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Neues Gesetz: Lifting für die Riester-Rente

Die Bundesregierung will bei der privaten Altersvorsorge nachbessern. Während einige Änderungen reine Kosmetik sind, bringen manche tatsächlich Vorteile für die Versicherten. Was das Lifting für Verbesserungen bringt.

Die Bundesregierung verpasst der Riester-Rente einer Verschönerung. Quelle: Getty Images
Die Bundesregierung verpasst der Riester-Rente einer Verschönerung. Quelle: Getty Images

DüsseldorfDie Bundesregierung will die Riester-Rente besser machen. Transparent, kostengünstig, renditestark und einfach. Klingt gut. Und Anleger würden sich über Verbesserungen durchaus freuen. Das Ansehen der Riester-Rente hat in den vergangenen Jahren massiv gelitten, obwohl mittlerweile 15,6 Millionen Deutsche eine solche Zusatzrente abgeschlossen haben.

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Leider ist das schlechte Image in den meisten Fällen berechtigt. Die realistischen Renditen aus den Riester-Verträgen entsprechen sehr häufig nicht den vollmundigen Versprechen von Anbietern und Politikern („Geschenke vom Staat“, „lohnt sich immer“).

Kernpunkte der Riester-Förderung

  • Idee

    Förderung der privaten Altersvorsorge durch jährliche Zulagen und Steuervorteile

    Quelle: LBS

  • Grundzulage

    154 Euro pro Person

  • Kinderzulage

    185 Euro je Kind, geboren vor 2008
    300 Euro je Kind, geboren ab 2008

  • Steuervorteile

    Sparer können ihre Einzahlungen als Sonderausgaben absetzen. Die Auszahlungen der Riester-Rente sind voll steuerpflichtig zum individuellen Steuersatz. Dieser dürfte im Alter jedoch niedriger sein als während des Berufslebens.

  • Voraussetzung

    Für die volle Förderung müssen Einzahlungen in Höhe von vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres vorgenommen.

  • Obergrenze

    Es werden maximal 2.100 Euro Einzahlungen gefördert.

  • Vorteil

    Die geflossenen Zulagen reduzieren die erforderliche eigene Sparleistung.

  • Sozial

    Die Förderung ist unabhängig von der Höhe des eigenen Einkommens.

Nun hat der Bundestag das Altersvorsorgeverbesserungsgesetz beschlossen. Der sperrige Name sollte nicht täuschen: Im Gesetz stecken tatsächlich einige Verbesserungen, die zum 1. Juli 2013 in Kraft treten sollen. Doch – das muss leider vorweg gesagt werden – ob sie so wirklich Gesetz werden, ist unklar. Der Bundesrat hat ein Wörtchen mitzureden. Und da SPD, Grüne und die Linke die Änderungen bislang kritisch sehen, ist die Zustimmung der Länderkammer alles andere als sicher.

An Nachbesserungen bei der Riester-Rente wird aber keine Regierung vorbeikommen, egal wie die Bundestagswahl im September ausgeht. Der Blick auf die jetzt geplanten Änderungen lohnt also. Was bringen die neuen Regeln im Detail? Von reiner Kosmetik bis zu echter Verbesserung ist alles dabei.

Altersvorsorge Der große Riester-Check

Wer bietet die beste Riester-Rente? Versicherungen, Fonds, Bausparkassen und Banken verwirren Sparer mit zahlreichen Vorsorge-Varianten. Welches Produkt für wen geeignet ist und worauf Sparer achten sollten.

Riester-Sparer sollen mehr von ihrem Geld haben. Die Anbieter sollen ihnen künftig weniger für Verwaltung und Provisionen von ihren Sparbeiträgen abziehen dürfen. Außerdem sollen die Kosten schon vor Vertragsabschluss besser sichtbar und damit vergleichbar werden – damit Kunden sich dann gezielt für kostengünstige Anbieter entscheiden können.

Spezielle Beipackzettel, die „Produktinformationsblätter“, sollen den Kunden hier die nötigen Infos bieten. Die Kosten beim Wechsel von einem Riester-Anbieter zu einem anderen sollen künftig auf 150 Euro gedeckelt werden.

Überblick: Das neue Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

  • Anlass

    Die Regierung begründet die Änderungen bei der Riester-Rente so:
    „Die deutsche Gesellschaft steht, ähnlich wie diejenige anderer Industrieländer, vor starken und nachhaltigen demografischen Veränderungen. Sinkende bzw. dauerhaft niedrige Geburtenraten und eine zunehmende Lebenserwartung werden dazu führen, dass eine wachsende Zahl von Menschen im Rentenalter einer abnehmenden Zahl von Personen im aktiven Erwerbsleben gegenübersteht.“

    Quelle: Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge (Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz – AltvVerbG)

  • Verbraucher

    10 Jahre nach der Einführung der Riester-Rente und sieben Jahre nach Einführung der Basisrente zeige sich Anpassungsbedarf insbesondere in Hinblick auf den Verbraucherschutz.

