Ratenanpassung jeweils am 1. Juli in %
( mit der Maus über die Grafik fahren)
"Keiner muss. Aber (fast) jeder sollte, denn „Riestern“ lohnt sich.“ Diese Einschätzung stammt von der Verbraucherzentrale Hamburg. Allerdings mögen die Verbraucherschützer aus dem hohen Norden die bisher am stärksten verkaufte Riester-Variante gar nicht: „Von Rentenversicherungen raten wir grundsätzlich ab – wegen der meist sehr hohen Kosten, die sogar die Zulage auffressen können.“
Finanztest hat 84 Produkte getestet und herausgefiltert, wer die höchste Renditeerwartung hat.
Quelle Finanztest
Neben dem Referenzzins beeinflussen die Kosten entscheidend die Rendite. Vergleichen lohnt sich, hat Finanztest herausgefunden. Wer 25 Jahre lang spart, hat mit den besten Sparplänen am Ende über 11 000 Euro mehr Kapital für seine Zusatzrente zur Verfügung als mit den schlechtesten Produkten im Test.
Die großen Privatbanken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Hypovereinsbank bieten keinen Banksparplan für die Riester-Rente an.
Ein Teil der Anbieter bietet Verträge nur regional begrenzt an, Fremdkunden sind unerwünscht. Wem der Gang in die Filiale seines Wunschanbieters zu weit ist, der kann sich über das Postident-Verfahren identifizieren und seinen ausgefüllen Antrag auf diese Weise schicken.
Etliche Anbieter sind vergleichsweise teuer. Der Renditeabstand zum Finanztest-Mustervertrag beträgt hier rund zwei Prozentpunkte.
Sparkasse Stade-Altes Land, Sparkasse Duderstadt, Stadtsparkasse Oberhausen
Sparkasse Göttingen, Sparkasse Bielefeld, Stadtsparkasse Blomberg/Lippe
Bei den besten Angeboten ist der Renditeabstand zum Finanztest-Mustervertrag recht gering: zwischen 0,1 und 0,6 Prozent – je nach Laufzeit des Vertrags. Je länger der Sparplan läuft, um so geringer wird der Renditeabstand.
Sparkasse Paderborn-Detmold, Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen
Kreissparkasse Walsrode, Stadtsparkasse Gevelsberg, Bank für Kirche und Caritas
Überraschend viel Lob heimsen dagegen die Riester-Angebote der Banken ein: „Sparpläne bei einer Sparkasse oder bei einer Bank favorisieren wir zurzeit. Da machen Sie nichts falsch.“ Auch andere sehen das so, die Stiftung Warentest zum Beispiel, die gerade 84 Banksparpläne getestet hat. Die aktuellen Mini-Zinsen machten zwar auch vor diesen Produkten nicht halt.
Dennoch seien sie „für viele Alterssparer erste Wahl“, heißt in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. Auch die Riester-Kritiker der Zeitschrift „Ökotest“ rühmten Banksparpläne im vergangenen Jahr als „die stillen Stars“ unter den Riester-Varianten.
So viel Lob mag manchen Verbraucher irritieren, der schon mal versucht hat, einen Banksparplan mit Riester-Rente zu kaufen. Denn es ist gar nicht so einfach, solchen einen Sparplan zu bekommen. Viele Banken, etwa Deutsche Bank und Commerzbank, bieten das so sehr gelobte Produkt gar nicht an, stellten die Verbraucherschützer fest. Der Grund: Mit diesen Verträgen ist nicht viel Geld zu verdienen.
Wer also mit einem Sparplan „riestern“ möchte, sollte mal in die Anbieterliste schauen, die „Finanztest“ im Internet veröffentlicht hat. Dabei werden viele Interessenten schnell feststellen, dass die nächste Bank oder Sparkasse relativ weit weg sein dürfte. Das ist jedoch kein Problem.
„Einfach anrufen, Antrag schicken lassen, ausfüllen und abschicken“, empfehlen die Verbraucherschützer aus Hamburg. Dann werde schon ein Konto bei der Wunschbank eingerichtet, und jeden Monat fließe automatisch das Geld vom eigenen Girokonto dorthin. Anfang des nächsten Jahres schicke das Geldinstitut dann den Antrag für die Zulagen zu, der einmalig ausgefüllt und zurückgeschickt werden müsse.
Hört sich gut an, hat aber noch einen Haken. Denn auch mit einem Banksparplan kommen viele Kunden vielleicht nicht an den als teuer kritisierten Versicherern vorbei.





