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Diskussion: Kommentare zu: Was Lebensversicherungen wirklich bringen

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online
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  • 05.02.2013, 09:43 UhrSchuischel

    "Sicher hat der Kunde nur, was die Unternehmen garantieren. Wie viel Rendite vielleicht in 25 Jahren drin ist, wenn die Zinsen so niedrig bleiben wie sie sind, ist dagegen eine Luftbuchung." Schon wieder tendenziöse Berichterstattung vom HB. Liebes HB, es ist doch so, dass die Lebensversicherer schon jahrzehntelang diese angeblichen unsicheren "Luftbuchungen" für die Kunden erwirtschaften. Es scheint also an den Haaren herbeigezogen, wenn Sie von einer Luftbuchung schreiben.

    Im nächsten Artikel liest man sicher wieder wie toll Aktien denn sind. Aber nun vergleichen Sie doch mal. Was garantieren Aktien? Nichts. Was ist bei Aktien sicher? Nichts. Wie performten Daxwerte durchschnittlich die letzten 10 Jahre? Teils herbe Verluste, teils nichts, teils Gewinn. Können Sie mir eine Aktie zeigen die die nächsten 10 Jahre per Dividende zzgl. Aktienkurs mindestens einen Garantiezins erwirtschaftet zzgl. einer satten Überschussbeteiligung?

    Ich finde es einfach mal wieder unterirdisch, wie hier die Fakten verdreht werden und Überschussbeteiligungen (nebenbei haben Sie die Schlussüberschussbeteiligung einfach mal unter den Tisch fallen lassen) schlecht geredet werden.

    Ich bleibe dabei: Die tendenziöse Berichterstattung und das Bashing der letzten mittlerweile Jahre liegt wohl daran, dass die Versicherer zu wenig Werbung bei euch schalten. Warum erwähnt ihr denn nicht mehr die FMH Finanzberatung? War es zu offensichtlich und lächerlich?

    Jetzt war mal ein Monat Ruhe (das ist meines Wissens Rekord) und dann so ein Artikel. Ich habe nichts gegen kritische Berichterstattung. Aber mit so etwas führen Sie nur Ihre eigenen Leser hinters Licht.

    • 05.02.2013, 09:52 UhrSchuischel

      Ach so, nicht dass ich gegen Rankings etwas hätte. Diese bringen die Verbraucher durchaus weiter. Aber solche Begriffe wie "Luftbuchung" sind ungerechtfertigt. Erst recht, wenn man betrachtet, dass das HB gerne Aktien pusht und dort oft völlig unkritisch Prognosen und angebliche "sichere Sachen" übernimmt.

    • 13.02.2013, 17:53 UhrMazi

      Die BaFin hat offensichtlich § 89, Abs. 2 VAG gezogen.
      Was das heißt ist hier nachzulesen:
      http://www.versicherungsgesetze.de/versicherungsaufsichtsgesetz/0089.htm

      Hier der Handelsblattartikel dazu:
      http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/finanzaufsicht-bafin-besteht-auf-kuerzungen-bei-lebensversicherungen/7751352.html

      Jetzt brauchen wir nicht mehr über die Rendite zu reden.

      Was bedeutet das?
      Hier der Text des o.g. Absatzes im Wortlaut zur Vermeidung von Interpretationsschwierigkeiten:

      "(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt.

      Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt."

      Absatz 1, Satz 1 lautet:
      "(1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, die Vermeidung des Insolvenzverfahrens aber zum Besten der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, binnen bestimmter Frist eine Änderung der Geschäftsgrundlagen oder sonst die Beseitigung der Mängel herbeizuführen."

      Noch Fragen?

    • 05.02.2013, 10:31 UhrOMO

      Und da haben wir die "0" vor dem Komma. Selbst eine Garantie ist mit Vorsicht zu geniessen, wenn es richtig hart auf hart kommt, kann man ganz schnell im Regen stehen mit einem schönen Blatt Papier in der Hand und tollen Versprechungen in der Erinnerung.

    • 05.02.2013, 10:59 UhrPhilosoph

      Grad heute gab es wieder Meldungen von meiner Lieblings-Aktie - Münchener Rück AG! Schaut man hier mal die letzten 20 Jahre nach der Performance ist das der wahre RAUSCH!