  • Ziele

    – Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge
    – Vereinfachung der Eigenheimrente
    – Verbesserung des Erwerbsminderungsschutzes
    – Stärkung der Verbraucher im Markt
    – Verbesserung des Anlegerschutzes

  • Transparenz

    „Zur Erhöhung der Transparenz und der Vergleichbarkeit von geförderten Altersvorsorgeprodukten wird statt der bisherigen vorvertraglichen Informationspflichten ein verpflichtendes Produktinformationsblatt für alle Produktgruppen zertifizierter Altersvorsorgeverträge eingeführt. Dieses Produktinformationsblatt soll dem Verbraucher in gebündelter, leicht verständlicher und standardisierter Form einen Produktvergleich ermöglichen.“

  • Fördergrenzen

    bei der Basisversorgung im Alter:
    – Anhebung der Förderhöchstgrenze von 20 000 Euro auf 24 000 Euro
    – Verbesserung der steuerlich begünstigten Absicherung der Berufsunfähigkeit beziehungsweise verminderten Erwerbsfähigkeit

  • Riester-Rente

    – Verbesserung des Erwerbsminderungsschutzes bei Altersvorsorgeverträgen
    – Meldung bei Übertragungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs auch bei ausschließlich ungefördertem Altersvorsorgevermögen
    – Streichung der Bescheinigungspflicht der Erträge (§ 94 Absatz 1 EStG)
    – Verbesserungen bei der Ausgestaltung des genossenschaftlichen Riester-Anlageprodukts

  • Wohn-Riester (1)

    – jederzeitige Kapitalentnahme für selbst genutztes Wohneigentum in der Ansparphase
    – jederzeitige Einmal-Besteuerung des Wohnförderkontos während der Auszahlungsphase
    – Erleichterungen im Hinblick auf die Absicherung der weiteren Geschäftsanteile einer Genossenschaft
    – Flexibilisierung und Verlängerung des Reinvestitionszeitraums

  • Wohn-Riester (2)

    – Zulassung eines Altersvorsorge-Eigenheimbetrags zwischen 75 und 100 Prozent des geförderten Kapitals
    – Absenkung der jährlichen Erhöhung der in das Wohnförderkonto eingestellten Beträge von 2 auf 1 Prozent
    – rechtzeitiger Antrag auf Entnahme des Altersvorsorge-Eigenheimbetrags vor der Auszahlungsphase
    – Einbeziehung eines Umbaus zur Reduzierung von Barrieren in oder an der selbst genutzten Wohnung in die Eigenheimrenten-Förderung

Allgemeine Bewertung: Viele Worthülsen, bislang wenig Inhalt. Informationen und Transparenz schaden nie. Doch genau dort, wo es spannend wird, ducken sich die Politiker erst einmal weg: bei der Kostenbegrenzung. Dass Kunden beim Anbieterwechsel nur noch 150 Euro zahlen sollen, ist ja schön.

Allerdings erhebt schon heute kaum ein Anbieter mehr. Und dass der neue Anbieter erneut Abschlusskosten verlang, ist nach bisherigem Stand auch nicht unzulässig. Da fällt schnell sehr viel mehr an Kosten an. Im Vergleich zu den laufenden Kosten, vor allem bei Riester-Rentenversicherungen und -Fondssparplänen, fallen die Einmal-Wechselkosten sowieso kaum ins Gewicht.

Wie diese laufenden Kosten begrenzt werden sollen, ist offen. Ein Gutachten soll Lösungsansätze aufzeigen. Verbraucherschützer halten schon die geplante Kostentransparenz für Augenwischerei. Da mehrere Kostenkennzahlen zum Einsatz kommen sollen, wären Kunden mit dem Vergleich überfordert.

Was kostet und was bringt der Wohn-Riester?

  • Varianten

    Den Wohn-Riester nutzen Anleger meistens über eine Bausparkasse oder eine Bank, indem sie einen Bausparvertrag oder ein Baudarlehen abschließen.

    Quelle: Finanztest

  • Produkte

    Der Bausparvertrag hat in einer Sparphase einen niedrigen Zins, später kann man jedoch einen günstiges Darlehen aufnehmen.
    Egal ob der Anleger einen Baukredit über eine Bank oder eine Bausparkasse aufnimmt, die Riester-Förderung fließt in die Tilgung.

  • Zielgruppe

    Ein Bausparvertrag ist interessant für Anleger, die für sich selbst später eine Immobilie kaufen wollen. Wer dagegen sofort ein Haus kaufen oder bauen will, nimmt ein Baudarlehen.

  • Rendite

    Bausparverträge werden niedrig verzinst, zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. Es werden zudem Gebühren abgezogen. Dafür kann der Kunde ein günstiges Darlehen aufnehmen, wenn er bauen oder modernisieren will.
    Das Baudarlehen hat einen großen Vorteil: Weil die Förderung in die Tilgung fließt, urteilt Finanztest: „Kein anderer Riester-Sparvertrag bringt eine so hohe sichere Rendite!“

  • Kosten

    Bausparkassen verlangen eine Abschlussgebühr von einem Prozent der Bausparsumme; dazu kommen je nach Tarif Kontogebühren. Neben den Darlehenszinsen fallen unter Umständen auch noch Gebühren an.
    Bei Hypothekenkrediten verlangen Banken dagegen nur vereinzelt Bearbeitungs- und Kontogebühren oder Gebühren für die Wertermittlung.

