
DüsseldorfDie gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gewinnt vor allem für ältere Privatpatienten wieder an Attraktivität. Die beiden größten Krankenkassen Barmer GEK und Techniker (TK) stellen das aufgrund der jüngsten Wechselzahlen fest. Die TK etwa verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von fast zwölf Prozent. Auch im AOK-System häufen sich die Anfragen von Kunden der privaten Krankenversicherung (PKV).
Vor allem die Angst vor hohen Beiträgen im Alter treibt die Menschen zurück. „Wir müssen aber viele enttäuschen, weil sie keine rechtliche Möglichkeit haben zu wechseln“, sagte der Sprecher des AOK-Bundesverbandes, Udo Barske, dem Handelsblatt. „Dies zeigt: Die Zeit der PKV als Vollversicherung geht zu Ende.“
Der PKV schaden extreme Beitragserhöhungen einzelner Krankenversicherer wie der Generali-Tochter Central. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) nahm die privaten Anbieter deshalb in die Pflicht. „Sie schöpfen noch längst nicht alle Möglichkeiten aus, den Versicherten günstigere Tarife anzubieten“, sagte Bahr der „Neuen Westfälischen Zeitung“. Es müsse vermieden werden, Anreize zu schaffen, das Kassensystem zu unterwandern und zur gesetzlichen Kasse zu wechseln.
Anwälte, Rentenberater oder Mitarbeiter von Krankenkassen kennen sich im Sozialrecht am besten aus, wenn Privatpatienten von der privaten Krankenversicherung (PKV) zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) möchten. Auch Verbraucherschützer leisten Hilfestellung.
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Im Deutschen Anwaltsverein gibt es eine Arbeitsgemeinschaft für Sozialrecht. Auch hier wird auf eine Online-Anwaltsuche verwiesen. Einen Anwalt finden Interessenten hier auch über das Telefon 01805-181805. Die Auskunft selbst ist kostenlos, das Telefonat kostet – aus dem Festnetz – 0,15 Euro pro Minute.
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Der Ombudsmann für Versicherungen ist eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle, welche bei Meinungsverschiedenheit mit Versicherungsunternehmen die Entscheidungen der Versicherer neutral überprüft.
Die Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten setzt sich für die Rechte der Verbraucher im Versicherungswesen ein.
Für die Techniker Krankenkasse, die 7,8 Millionen gesetzlich Versicherte betreut, sind Beratungen für Wechselinteressenten inzwischen Routine. Für PKV-Kunden ist die Kasse in den letzten Jahren ein attraktives Ziel gewesen. Allein 2011 kam 68.000 Personen aus der PKV.
In den Verbraucherberatungsstellen tauche die Frage nach einer möglichen Rückkehr in die GKV zwar immer wieder auf, stellte Ilona Köster-Steinebach vom Bundesverband der Verbraucherzentralen jüngst fest. Gerade nach deutlichen Prämienerhöhungen wachse das Interesse an den gesetzlichen Kassen. Zu ihnen gebe es für Privatversicherte aber nur sehr begrenzten Zugang. Der Beratungsschwerpunkt liegt eher auf der Tarifwechselberatung innerhalb der PKV
Der Weg zurück in die GKV ist steinig. Der Gesetzgeber hat viele Hindernisse aufgebaut, um Rosinenpickerei zwischen den Systemen zu unterbinden. So ist es zum Beispiel nicht gewollt, dass die Menschen in jungen Jahren von den niedrigeren PKV-Prämien profitieren und im Alter dann von niedrigeren GKV-Prämien. Dennoch ist der Weg zurück nicht für alle verbaut.
Wer wechseln möchte, dem empfiehlt der Versicherungsmakler Sven Hennig, sich an einen Anwalt oder einen Rentenberater zu wenden. Er sieht es nicht als Aufgabe der Krankenkasse an, PKV-Kunden zu beraten. Viele Krankenkassen tun dies dennoch. Es gebe verschiedene Konstellationen, in denen ein Wechsel möglich sei, erläutert eine TK-Sprecherin. Solche Beratungen seien inzwischen Routine. Die Basis dafür seien die Regeln im Sozialgesetzbuch.