      Kurs am 02.01.1990 ca. 46,14
      Kurs am 05.02.2013 ca. 136,80

      Rendite: 8,5% p.a. zzgl. Dividenden...

      ...dürfen also satte 10% und mehr sein!

      Wenn man von der "Dot-Com-Blase" mal absieht auch ein schöner Kursverlauf, der nicht zuletzt auch dem sehr geringen Free-Float geschuldet ist.

      ...das nur mal als Beispiel für die Aussage das "...Aktien gar nichts garantieren..."

      Nochmal der Tipp:
      Sucht euch einen Fonds mit einem hohen Sharpe-Ratio und einer geringen Volatilität (kann man z. B. auf der Onvista.de Seite als Kriterien eintragen). Dann habt ihr mehr, als euch lieb sein dürfte. Risikoschutz geht natürlich über Risiko-LV... - is klar! Der Rest füttert nur die Versicherungs-Vertreter...

    • 05.02.2013, 13:22 UhrSchuischel

      Aha, was zu diesem Tipp wohl Münchner Rück Aktionäre sagen die zu 400 EUR in den Jahren 2000 und 2001 eingestiegen sind. Oder Allianz-Aktionäre. Oder Infineon. Oder Solarworld. Oder HRE. Oder IKB. Oder sprechen Sie mal Telekomaktionäre an, die sich mit Dividendenausschüttungen selbst kanibalisieren. Hören Sie mir auf. Oder Thyssen-Krupp Aktionäre werden Ihnen applaudieren. Aktien haben immer Risiken. Ein Fundament für eine Altersvorsorge sieht anders aus. Natürlich kann man auch Aktien beimischen. Aber als Fundament eignen sie sich eben nicht.

    • 05.02.2013, 13:38 UhrSchuischel

      Ach so, ganz zu schweigen von den Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank... Oder Nokia. Ich glaube kein nokiaaktionär wird jemals wieder sein Geld rein holen können. Kennen Sie noch American Online? Yahoo hat auch ordentlich Federn gelassen. Ob wir jemals eine solche Hausse wie in den 90ern erleben ist sehr ungewiss. Daher ist es verständlich, warum Sie ab 1990 rechnen. Man kann es sich eben alles schönrechnen.

    • 05.02.2013, 13:42 UhrSchuischel

      Dagegen: Wie viele Lebensversicherer kennen Sie, die die Flügel strecken mussten? mir fällt in Deutschland nur einer ein. Und selbst da ist kein Kunde um sein Geld gebracht worden. Warum? Informieren Sie sich über Protector. Jetzt gehen Sie doch mal zu einem Aktionär von Hewlett-Packard oder Morgan Stanley und fragen Sie, was der lieber hätte. Seine Aktien oder eine Lebensversicherung. Na, kennen Sie die Antwort. Ich handel nun seit einigen Jahren an der Börse. Und das nebenbei sehr erfolgreich. Aber meine Altersvorsorge nur mit Aktien? Sind Sie des Wahnsinns? Meine Aktien bestimmen nur ob ich zwei oder drei Jahre früher in Rente kann oder eben nicht. Aber doch nicht ob ich überhaupt jemals ein ordentliches Rentnerdasein genießen kann.

    • 05.02.2013, 15:14 UhrPhilosoph

      Hmmm... komisch, dass so Typen wie Warren Buffet (hält mehr als 10% an Munich Re) Milliardäre mit Aktien geworden sind! Also ich hab noch keinen LV-Anleger getroffen, der ne Milliarde mit Lebensversicherungen gemacht hat...(*lach)!

    • 05.02.2013, 15:49 UhrSchuischel

      Es liegt einfach daran, dass die die eben nicht reich werden auch nicht bekannt werden. Es ist systemisch bedingt, dass in einem Glücksspiel ein paar Leute gewinnen. Und nichts anderes ist die Börse als Glücksspiel, nimmt man die These als voll, dass der Markt alles im Kurs einpreist (vollkommener Markt). Bitte besuchen Sie das erste Semester Fehlerrechnung. Das wäre eine gute Grundlage.

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