  • Garantien

    Der Bausparvertrag garantiert für die gesamte Spar- und Darlehensphase die Zinsen.
    Das Baudarlehen beinhaltet eine Zinsgarantie während einer vereinbarten Periode. Bei manchen Kreditarten ist das auch über die gesamte Laufzeit möglich.

  • Flexibilität

    Der Bausparvertrag bietet flexible Sparraten in der Sparphase, es gibt zudem Wahlrechte vor oder zu Beginn des Darlehen. Er ist nur für die spätere Eigenheimfinanzierung geeignet. Wer kein Darlehen aufnimmt, hat einen schlecht verzinsten Sparvertrag.
    Beim Hypothekenkredit kann der Anleger die Zinszahlungen nicht aussetzen und die Tilgung höchstens auf ein Prozent senken. Sondertilgungen können vereinbart werden, genauso wie unterschiedliche Raten.

  • Planbarkeit

    Beim Bausparvertrag steht der Zinssatz für Darlehen bei Vertragsbeginn fest. Wann das Darlehen ausgezahlt wird, sichern die Bausparkassen dagegen nicht fest zu. Wenn Bau- oder Kaufpläne konkret werden, muss der Vertrag daher vielleicht angepasst werden.
    Beim Baudarlehen hat der Kunde eine große Sicherheit, wenn er eine lange Zinsbindung wählt. Solange man Kreditraten zahlen kann, muss man sich in dieser Zeit nicht um den Vertrag kümmern. Das Riester-Darlehen darf nur bis zum 68. Lebensjahr laufen. Ab Beginn der Rente muss die Riester-Förderung versteuert werden.

     

Wohn-Riester

Der Wohn-Riester galt als bürokratisches Monster, ist mittlerweile aber zum Favoriten unter den Riester-Varianten geworden. Im dritten Quartal 2012 schlossen 70 Prozent der Riester-Neukunden einen solchen Vertrag ab. Vor allem die Kreditvariante gilt als äußerst lohnend.

Hier können Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie mit ihren Riester-Sparraten einen aufgenommenen Kredit abzahlen. So tilgen sie den Kredit deutlich schneller und haben oft einen Vorteil von mehreren Tausend Euro im Vergleich zu einem ungeförderten Immobilienkredit.

Altersvorsorge So „riestern“ Sie richtig

Bei der Riester-Rente gehen die Meinungen der Experten weit auseinander; das verunsichert die Verbraucher zutiefst. Eine Analyse über Fallen, Tücken und Vorteile der Riester-Rente - und für wen sie sich wirklich lohnt.

Obwohl Wohn-Riester ohnehin schon beliebt und lohnend ist, bringen die geplanten Änderungen hier den größten Vorteil. Bislang konnten Riester-Kunden Geld aus einem bestehenden Sparvertrag (etwa einem Riester-Banksparplan oder Riester-Fondssparplan) nur bei Bau oder Kauf der Immobilie oder zu Rentenbeginn aus dem Vertrag nehmen und es für die Immobilienfinanzierung einsetzen.

Künftig soll das jederzeit, also auch bei einer laufenden Finanzierung, möglich sein. Das steigert die Flexibilität. Finanziell attraktiver wird Wohn-Riester weil die Steuerregeln überarbeitet werden. Anders als bei den Sparvarianten fließt bei Wohn-Riester später ja keine Rente, der Riester-Kreditkunde erspart sich nur die sonst anfallende Miete.

So rechnet sich der Wohn-Riester für Familien

  • Musterrechnung für viele Kinder

    Diese Rechnung gilt für ein junges Paar mit drei Kindern (Geburtstage: 2002, 2006, 2009). Obwohl das Darlehen deutlich kleiner ausfällt als in den vorigen Vergleichen, ist der Preisvorteil beinahe ebenso hoch. In diesem Fall geht der Ehemann in 29 Jahren in Rente, seine Frau in 27 Jahren. Die Rechnung gilt für ein Darlehen in Höhe von 175.000 €, der Kaufpreis lag bei 250.000 €, die Zinsbindung beträgt 20 Jahre. Beim Wohnförderkonto wird das Modell mit 30% Rabatt verwendet. Das Bruttoeinkommen wird um 50% reduziert und das Ergebnis mit diesem neuen Steuersatz errechnet.

  • Gemeinsames Einkommen: 108.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt bei der kinderreichen Familie mit niedrigerer Darlehenssumme 29.500 €. Neben den Zuschüssen schlägt auch der Steuervorteil zu Buche. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 60.000 €, die Frau 48.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 84.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt in diesem Falle 21.350 € Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 48.000 €, die Frau 36.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 54.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt 16.700 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 30.000 €, die Frau 24.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 46.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt 19.800 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 28.000 €, die Frau 18.000 € brutto.

  • Musterrechnung für ein älteres Paar

    Diese Musterrechnung ist für ein Paar, das in 23 Jahren in Rente geht. Das Kind ist vier Jahre alt, Steuern und Darlehenskonditionen sind identisch mit dem Beispiel einer jungen Familie (s.o.). Auch hier liegt der Kostenvorteil im fünfstelligen Eurobereich.

