro. Seit 2000 haben die Versicherer einen Zuwachs von 54.528 neuen Mitgliedern verbucht.

  • Debeka

    versichert 2.148.964 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 4,69 Milliarden Euro. Seit 2000 konnte der Versicherer einen Zuwachs von 233.150 Mitgliedern verzeichnen.

Die pauschale Aussage, dass die PKV-Tarife zu 80 Prozent einen Versicherungsschutz bieten, der unter dem GKV-Niveau liegt, könne nur getätigt werden, weil die PKV-Tarife in der Regel keine versicherungsfremden Leistungen anböten oder diese (wie zum Beispiel für Kuren) über Zusatztarife hinzugenommen werden können. Allein durch diesen Umstand könne man auch bei einem exklusiven PKV-Tarif, der ansonsten in allen wesentlichen Leistungsbereichen die besten Absicherungen anbietet, behaupten, sein Leistungsniveau liege unter dem der GKV. 

Aufstieg und Fall der PKV „Die Kosten für Gesundheit werden weiter steigen“

Sinkende Erträge und politischer Druck: Die Zeiten für private Krankenversicherer werden härter. Reinhold Schulte, Chef des PKV-Verbandes, spricht über die Finanzierung von Gesundheit und falsche Anreize der Politik.

Aufstieg und Fall der PKV: „Die Kosten für Gesundheit werden weiter steigen“

Genauso pauschal könnte man behaupten, dass über 90 Prozent oder mehr der PKV Tarife über dem GKV-Niveau liegen, da sie Leistungen für zum Beispiel nicht im GKV-Leistungskatalog befindliche Brillen und/oder Heilpraktikerbehandlung enthalten und auch für vom Arzt verordnete Erkältungsmittel leisten. Diese Beispiele zeigten, dass die pauschalen Aussagen über das Niveau eines Versicherungsschutzes nur schwierig möglich und oftmals unzutreffend seien, erklärte Schulte.

Alle Vollversicherungstarife leisteten zum Beispiel für Brillen und verordnete Erkältungsmittel. Diese Leistungen seien nicht Bestandteil GKV-Leistungskataloges. Die GKV leiste hingegen für "Mutter und Kind"-Kuren, die als versicherungsfremde Leistung nicht im Leistungsumfang der meisten PKV Tarife enthalten seien.

 

Die größten privaten Krankenversicherer - Platz 11 bis 20

  • Hallesche

    versichert 229.815 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 1,0 Milliarden.

  • Landeskrankenhilfe

    versichert 206.628 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,79 Milliarden.

  • Hanse-Merkur

    versichert 172.255 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,71 Milliarden Euro.

  • Süddeutsche

    versichert 168.876 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,68 Milliarden Euro.

  • Gothaer

    versichert 167.488 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,79 Milliarden Euro.

  • Inter

    versichert 150.304 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,65 Milliarden Euro.

  • uniVersa

    versichert 142.274 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,49 Milliarden Euro.

  • Deutscher Ring

    versichert 125.783 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,58 Milliarden Euro.

  • Union

    versichert 113.082 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,59 Milliarden Euro.

  • Münchener Verein

    versichert 94.607 Mitglieder voll und kassiert Beiträge in Höhe von insgesamt 0,47 Milliarden Euro.

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  • 20.06.2012, 15:23 UhrLeser

    Genau. Man sollte darüber nachdenken ob man nicht die Pflichtgrenze wieder runtersetzt, damit mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, sich Privat zu versichern.Mehr Menschen könnten dann selber für Ihre Zukunft vorsorgen. Eine qualifizierte und faire Beratung und die Wahl des richtigen Versicherers ist sehr wichtig. So können die immer wieder genannten Fälle von "unbezahlbaren Beiträgen" im Alter weitestgehend vermieden werden.

  • 12.06.2012, 18:11 Uhrfinanzdiskurs

    Abgesehen von hilfreichen systematischen Aussagen halte ich die sogenannte Studie für eine Imagebroschüre der Premiumcircle Deutschland GmbH. Die Schlussfolgerung, dass komplexe Sachverhalte eines qualifizierten Beraters bedürfen – und dass eben dieses gut geschulte Personal schlecher als bislang bezahlt werden soll, leuchtet mir nicht ein. Im Detail ist das auf finanzdiskurs.de nachzulesen: http://www.finanzdiskurs.de/?p=327

  • 12.06.2012, 15:32 UhrReform2012

    Egal was auch noch über PKV an negativen Feststellungen kommt. Die Lobby ist so stark, dass jegliche Kritik abprallt. PKV sollte sich der Konkurenz GKV stellen müssen, dann würde sich das Problem schnell von selbst lösen. Unmöglich das Versicherte in einem System bleiben müssen, dass von den PKV Gesellschaften nicht mehr handelbar ist.

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