Die Paragraphen sind jedoch so unverständlich, dass nur Eingeweihte sie verstehen. Wechselwillige finden jedoch im Internet genügend verständliche Hinweise, unter welchen Voraussetzungen ein Wechsel möglich ist. Verschiedene Seiten informieren darüber, mitunter raten sie dann jedoch dennoch davon ab und empfehlen, lieber in der PKV zu bleiben.
Solidargemeinschaft von Alten und Jungen, Gesunden und Kranken – die Risiken werden ständig gemischt.
Quelle: wiwo.de
Kinder und nicht berufstätige Ehegatten sind kostenlos mitversichert
Viele Leistungen für Kinder sind bei der GKV vorgeschrieben, die die PKV nicht ohne höhere Beiträge bietet.
Pharmafirmen, Ärzte oder Kliniken bekommen feste Kostensätze erstattet – die Leistungserbringer können nicht pokern wie in der PKV und mehrfache Sätze abrechnen.
Von politischen Kostensenkungsmaßnahmen oder Kosten-Nutzen-Analysen profitieren die Versicherten, weil so die Beitragssteigerungen moderater ausfallen
Den Leistungskatalog bestimmt die Politik – das heißt: nichts ist sicher
Die monatlichen Beiträge werden von der Politik festgelegt – Kassen, die gut wirtschaften, können keine niedrigeren Beiträge anbieten
Die Politik bremst Kassen aus, die neue Ideen z.B,. bei Kooperationen oder im Krankheitsmanangement realisieren wollen.
Die GKV legt keine Altersreserven an, das Geld wird ausgegeben, wie es reinkommt
Die Entwicklung geht doch dahin, daß das Kosten/Leistungsverhältnis der GKV rasant schlechter wird und wenn man die Praxis der GKV-Patienten mal genau unter die Lupe nimmt, sind sie bei horrenden Beiträgen doch nicht mehr als Bittsteller beim medizinischen Leistungsbetrieb. Die meisten Ärzte sehen GKV-Patienten doch lieber gehen als kommen, denn die rd. 30 Euro pro Patient/Quartal, die der Arzt heute von den GKV bekommt, deckt ja nicht mal die Kosten fürs Hände schüttelt, eine Beratung gibt es nicht mehr und warum auch, Fortbildung findet doch sowieso nicht mehr statt, sondern nur noch aufzuschreiben, was die Pharmaindustrie so empfiehlt. Dieses System hat keine Zukunft, es wurde 1957 von Adenauers Volksversicherung (gegen Ludwig Erhard) kreiert und es zeigt sich immer deutlicher, daß Anforderungen und Leistungen immer stärker auseinanderfallen. Es wäre besser gewesen, ein Sytem der PKV (ohne die moroden GKV) zu schaffen, daß nach Einkommenshöhe subventioniert wird. Aber das Subsidiaritätsprinzip bei Sozialmaßnahmen ist auch schon 1957 durch das Gießkannenprinzip ausgetauscht worden, was den hohen Schuldenstand heute von rd. 7 Bio. Euro fast zwangsläufig entstehen ließ.
Am sinnvollsten wäre eine gesetzliche Grundversicherung für alle welche die wesentlichen Grundrisiken abdeckt. Alles weitere könnte privat als Sahnehäubchen versichert werden.
Solidargemeinschaft? Die PKV-Patienten finanzieren die GKVler fleissig mit, ohne die Beiträge der Pribvatpatienten gäbe es vielerorts schon keine Arztpraxen mehr! Oder glauben Sie ein Arzt kann von 12,5€/Patient im Quartal leben bei dem administrativen Overhead, den er pflegen muss!
Wenn die Regierung egal welcher Coleur wirkliche eine vernünftige Versicherung für alle will sollte die PKV flächendeckend eingeführt werden. Zudem sollte die Integration des Austauschs von Informationen vorangetrieben werden, dann fallen viele Doppelverschreibungen, CT, Röntgenaufnahmen, etc. pp. weg.
Der Weg zur Ersparnis ist nicht allein der Druck auf den Patienten und der erhobene Zeigefinger.





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