  • Gemeinsames Einkommen: 108.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt 31.600 €. Neben den Zuschüssen schlägt auch der Steuervorteil zu Buche. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 60.000 €, die Frau 48.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 84.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt in diesem Falle 22.300 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 48.000 €, die Frau 36.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 54.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt 13.400 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 30.000 €, die Frau 24.000 € brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 46.000 €

    Der Vorteil der staatlichen Förderung beträgt 16.650 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 28.000 €, die Frau 18.000 € brutto.

  • Musterrechnung für ein jüngeres Paar

    Eine Musterrechnung für ein junges Paar mit einem drei Jahre alten Kind zeigt, welchen Vorteil die staatliche Förderung in Euro bringt. Beide Partner sind 37 Jahre alt. Der Ehemann geht in 30 Jahren in Rente, seine Frau in 28 Jahren. Die Rechnung gilt für ein Darlehen in Höhe von 250.000 €, der Kaufpreis lag bei 300.000 €, die Zinsbindung beträgt 15 Jahre. Beim Wohnförderkonto wird das Modell mit 30% Rabatt verwendet. Das Bruttoeinkommen wird um 50% reduziert und das Ergebnis mit diesem neuen Steuersatz errechnet.

  • Gemeinsames Einkommen: 108.000 €

    Der Vorteil der staatliche Förderung beträgt rund 31.000 €. Neben den Zuschüssen schlägt auch der Steuervorteil zu Buche. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 60.000 €, die Frau 48.000 € Brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 84.000 €

    Der Vorteil der staatliche Förderung beträgt in diesem Falle 23.250 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 48.000 €, die Frau 36.000 € Brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 54.000 €

    Der Vorteil der staatliche Förderung beträgt 13.800 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 30.000 €, die Frau 24.000 € Brutto.

  • Gemeinsames Einkommen: 46.000 €

    Der Vorteil der staatliche Förderung beträgt 14.900 €. Das Familieneinkommen teilt sich wie folgt auf: Der Mann verdient 28.000 €, die Frau 18.000 € Brutto.

Da auch Wohn-Riester-Verträge aber erst im Ruhestand besteuert werden, muss hier eine fiktive „Rentenzahlung“ besteuert werden. Dazu werden alle laufenden Zahlungen bis zum Ruhestand, also die Kreditraten (sowohl eigene Zahlungen als auch staatliche Zulagen), auf einem fiktiven Steuerkonto festgehalten („Wohnförderkonto“). Bislang wurde der Stand dieses fiktiven Kontos jährlich mit zwei Prozent verzinst. Künftig soll es nur noch mit einem Prozent verzinst werden.

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Im Ruhestand können die Eigenheimbesitzer die Steuerschuld dann in Raten oder auf einen Schlag begleichen (dann sogar mit 30 Prozent Rabatt). Auch hier ist eine Neuerung geplant: Bisher mussten sich Wohn-Riester-Kunden zu Ruhestandbeginn für Raten- oder Einmalzahlung der Steuer entscheiden.

Was an der Riester-Kritik dran ist

  • Unter der Lupe

    Seit 2002 gibt es die staatlich geförderte Riester-Rente. Nun hagelt es Vorwürfe: Schlechte Renditen, zu teuer und zu kompliziert. Ein Überblick über die gängige Kritik und was davon zu halten ist.

    Quelle: Finanztest 05/12

  • Vorwurf 1

    Riester lohnt nicht, ein Sparstrumpf bringt mehr
    Stimmt so pauschal nicht. Wer einen guten Vertrag abschließt, erreicht durch die staatliche Förderung eine ganz ordentliche Rendite auf seine Riester-Beiträge. Sie ist jedenfalls höher als bei anderen vergleichbaren Produkten, beispielsweise einer privaten Rentenversicherung. Vor allem für Häuslebauer lohnt sich ein Riester-Vertrag in Form eines Darlehens oder Bausparvertrags.

  • Vorwurf 2

    Nur wer steinalt wird, kommt mit Riester ins Plus

    Stimmt so pauschal nicht. Richtig ist aber: Je teurer der Tarif, desto älter muss der Kunde werden, bis er so viel Rente erhalten hat, dass er wenigstens seine Beiträge und die staatlichen Zulagen zurückbekommen hat. In Test der Riester-Rentenversicherungen zeigte sich, dass ein Kunde mit einem kostengünstigen Vertrag 82 Jahre alt werden muss, bis er ins Plus kommt. Bei einem teuren Tarif kommt der Kunde dagegen erst mit 85 Jahren ins Plus.

  • Vorwurf 3

    Riester lohnt nicht bei niedrigem Einkommen
    Stimmt so pauschal nicht. Gerade durch die Zulagen lohnt sich die Riester-Förderung für Menschen mit niedrigem Einkommen. Denn bei ihnen sind die staatlichen Zuschüsse im Verhältnis zum eigenen Sparbeitrag besonders hoch, vor allem wenn sie Kinder haben.

  • Vorwurf 4

    Die Riester-Rente ist unflexibel und intransparent
    Stimmt so pauschal nicht. Zumindest die Förderung passt sich an. Sie fließt weiter, wenn Sparer für die Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen eine Zeit lang im Beruf aussetzen. Die Sparer können ihre Riester-Ersparnisse sogar einsetzen, wenn sie ein Haus kaufen möchten. Leider sind die Verträge selbst häufig unflexibel.

