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Überschussbeteiligung gesenkt: Weniger Zinsen für Lebensversicherungen

Die Renditen auf Kapital-Lebensversicherungen bleiben auf Talfahrt. Im kommenden Jahr müssen die Kunden mit niedrigeren Zinsen rechnen. Der Marktführer hat die Überschussbeteiligung bereits gesenkt.

Die Renditen auf Kapital-Lebensversicherungen rutschen seit 2002 in den Keller. Quelle: dpa
Die Renditen auf Kapital-Lebensversicherungen rutschen seit 2002 in den Keller. Quelle: dpa

FrankfurtDie Kunden der meisten deutschen Lebensversicherer müssen im nächsten Jahr mit einer niedrigeren Verzinsung ihrer Beiträge rechnen. Der unangefochtene Marktführer Allianz Leben senkte am Mittwoch die Überschussbeteiligung auf 4,0 (2011: 4,1) Prozent. Festverzinsliche Wertpapiere würfen nicht mehr genug ab, um mehr auszuschütten zu können, sagte Allianz-Leben-Vorstandschef Maximilian Zimmerer.

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„Die niedrigen Zinsen sind für die Lebensversicherer derzeit eine große Herausforderung.“ Die Gesamtverzinsung auf den Sparanteil der Leben- und Renten-Policen einschließlich des Schlussüberschusses sinkt bei der Allianz auf 4,5 (4,7) Prozent.

Am größten Lebensversicherer in Deutschland orientieren sich viele kleinere Unternehmen. Im Branchendurchschnitt werde sich die Vier vor dem Komma aber 2012 nicht halten lassen, sagte Lars Heermann, Lebensversicherungsexperte beim Rating- und Beratungsunternehmen Assekurata. „Das wird sich bei etwa 3,9 Prozent einpendeln.“ 2011 waren es nach Assekurata-Berechnungen noch 4,07 Prozent, 2009 gar 4,26 Prozent.

Die Renditen auf Kapital-Lebensversicherungen sind seit 2002 auf Talfahrt. Die Versicherer legen große Teile der Beiträge in vermeintlich sicheren festverzinslichen Wertpapieren an. Zimmerer verwies darauf, dass die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen 2011 seit Jahresbeginn auf 1,8 von 2,9 Prozent gesunken sei. Mit Aktien lasse sich das auch nicht wettmachen.

„Es war zu erwarten, dass die Versicherer etwas auf Nummer sicher gehen“, sagte Versicherungsexperte Manfred Poweleit, Chefredakteur des Branchendienstes map-report. AXA und die zu dem französischen Konzern gehörende DBV Leben, zusammen die Nummer sechs der Branche, haben die Überschussbeteiligung für 2012 auf 3,8 von 4,0 Prozent gekürzt. Die Alte Leipziger senkte sie sogar um 0,25 Prozent.

Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes GDV, Jörg von Fürstenwerth, verteidigte die Entwicklung: „Die deklarierten Überschussbeteiligungen sind im aktuellen Finanzmarktumfeld hervorragende Werte. In einer von Unsicherheit und hohen Verlusten an den Börsen geprägten Zeit ist die Lebensversicherung mehr denn je ein sehr attraktives Vorsorgeprodukt.“

  • 07.12.2011, 17:28 Uhrpoolliter

    Die Aufteilung einer Kapitallebensversicherung in eine RisikoLV und eine risikofreie und provisionsfreie Kapitalanlage bringt nahzu immer ein besseres Ergebnis für den Anleger.
    Aber die ungarischen Huren, und die hohen Gehälter und Bonusse müssen ja auch irgendwie bezahlt werden.

  • 07.12.2011, 18:26 Uhrrichtig

    genau. um mehr gehts nicht, die versicherungen (& vertreter) verdienen daran.
    jeder bankstparplan bietet mehr zinsen auf 30 jahre und man hat sicheres geld, sowie seine sachen selbst in der hand

  • 07.12.2011, 21:05 Uhrjosefhirsepp

    Aussteigen, ruhen lassen byw beitragsfrei stellen lassen...
    die Mehrheits-Aktionaere, die Aufsichtsraete und die Vorststand sollen TAXI TUK-TUK fahren und sich mit 25 Euro-Bordsteinschwalben veraidsen lassen!

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