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Diskussion: Kommentare zu: Die nächsten Lebensversicherer knausern

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online
Ausrufezeichen

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  • 20.12.2012, 13:20 UhrVWZ

    Versicherungsgesellschaften und Banken sind die einzigen Shops ohne Preisschilder. Politik bitte handeln und Transparenz schaffen! Verbot aller Provisionen und auf jedes Finanzprodukt ein Preisschild in Euro und Cent kleben. Dann können die Kunden endlich entscheiden ob ihnen der Verkauf einer Versicherung tausende von Euro Wert ist.

    • 20.12.2012, 13:48 UhrKommissar

      Was Ihr Kommentar mit dem Artikel zu tun hat, erschgließt sich mir nicht wirklich.

      Warum gehen Sie nicht einfach so vor, dass Sie jeden im HB veröffentlichten Artikel einfach mit

      'Alle Banken, Versicherer und Vermittler sind Verbrecher'

      kommentieren und dies dann 200 Mal am Tag per Copy&Paste an alle Artikel dranhängen...???

      Was den Artikel selbst angeht:

      Man hätte auch die Überschrift so wählen können:

      'Trotz Tiefstzinsen am Markt schaffen Lebensversicherer meist noch deutlich mehr als 3%'.

      Was an den neu festgelegten Gewinnzuweisungen eine 'schlechte Nachricht' sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Die 10-jährige Bundesanleihe reniert bei 1,3%, warum sollen dann 3,7% schlecht sein (selbst dann, wenn nach Kosten nur 3,0% übrig bleiben??).

      Hinzu kommt, dass sich bei lang laufenden Lebensversicherungen oftmals eine deutlich bessre 'Restlaufzeitrendite' bis zum Ablauf ergibt; in vielen Berechnungen, die ich dieser Art durchgeführt habe, kommt man auf über 5%.

    • 20.12.2012, 15:40 UhrSchuischel

      Richtig, Kommissar. Aber Das Handelsblatt hat sich längst von einer seriösen Berichtserstattung verabschiedet.

      Das Thema Lebensversicherung kommt mittlerweile fast täglich. Vermutlich buchen die Versicherer zu wenig an Werbefläche beim HB.

  • 20.12.2012, 18:32 Uhruser52

    Auch ich beobachte eine zunehmend unseriöse Berichterstattung, die weniger auf Fakten basiert als auf Stimmungsmache. Das trifft leider auch für Politiker und Verbraucherschützer zu, was dazu führte, dass die im SEPA-Begleitgesetz neugeregelte Beteiligung an den stillen Reserven nun gestoppt wurde. Begründung: Rekordgewinne bei Allianz und Generali , die diese aber nicht in ihren Lebensversicherungsgesellschaften erwirtschaftet haben sondern in der Schadenversicherung. Das ist reiner Populismus, mangelnder Sachverstand, manchmal bewusste Irreführung.
    Was bedeutet nun eigentlich diese sogenannte Beteiligung an stillen Reserven?
    Bezogen auf festverzinsliche Wertpapiere entstehen auf vor Jahren gekaufte Zinspapiere (z. Bsp. mit 5%) aufgrund der ständig gesunkenen Marktzinsen Reserven. In der Regel werden diese Papiere bis zum Ende der Laufzeit gehalten und die daraus resultierenden Nettozinserträge fließen zu 90% (Rest Eigenkapital und ggf. Aktionäre) den Kunden zu. Jetzt werden seit Jahren von nicht realisierten Reserven Teile an die Kunden ausgeschüttet, in der jetzigen Niedrigzinsphase zunehmend. Was heißt das? Diese Ausschüttungen von nie realisierten stillen Reserven schmälert die Überschussbeteiligung der Kunden, deren Verträge noch nicht abgelaufen sind, weil sie zu Lasten künftiger Überschüsse geht.
    Anders ausgedrückt: Die Gesetzesänderung ist nicht alleine dem Schutz der Versicherungsunternehmen geschuldet mehr noch dem Schutz der Kunden, deren Verträge noch nicht ablaufen und die bei steigenden Zinsen an keinen stillen Reserven mehr beteiligt werden können, weil es diese dann ganz schnell nicht mehr geben wird. Aber eine fachliche Diskussion ist derzeit leider nicht möglich.

    • 24.12.2012, 21:35 UhrSpeedG

      Mein Gefühl, ich verfolge das HB jetzt auch schon eine gewisse Zeit, Ihr Kommentar trifft nicht die Klientel des HB. Zuviel Text - zu klein geschrieben und auch noch Fachbegriffe - das klingt ja nach AVB´s die ja auch keiner lesen kann. Also bitte schön Populistisch, wenn schon keine Ahnung, dann aber bitte schön einfach.

  • 21.12.2012, 09:49 UhrUnregistriert

    Der Stachel bei speziell diesem Redakteur muß tief sitzen, daß er einen solchen Feldzug gegen eine gesamte Branche führt! Er schadet damit aber nachhaltig eher dem Ruf des Handelsblattes, denn 90% der eigentlichen Zielgruppe dürfte mittlerweile aufgefallen sein, daß dies mit seriöser Berichterstattung nichts mehr zu tun hat! Noch schlechter als Bild-Zeitungs-Niveau, denn dort erwartet man letztlich nichts anderes! Es wird Zeit, unbedarfte und unaufgeklärte Verbraucher, welche durch diesen unerträglichen Populismus leider teilweise beeinflußbar sind, vor solch unnützen Kampagnen zu schützen! Wo sind sachliche Hinweise und Vorschläge, wie eine bessere Altersvorsorge aussieht? Wo gibt es denn die provisions- und kostenlose bessere Altersvorsorge? Wer zum Teufel kann sich denn eine kostenlose Beratung aus Sicht der Anbieter leisten? Wer hilft denn denjenigen in ihrer Altersarmut, die sich heute aufgrund der tollen Berichterstattung eines Herrn Schmitt nicht trauen, bei den insgesamt schlechten und bösen Anbietern abzuschließen und für sich vorzusorgen? Herr Schmitt selbst etwa? Vielleicht hat das Handelsblatt in 20-30 Jahren einen neuen Aufreißer: "Millionen Bundesbürger in Altersarmut - wie konnte das passieren?"