  • Vorwurf 5

    Riester ist kompliziert und bürokratisch
    Stimmt. Von den Anbietern über die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bis hin zum Arbeitsministerium sind selbst die Profis immer wieder ratlos, wenn sie mit Detailfragen konfrontiert werden.

  • Vorwurf 6

    Riester ist zu teuer und macht die Anbieter reich
    Stimmt häufig. Dies trifft auf Riester-Verträge leider genauso zu wie auf andere Finanzprodukte.

  • Vorwurf 7

    Zu wenig Menschen nutzen die Riester-Rente
    Stimmt. Mit rund 15,4 Millionen Abschlüssen ist das Ziel längst nicht erreicht, die Riester-Rente als Vorsorge für möglichst alle einzusetzen, um die Einbußen bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Die Riester-Rente ist gut, aber die Angebote müssen besser werden

  • Fazit

    Wer sich eine Zusatzrente oder Wohneigentum fürs Alter sichern will, kann mit einem Riester-Vertrag besser fahren als mit anderen Altersvorsorgeverträgen oder Baukrediten. Das liegt an den Zulagen und den Steuervorteilen, aber nicht daran, dass die Riester-Produkte so hervorragend wären.

Künftig können sie mit einer Ratenzahlung beginnen und später die Restschuld auf einen Schlag tilgen. Das gibt mehr Flexibilität und macht Wohn-Riester lukrativer, denn wenn es finanziell drin ist, rechnet sich die Einmalzahlung auf jeden Fall.

Bewertung: Wohn-Riester wird noch attraktiver und sollte bei einer Baufinanzierung auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Aufgrund der komplexen Regeln sollten sich Kunden zwar gut beraten lassen, aber keinesfalls von der Aufnahme eines Wohn-Riester-Kredits pauschal abbringen lassen.

Riester-Rente Die besten Sparpläne der Banken

Verbraucherschützer empfehlen Banksparpläne für die staatlich geförderte Altersvorsorge.

Rürup-Rente

Viele Berater kennen sich nur bruchstückhaft aus und wollen die Wohn-Riester-Variante gar nicht erst durchrechnen. Leider stoßen gerade die Besserungen beim Wohn-Riester bei SPD, Grünen und der Linken auf Vorbehalte.

Selbstständige, die keinen Anspruch auf Riester-Förderung haben, können mehr Geld in eine Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) stecken. Statt 20.000 Euro pro Jahr sollen künftig maximal 24.000 Euro steuerlich zu 76 Prozent berücksichtigt werden. Die neue Förderhöchstgrenze gilt bei Arbeitnehmern auch für Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Auch für die Rürup-Rente soll es Beipackzettel für mehr Kostentransparenz geben.

Riester-Versicherungen: Tops und Flops

  • Noten

    Fünfmal gut, achtmal ausreichend, keinmal sehr gut. Das ist das Ergebnis der jüngsten Riester-Untersuchung von Finanztest. Das Gros der getesteten 29 Angebote für eine klassische Riester-Rentenversicherung kam über ein befriedigend nicht hinaus.

    Quelle: Finanztest, Oktober 2012

  • Die besten Tarife: Platz 3

    Den dritten Platz bim Vergleich belegt die Debeka mit der Note 2,5. Ausgezeichnet wurde der Tarif Debeka Riester-Rente, F1 (01/12)

  • Platz 2

    Zweitbester im Vergleich war die Alte Leipziger, die ebenfalls die Note 2,5 erhielt. Die gilt für den Tarif Alte Leipziger Klass. Riester-Rente, RV50

  • Der Testsieger

    Kommt aus Franken. Bester Tarif war der Huk24 Riester-Rente, RZU24 mit der Note 2,4.

  • Die Unterklasse

    Viele Tarife erhielten aber schlechte Noten. Acht Anbieter erhielten nur ein "ausreichend". Es folgen die drei schlechtesten Produkte.

  • Drittletzter

    Platz 23 belegte die Neue Leben mit dem Tarif Riester-Rente R7 mit der Note 3,8.

  • Platz 24

    Noch schlechter schnitt die Gothaer ab. Der Tarif Ergänzungsvorsorge – Classic, PRRC1B wurde mit 3,9 bewertet.

  • Der Letzte

    Der schwächste Tarif im Test war die Klassik-Riester-Rente, ARG1 von der Axa. Die Note von Finanztest: 4,0.

    Die kompletten Ergebnisse können Sie im Internet gegen eine Gebühr von 2,50 Euro erwerben: www.test.de/riester-versicherung


  • Ohne Urteil

    Hanse Merkur24, Riestermeister, RM 2012

Bewertung: Private Altersvorsorge ist für Selbstständige ein wichtiges Thema, doch die Rürup-Rente hat hier auch in Zukunft ihre Haken. So muss der Vertrag zwingend später eine lebenslange Rentenzahlung vorsehen. Anders als bei der Riester-Rente können sich Kunden nicht für eine Einmalauszahlung entscheiden. Selbst bei Vertragskündigung kommen sie nicht sofort ans eingezahlte Geld, sondern erhalten daraus später die Rente. So sollten Rürup-Kunden den Abschluss besonders gut bedenken.

