Grundsätzlich gilt: Je länger ein Altersvorsorgevertrag im Versicherungssektor läuft, um so attraktiver wird die Rendite. Probleme hat die Branche derzeit vor allem bei Verträgen, die recht kurz laufen, also etwa zwölf Jahre.
Berechnung einer sofort beginnenden Leibrentenversicherung; Vertragstyp: Mann, Journalist, Nichtraucher, Eintrittsalter 63 Jahre, sofort beginnende Leibrente
ohne Rabatte (z.B. Kollektivbeiträge), Einmalbeitragszahlung 50.000 €, Rentengarantie 10 Jahre, Versicherungsbeginn 01.07.2012, Rentenbeginn 01.08.2012.
Quelle: Map-Report
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 228,27 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 27.392,4 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 280,52 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 33.662,4 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 272,12 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 32.654,4 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 270,6 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 32.472 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 262,99 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 31.558,8 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 262,76 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 31.531,2 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 179,29 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 21.514,8 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 181,94 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 21.832,8 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 182,03 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 21843,6 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 182,22 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 21.866,4 Euro
Monatsrente in den ersten zehn Jahren: 182,86 Euro
Rentensumme nach zehn Jahren: 21.943,2 Euro
Der Bund der Versicherten stellt heraus: Durch die Absenkung des Garantiezinses von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent sei zu erwarten, „dass bei zahlreichen Renten- und Lebensversicherungsangeboten die garantierte Kapitalzahlung zu Rentenbeginn geringer ausfallen wird als die Summe der eingezahlten Beiträge, da die niedrigeren Zinserträge nicht mehr die Kosten decken.“ Vor allem Offerten für Ältere würden unattraktiv, weil dem Vorsorgesparer oft weniger Monatsrente sicher sei als er an Beitrag aufbringen müsse.
Anders sieht dies aus, wenn man auf mehrere Jahrzehnte vorausschaut. Das zeigt auch der Mustervertrag einer aufgeschobenen Rentenversicherung, die über 25 Jahre läuft und den Assekurata zugrunde legte. Der Garantiezins beträgt hier 1,75 Prozent. Die garantierte Beitragsrendite liege in diesem Jahr bei 0,92 Prozent – dies ist das arithmetische Mittel von 59 Anbietern, stellt Assekurata fest.
Das sei allerdings deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus von 1,39 Prozent und unterschreite zudem die aktuelle Inflationsrate. Zudem registrierte Assekurata bei der Beitragsrendite aufgrund der garantierten Leistungen eine enorme Spannbreite zwischen den Anbietern. Der niedrigste Wert betrug 0,23 Prozent, der höchste 1,53 Prozent.
Bezieht man die Prognoserechnungen der Versicherer ein, so kann man eine Beitragsrendite einer lang laufenden privaten Rentenversicherung errechnen. Diese liege mit durchschnittlich 3,66 Prozent (Vorjahr 3,80 %) im Wettbewerbsvergleich weiterhin auf einem attraktiven Niveau, stellt Assekurata fest.
Berechnung für eine Risikolebensversicherung (mit Umtauschrecht, ohne Zusatzversicherung); Vertragstyp: Mann, Journalist, Nichtraucher, Eintrittsalter 35 Jahre, Risiko-LV ohne Rabatte (z.B. Kollektivbeiträge), ohne Zusatzversicherung, jährlich vorschüssige Einzahlung von 1.200 Euro, Laufzeit 25 Jahre, Versicherungsbeginn 01.07.2012, Versicherungsende 30.06.2037
Quelle: Map-Report
606.768 Euro
1.063.674 Euro
1.059.950 Euro
1.018.056 Euro
999.708 Euro
988.058 Euro
262.286 Euro
271.059 Euro
283.221 Euro
300.933 Euro
304.560 Euro
Wesentlich besser fallen die Renditen dagegen aus, wenn man die Vergangenheit betrachtet. Das liegt daran, dass in solchen Betrachtungen die Hochzinsphasen enthalten sind. Auch hier ist jedoch gegenüber dem Vorjahr ein weiterer Rückgang sichtbar – über alle betrachteten Laufzeiten der Vorsorgeverträge. 30-jährige Verträge rentierten mit durchschnittlich 5,18 Prozent, stellt Assekurata fest. Im Vorjahr waren es 5,45 Prozent.
Die Positionierung der Anbieter im Marktvergleich unterscheide sich je nach Laufzeit weiterhin deutlich, stellen die Analysten fest. Kunden sollten daher der Anbieterauswahl einen hohen Stellenwert beimessen. Die größten Unterschiede zwischen den Anbietern seien bei kurz laufenden Verträgen über zwölf Jahre festzustellen.
wer noch altverträge mit 4% garantiezins hat, sollte diese ruhig behalten. ein neuabschluss schließt sich komplett aus. die kosten für den vertrieb und die verwaltung sind einfach zu hoch. als alternative dürften schlichte banksparpläne nicht uninteressant sein, da in der regel keine kosten anfallen und man bei einem vorzeitigen ausstieg zumindest immer sein kapital wiedersieht.
Viele wissen es nicht oder haben es bisher ignoriert. In den Vergleichen wird auf nachfolgende gesetzlich bereits vorgesehene Regelung nicht hingewiesen.
Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) § 89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen
(1) … Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. …
(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.
Noch Fragen?
Sparen für das Alter, mit der Lebensversicherung.
Das ist nicht sinnvoll. Werde Beamter. Hier ein Beispiel:
Eine Beamtin der Besoldungs-Stufe A16 geht nach 40 Jahren im Dienst mit einem Lebens-Alter von 65 Anfang 2012 in Rente. Sie ist Verheiratet.
Eine lebenslange Pension nicht unter netto 3.200 pro Monat ist ihr sicher.
Die statistische (Rest-)Lebenserwartung der Beamtin liegt bei Rentenbeginn noch über 20 Jahre.
Der Barwert der Rente beträgt, je nach Zinssatz 1.200.000 Euro. Die Rentenauszahlung beträgt ca. 800.000 Euro.
Hier noch ein paar Fakten:
Pensionssteigerungen sind nicht berücksichtigt. Den Großteil der Krankversicherungskosten übernimmt der Dienstherr. Sollte ein Witwer zu versorgen sein, ist ihm ein Anspruch auf eine Witwenrente sicher. Lebenslang….
Noch Fragen?





7 Kommentare
Alle Kommentare lesen