
Herr Hadasch, die Börsen haben in den vergangenen Jahren stark geschwankt, der Euro kriselt, und die Zinsen sicherer Anleihen fallen. Was trifft die betriebliche Zusatzversorgung über Pensionskassen am meisten?
Das macht uns alles zu schaffen. Wir haben die gleichen Probleme wie die Lebensversicherer. Früher konnten wir das verwaltete Geld sehr sicher anlegen und damit locker den Zins erreichen, den wir unseren Einzahlern und Rentnern versprochen haben. Für sichere Anlagen hat man oft noch das Doppelte dieses Rechnungszinses bekommen. Jetzt liegt der sichere Zins meist unter dem Rechnungszins. Dazu kommt, dass wir unsere Leistungszusagen über Jahrzehnte geben. Das passt nicht zusammen. Wir haben ein Problem. Das lässt sich nicht von der Hand weisen.
Haben das schon alle Pensionskassen erkannt?
Eine Besonderheit ist, dass mit den fallenden Anleihezinsen die Kurse langlaufender Anleihen gestiegen sind. Die meisten Pensionskassen halten einen hohen Anteil festverzinslicher Wertpapiere, wie Anleihen. So sind oft stille Reserven entstanden, die viele Kassen über Derivate abgesichert haben. Außerdem müssen Pensionskassen pro Jahr meist nur einen kleinen Teil der Kapitalanlagen neu anlegen. Beides führt dazu, dass die Kassen die niedrigen Zinsen eine Weile abfedern können. Irgendwann müssen die Kassen zu diesen niedrigen Zinsen aber wieder anlegen. Wenn das Umfeld so bleibt, dauert es noch zwei bis drei Jahre bis das Problem richtig durchschlägt.
Wie gehen Sie mit dem Problem als Vorstand der Pensionskasse von Nestlé Deutschland um?
Wir müssen nur noch im bescheidenen Ausmaß Gelder neu anlegen, weil wir schon viele Rentner versorgen, sodass die Beiträge der Nestlé-Mitarbeiter gleich in die Renten fließen. Das ist bei vielen Pensionskassen so. Allein deswegen müssen wir weniger Kapital neu anlegen.
Bei den bestehenden Kapitalanlagen setzen Sie stark auf Aktien...
Ja, traditionell liegt der Anteil bei uns bei etwa einem Drittel der Kapitalanlagen. Das erhöht die Schwankungen. Aber es gibt uns auch Hoffnung, auf Dauer Geld zu verdienen.

"Das passt nicht zusammen". - Das passt schon zusammen, ins Puzzle der Planer von "Chicago-1930": einst noch "ein Drittel der Weltbevölkerung aushungern" - heute sicherlich entsprechend gesteigert weil man damals noch nichts von der gesamten, geopolitischen Öffnung und etwa dem Fall der Mauer wissen konnte. Was jammert ihr eigentlich alle herum. Ihr wolltet es doch so. Seit Helfer und Helfershelfer im Rothschild-Morgan-Wartburg etc. System!!!






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