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Absicherung gegen Erwerbsminderung/Berufsunfähigkeit

Hier soll es zwei Änderungen geben: Zum einen eine stärker geförderter Erwerbsminderungsschutz bei Riester-Verträgen und zum anderen eine stärkere Förderung eigenständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Tipps: Was Sie gegen schlechte Riester-Verträge tun können (1)

  • Problem

    15 Millionen Riester-Verträge gibt es hierzulande. Aber längst nicht alle werden bis zum Ende angespart. Wie Sparer Enttäuschungen bei der staatlich geförderten Altersvorsorge vermeiden.

    Quelle: www.wiwo.de

  • Günstiges Produkt wählen

    Um eine spätere Enttäuschung mit dem Riester-Produkt zu vermeiden, sollten Sie schon vor dem Vertragsabschluss prüfen, welches Produkt passt und was es kostet. Allen Riester-Produkten gemein ist die Kapitalgarantie. Zu Beginn der Auszahlungsphase müssen also zumindest die eingezahlten Beiträge sowie die gewährten staatlichen Zulagen vorhanden sein.

  • Auf Rentabilität achten

    Bei den Kosten und den möglichen Renditen gibt es jedoch große Unterschiede, je nachdem, ob Sie zu einer Versicherung, einem Fonds- oder Banksparplan oder zum Wohn-Riester greifen. Viele Experten betrachten Wohn-Riester als die rentabelste Form der staatlich bezuschussten Altersvorsorge.

  • Vertrag beitragsfrei stellen

    Wer nicht mehr in seinen Riester-Vertrag einzahlen möchte, weil er sich als unrentabel erweist oder weil einfach das Geld in der Haushaltskasse fehlt, kann seinen Vertrag zunächst beitragsfrei stellen. Dann fließen weder neue Einzahlungen noch staatliche Zulagen in den Vertrag. Die bis zu diesem Tag einzahlten Beiträge und Zulagen bleiben im Vertrag stehen und werden am Ende der Vertragslaufzeit auch mit den aufgelaufenen Zinsen ausgezahlt – Anleger machen also keine zusätzlichen Verluste.

  • Auch für Selbstständige interessant

    Diese Beitragsfreistellung ist auch für Menschen interessant, die sich selbständig machen. Weil Selbständige nicht zur Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung verpflichtet sind, haben sie keinen Anspruch auf die staatlichen Zulagen. Aber was in den Vorjahren bereits gewährt wurde, geht trotz Beitragsfreistellung auch nicht verloren. Kehrt der Selbständige wieder in ein Angestelltenverhältnis zurück, kann er zudem den ruhenden Vertrag neu aufleben lassen.

  • Beiträge reduzieren…

    Eine andere mögliche Variante ist es, die Beitragszahlungen zu reduzieren. Das sorgt für Entspannung in der Haushaltskasse, aber die Altersvorsorge wird zumindest weiter angespart.

  • …aber nicht zu stark

    Damit aber auch weiter die staatlichen Zulagen fließen, muss der Riester-Sparer weiterhin mindestens 60 Euro im Jahr – also fünf Euro im Monat – in den Vertrag einzahlen. Sonst gehen die Riester-Zulagen verloren – und damit auch ein wesentlicher Vorteil des Riester-Vertrags. Wer also die fünf Euro nicht mehr aufbringen will oder kann, sollte den Vertrag lieber ganz beitragsfrei stellen oder sogar kündigen – oder eventuell aussetzen.

  • Beiträge vorübergehend aussetzen…

    Wer glaubt, nur vorübergehend nicht das Geld für einen Riester-Vertrag aufbringen zu können, und den Vertrag zu einem späteren Zeitpunkt weiter besparen möchte, muss nicht gleich kündigen. Beim „riestern“ kann sich der Sparer auch eine Auszeit gönnen.

  • …hat auch Nachteile

    Praktisch ist diese Variante vor allem, wenn Elternzeit, Krankheit oder vorübergehende Arbeitslosigkeit das Einkommen schmälern. Bessert sich die Einkommenslage wieder, können die monatlichen Raten wieder aufgenommen werden. Es fehlen dann zum Ende der Laufzeit allerdings die ausgesetzten Einzahlungsmonate, die Ablaufleistung ist entsprechend niedriger.

  • Kündigung geht jederzeit…

    Wer ganz aus seinem Riester-Vertrag raus möchte, kann dies grundsätzlich jederzeit tun. Schließlich ist bei allzu schlechter Rendite ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende vorzuziehen. Allerdings ist eine üppige Kündigungsfrist zu beachten. Sie ist immer nur zum Quartalsende möglich, wenn mindestens drei Monate vorher gekündigt wurde.

  • …ist aber ein Ende mit Schrecken

    Bei der Rückzahlung des angesparten Kapitals ist außerdem mit empfindlichen Einbußen zu rechnen. Was zurückgezahlt wird, dürfte deutlich unter der Summe der eingezahlten Beiträge und staatlichen Zulagen liegen. Dafür hat der Sparer wieder mehr monatlichen Spielraum, um Geld auf anderem Wege an die Seite zu legen sowie weniger Papierkram, weil er die Riester-Zuschüsse nicht mehr beantragen muss.