    • 21.12.2012, 10:23 UhrKommissar

      Sie sprechen mir aus dem Herzen - Vielen Dank.

  • 21.12.2012, 10:56 UhrPoldi 0824

    @user52

    Bezogen auf festverzinsliche Wertpapiere entstehen auf vor Jahren gekaufte Zinspapiere (z. Bsp. mit 5%) aufgrund der ständig gesunkenen Marktzinsen Reserven. In der Regel werden diese Papiere bis zum Ende der Laufzeit gehalten und die daraus resultierenden Nettozinserträge fließen zu 90% (Rest Eigenkapital und ggf. Aktionäre) den Kunden zu.


    Anscheinend aber war bei vielen Versicherern die Sorgfalt auf langfristige Anlage nicht besonders verantvortungsvoll ausgeprägt. Oder man hat die Kostenseite nicht im Griff.
    Bei langfristiger Anlage in der 30 jährigen Ansparzeit eine Rendite von über 6% zu erzielen, war keine Heldentat. Die Kosten abgezogen, liegt man immer noch über 4%.

    Die im HB beschriebenen Schwierigkeiten der LV Versicherer bei dem derzeitigen Zinslevel kann ich nur für neue Verträge nachvollziehen.

    Im Nachhinein würde ich nicht nochmals Kapital LV abschließen, geschweige denn heute bei derzeitigem Level über Neuvertäge nachzudenken. Ausserdem gibt es zu viele negative Unwägbarkeiten durch Fusionen und eventuellen Schließungen für Neuvertäge, siehe Gerling, Viktoria etc.

    Schönen Tag noch.

  • 21.12.2012, 20:21 UhrRainerL

    Wenn die Kapitalanlage fristenkongruent zu den Verpflichtungen erfolgt ist, dann haben sich die Reserven zu den heute ablaufenden Vertraegen realisiert, die (aus der alten Anlage resultiernenden ) höheren Zinsen sind den Kunden in Form von Ueberschussbeteiligung zugeflossen.
    Es ist wirtschaftlicher Unfug, bei den Kunden die Erwartung zu stützen, Sie muessten an den Reserven des verbleibenden, noch länger laufenden Bestands, beteiligt werden.

    Auch bei langlaufenden Bankkrediten ist es selbstverständlich, dass die Kunden an etwaigen Vorfälligkeitsentschädigungen beteiligt werden, die mit einer Kreditkündigung einhergehen.

    Deshalb ist ein derartiger Verbraucherschutz letztendlich mitverantwortlich für die nun viel volatilere Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung heute. Dämpfungseffekte, die bisher durch langfristige Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäfte sinnvoll waren, sind nun teilweise unsinnig, weil dadurch entstehende Zusatzreserven ausscheidenden Verträgen mitzugeben sind.

    Populismus bzw. Befeuerung der Gier - und Geizkultur

  • 22.12.2012, 23:55 Uhrsuchgrueblerxy

    es ist nicht die Aufgabe von Lebensversicherungen, stille Reserven anzusammeln, die nicht in die Überschussanteilberechnungen zu Gunsten der Kunden einfließen und so am Kunden vorbeigeschleust werden. Insofern ist es ein guter Kompromiß, die Kunden an der Hälfte der stillen Reseven zu beteiligen. Schließlich hat das Lebenversicherungsunternehmen es in der Hand, klug einen entsprechenden Teil der stillen Reserven in realisierte Gewinne zu verwandeln, so dass dadurch alle Kundenfälligkeiten im Zeitablauf gerechter an der durchschnittlichen Gewinnentwicklung beteiligt werden.
    Wird eine Beteiligung an den stillen Reserven abgeschafft, wiederholt sich das Geschäftsmodell der Vergangenheit für die Lebensversicherungen, wo immense stille Reserven über einen längeren Zeitablauf angehäuft wurden, ohne dass Kunden, deren Lebensversicherungen in diesem Zeitraum fällig wurden, ihren gerechten Anteil an diesem Vermögen erhielten. Die hängt damit zusammen, dass Wirtschaftszyklen, in denen sich stille Reserven ansammeln, über viele Jahre gehen können.
    Das Behalten von stillen Reserven ist auch dann besonders nützlich, wenn man Versagen in der Unternehmenspolitik kaschieren oder die Aufkündigung einer großzügigen Dividendenausschüttung an die Aktionäre vermeiden kann, indem man auf Kosten des Kunden die in den stillen Reserven vorhandenen Gewinne durch deren Realisierung zum Stopfen der entstandenen Löcher nutzt. Eine angemessene Beteiligung an den stillen Reserven ist also für alle Seiten gerecht insbesondere deshalb, weil das Unternehmen die Höhe der stillen Reseven durch aktives Handeln gering halten kann. Dadurch würden dann die Kunden auch die entsprechende Verzinsung ihrer Anlage erhalten, die mit ihrer Beitragszahlung in diesen Jahren verdient wurde.

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