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Medienbericht: Krankenkassen sparen bei der Vorsorge

Wirbelsäulengymnastik und Burnout-Prävention sind scheinbar nicht mehr angesagt - zumindest nicht bei den gesetzlichen Krankenkassen. Sie sparen einem Medienbericht zufolge bei den Ausgaben für die Gesundheitsvorsorge.

Eine Yoga-Klasse: Immer mehr Versicherte müssen ihren Rücken auf eigene Kosten stärken. Quelle: ap
Eine Yoga-Klasse: Immer mehr Versicherte müssen ihren Rücken auf eigene Kosten stärken. Quelle: ap

HamburgWie das Hamburger Nachrichtenmagazin am Sonntag vorab berichtete, kürzten die Kassen die Ausgaben für Anti-Stress-Maßnahmen und Gesundheitsförderung von 2008 bis 2012 um 30 Prozent auf durchschnittlich 3,41 Euro pro Versichertem und Jahr. Damit lagen sie nur noch knapp über der gesetzlichen Richtmarke von 2,94 Euro.

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Von den Kürzungen betroffen seien vor allem sogenannte Individualmaßnahmen, also Kurse, zitiert das Magazin aus einem internen Vermerk des Gesundheitsministeriums. Dazu zählen etwa Wirbelsäulengymnastik oder Burnout-Prävention. Nach dem von der Bundesregierung geplanten Präventionsgesetz sollen die Kassen künftig eigentlich mehr Geld ausgeben, um Krankheiten zu vermeiden.

Bahr will es unterdessen den gesetzlichen Kassen erschweren, krankgeschriebene Arbeitnehmer trotz Attests in den Job zurückzuschicken. "Natürlich müssen die Kassen nachprüfen, ob hinter einer Krankmeldung auch wirklich eine Krankheit steckt", sagte Bahr der "Welt" (Montagsausgabe). Falls Krankschreibungen "pauschal, massenhaft und nur nach Durchsicht der Akten" zurückgewiesen würden, dann sei dies aber "nicht in Ordnung". Bahr sprach sich dafür aus, in Zweifelsfällen genaue Untersuchungen zur Pflicht zu machen. "Jeder Einzelfall muss gewürdigt werden", sagte der FDP-Politiker.

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Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200.000 krankgeschriebene Arbeitnehmer von den Krankenkassen wieder zurück an ihren Arbeitsplatz beordert, wie aus Daten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) hervorgeht. Demnach hatten die gesetzlichen Kassen den Medizinischen Dienst im vergangenen Jahr in rund 1,5 Millionen Fällen gebeten, eine ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit medizinisch zu überprüfen. In mehr als 234.000 Fällen urteilten die Gutachter des MDK, dass es aus medizinischer Sicht keinen Grund für die Fortsetzung der Arbeitsunfähigkeit gebe und diese deshalb innerhalb von zwei Wochen beendet werden könne.

  • 01.09.2013, 14:32 UhrGKV2013

    Mir erschließt sich nicht, warum man ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit überprüft.
    Das würde ja bedeuten dass man Ärzten Unfähigkeit oder Schwindelei unterstellt.
    Das ganze Krankenkassensystem muss auf den Prüfstand.
    Alle Versicherte müssen bei jedem Arztbesuch eine detaillierte Rechnung erhalten.
    Ärzte müssen für gleiche Leistungen gleiche Gebührensätze von GKV/PKV erhalten.
    Die PKV kann nicht ihre Berechtigung darin haben, dem Arzt einen Mehrfachen Gebührensatz zu zahlen, sondern nur für reine Mehrleistungen.
    Ob man für das Angebot von Zusatzleistungen eine PKV braucht oder ob die GKV dies anbieten soll, sei mal dahin gestellt.
    Besser wäre doch allemal, dass gesetzliche Krankenkassensystem zu stärken. Anstatt wie vom Gesundheitsminister Bahr gefordert, alle sollen in die PKV.
    Will man etwas gegen die Zweiklassenversorgung tun oder nicht????.
    Grundsätzlich sollte Krankenversicherung bedeuten, dass alle Bürger eine ausreichende, bezahlbare Versorgung erhalten.
    Ein glaubhaftes Solidaritätssystem darf auf keinem Fall durch Systemfremde Leistungen geplündert werden.
    Deshalb dürfen Abkommen mit irgend welchen Staaten nicht den Versicherten aufgebürdet werden.
    Da sollte unser Gesundheitsminister mal Zahlen auf den Tisch legen, und diesen Teil in einen Extra Staatsfonds exportieren.
    In Deutschland hat man immer das Gefühl, dass Kassen zweckentfremdet werden.

  • 01.09.2013, 12:52 Uhrsteuerhilfe.net

    Die Kassen denken nur an sich, der Versicherte ist nur die Melkkuh. Die Gesundheit der Versicherten ist denen egal, Hauptsache die Kohle kommt jeden Monat rein zum verprassen.

  • 01.09.2013, 11:39 Uhrclaus

    Die Krankenkassen sind ja mittlerweile nur noch die Geldeintreiber für das Gesundheitssystem. Es geht nicht um die Gesundheit der Mitglieder sondern nur noch um "Money und Posten". Stellt man sich vor die Patienten würden wirklich geheilt, es würden 100000 oder mehr Arbeitslose in der Gesundheitsindustrie bedeuten. Die Rechnung ist jedoch ohne den Wirt gemacht. Durch keine oder falsche Vorsorge entstehen Jahr für Jahr exorbitante Zusatzkosten, die der Beitragszahler eines Tages nicht mehr bezahlen kann. Dann kommt der Große Knall und alle werden dumm schauen. Trotzdem weiter so ?

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