1. Bislang konnten Riester-Sparer maximal 15 Prozent ihres Beitrags in eine Vertragskomponente für den Erwerbsminderungsschutz stecken. Damit schützen sie sich für den Fall, dass sie wegen einer physischen oder psychischen Erkrankung nicht oder nur eingeschränkt berufstätig sein können. Dieser Schutz soll ausgebaut werden, im Gespräch ist, dass 20 Prozent des Beitrags für einen solchen Schutz genutzt werden dürfen.

Bewertung: Generell raten Verbraucherschützer dazu, reine Altersvorsorge (wie mit einer Rentenversicherung) von der Risikovorsorge (wie der Schutz vor Erwerbungsminderung) zu trennen. Sonst kann der Betroffene im Fall eines finanziellen Engpasses nicht die Altersvorsorgezahlungen reduzieren, ohne den Risikoschutz zu gefährden. Ein integrierter Schutz vor Erwerbsminderung bei der Riester-Rente (egal in welcher Höhe) hilft daher kaum und wird bei dieser Beitragshöhe auch kaum zu einer nennenswerten Erwerbsminderungsrente führen.

Tipps: Was Sie gegen schlechte Riester-Verträge tun können (2)

  • Problem

    15 Millionen Riester-Verträge gibt es hierzulande. Aber längst nicht alle werden bis zum Ende angespart. Wie Sparer Enttäuschungen bei der staatlich geförderten Altersvorsorge vermeiden.

    Quelle: www.wiwo.de

  • Den Vertrag wechseln lohnt sich…

    Etwas anders stellt sich die Situation dar, wenn mit Wirksamwerden der Kündigung gleich ein anderer Riester-Vertrag angespart wird. Das kann sich unter Renditeaspekten durchaus lohnen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat ausgerechnet, dass bei einer monatlichen Zahlung von 100 Euro und mit einer Laufzeit von 30 Jahren eine nur um einen Prozentpunkt höhere Rendite am Tag der Auszahlung 13.000 Euro Plus ausmacht.

  • …und kostet nicht viel

    Zwar entstehen mitunter nochmal beträchtliche Kosten. Es werden für den Wechsel üblicherweise Kosten von 50 bis 125 Euro fällig, im Einzelfall auch deutlich mehr. Allerdings möchte die Bundesregierung die Wechselgebühren in Zukunft auf 150 Euro begrenzen.

  • Rechtzeitig neuen Vertrag suchen

    Wer wechselwillig ist, sollte sich zunächst auf die Suche nach einem geeigneten Produkt machen und den alten Riester-Anbieter erst anschließend über seine Wechselabsichten informieren. Dadurch lässt sich vermeiden, dass die Sparsumme samt staatlicher Zulagen zunächst ausgezahlt wird. Stattdessen sollte das Guthaben aus dem Riester-Vertrag gleich in den neuen Vertrag fließen.

  • An den Zulagenantrag denken

    Wichtig: Der Riester-Sparer ist selbst dafür verantwortlich, dass der aktualisierte Zulagenantrag mit den Daten des neuen Anbieters den Behörden zugeht. Sonst gehen die monatlichen Grundzulagen und Kinderboni verloren.

  • Neue Bedingungen beachten

    Bei den Rentenversicherungsprodukten ist noch zu beachten, dass zum Jahresbeginn der staatlich garantierte Zins auf die Ersparnisse von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt wurde. Mitunter lässt sich je nach Produkt und Gesellschaft auch nur die Anlagestrategie ändern, etwa indem der Anleger in einen anderen Riester-Fondssparplan des gleichen Anbieters wechselt. Dann werden keine oder nur geringe Wechselkosten fällig.

  • Staatliche Zuschüsse zurückzahlen

    Wer seinen Riester-Vertrag aufgibt, muss die bis zur Kündigung erhaltenen staatlichen Zulagen zurückzahlen. Der Staat wertet eine Auszahlung vor dem Vertragsende nämlich als "schädliche Verwendung" der Zulagen. Auch Steuernachzahlungen für zu Unrecht gewährte Steuervorteile drohen den Sparern, die kündigen und keinen neuen Riester-Vertrag abschließen.

  • Vertriebskosten drücken Auszahlung…

    Vor allen wegen der teilweise hohen Kosten beim Vertragsabschluss ist immer zu prüfen, ob die Variante einer Beitragsfreistellung nicht einer Kündigung vorzuziehen ist. Denn in den Rentenversicherungen, die zum „riestern“ freigegeben sind, sind bei Vertragsabschluss hohe Abschlusskosten und Vertriebsprovisionen fällig, die das Sparguthaben der ersten Jahre massiv schmälern.

  • …und sind für immer verloren

    Wer kündigt, verliert die von den Beitragszahlungen der ersten Jahre bestrittenen Abschlusskosten, sie sind auf Nimmerwiedersehen verloren. Wer zudem den Anbieter wechselt, muss auch für den neuen Vertrag abhängig vom Produkt nochmal Provisionen und Vertragsgebühren zahlen. Das lohnt sich nur, wenn der neue Vertrag auch deutlich bessere Rendite und möglichst niedrige Gebühren verspricht.

  • Beratung einholen

    Bevor ein Riester-Vertrag einfach gekündigt wird, ist in jedem Fall ein Gespräch mit einem unabhängigen Vorsorgeberater empfehlenswert. Er sollte in der Lage sein, die unterschiedlichen Konsequenzen einer Kündigung, Beitragsfreistellung oder eines Anbieterwechsels zumindest grob zu kalkulieren und den zum Sparer passenden Produkttyp auszuwählen.

  • In Fachmedien informieren

    Darüber hinaus hilft auch ein Blick in die einschlägigen Fachzeitschriften und Online-Angebote, die Riester-Produkte unter verschiedenen Aspekten vergleichen. So veröffentlichen die Zeitschriften Finanztest und Öko-Test regelmäßig Vergleiche.

2. Künftig sollen im Rahmen der Höchstgrenzen einer Basisrente auch eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU-Versicherungen) steuerlich gefördert werden. Solche BU-Policen bieten einen umfassenderen Schutz als Erwerbsminderungspolicen. Dabei ist die Förderung an bestimmte Kriterien gebunden, die der Vertrag vorsehen soll - so zum Beispiel die Zahlung einer lebenslangen Rente.

Bewertung: Diese Förderung ist für Versicherte eine Verbesserung. Schnell werden die Beiträge für eine BU-Police recht hoch, so dass die stärkere steuerliche Förderung helfen kann.

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Vergleichs-Analyse Welche Risiken in Ihrer Altersvorsorge stecken

Auch Versicherungsvermittler freuen sich auf Weihnachten. Endlich ein wenig Ruhe nach dem turbulenten Jahresendgeschäft für Altersvorsorgeprodukte. Im Herbst und Winter verkaufen die Berater traditionell die meisten Policen, auch mit dem Argument, dass Steuervorteile und Zulagen locken. Mehr als 35 Millionen Rentenverträge haben die Deutschern abgeschlossen, jedes Jahr kommen ein bis drei Millionen hinzu. Das Problem: Kaum ein Kunde weiß, wie sein Produkt funktioniert oder welche Risiken drohen. "Die wenigsten wissen was sie haben", sagt Martin Zsohar, Geschäftsführer des Analysehauses Morgen & Morgen. "In bestimmten Marktsituationen müssen Kunden bei einigen Produkten mit negativen Renditen rechnen". Foto: dapd Texte: Jens Hagen

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  • 15.02.2013, 19:02 Uhrhermann.12

    Es gibt und gab nur einen Grund für die teilweise steuerliche Anrechnung. Sie hätte steuerliche Mehreinnahmen verhindert, die man ja gerade durch Kürzung der Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung und Besteuerung der klassischen Lebensversicherung erzielen wollte.
    Dem deutschen Michel muss man nur ein paar Beispiele von Profit Wohlhabender unter die Nase halten und schon lässt er sich ausnehmen wie eine Weihnachtsganz.
    Und praktischerweise kann man denen auch noch dafür die Schuld geben.
    Wir verlieren unseren Wohlstand langsam aber sicher aus purer Dummheit. Es reicht ein Sozialneid zu schüren um als sozial zu gelten.

    H.

  • 15.02.2013, 18:55 Uhrhermann.12

    Die Stiftung Warentest hat keine Ahnung von Finanzprodukten. Sie kann gerade mal Preise vergleichen. das reicht bei so komplexen Produkten aber eben nicht.
    anders als bei physischen Produkten ist hier mit Hochschulwissen nichts zu erreichen.
    Das begreifen die aber nicht.

    H.

  • 15.02.2013, 18:51 Uhrhermann.12

    In diesem Falle muss ich Ihnen widersprechen. die Komplexität des Themas geht allein auf das Konto der Politik. die Finanzwirtschaft ist hier genauso Opfer Schröder´scher Geldeintreibepolitik wie die Verbraucher.
    Freilich können und müssen die Unternehmen die Nachteile an ihre Kunden weitergeben. Das können sie, weil sie am längeren Hebel sitzen und das müssen sie, weil sie sich nicht leisten können Verlust zu machen.
    Der Staat kann das Rad allerdings nicht mehr zurückdrehen. die Schröder´sche Politik hat uns mehr Anspruchsteller beschert, die ohne Abschöpfungen bei der Altervorsorge nicht mehr finanzierbar wären.
    Wer streicht, macht sich unbeliebt und verliert Wahlen.

    Aber gerade Rürup und Riester sind politische Produkte die von Anfang an zu teuer und zu bürokratisch waren. Deshalb wurden sie auch von der Finanzwirtschaft abgelehnt und blieben zunächst Ladenhüter.
    Als aber das Neugeschäft der Versicherer einbrach weil die höhere Besteuerung der Lebensversicherung diese unattraktiv machte und der Staat Provisionsanreize schuf, blieb der Finanzwirtschaft kaum eine andere Wahl als das politische Gewollte an den mann zu bringen.

    Ich selbst habe seit den Schröderschen Reformen kaum noch Lebensversicvherungen verkauft. Mittlerweile bin ich ganz aus dem markt ausgestiegen, weil die Wahl nur lautet: entweder diesen Dreck anzubieten und dazu gut Wetter beim Kunden zu machen oder gar kein Geschäft.
    Letzteres können sich weder Vertrieb noch Unternehmen leisten.

    Beschweren sie sich also bei den Richtigen, den moralisierenden Abzockern von Links, die uns den mist eingebrockt haben.

    H.

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