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Versicherungen: Für große und kleine Missgeschicke

Diese Policen sind existenziell notwendig: jeder braucht einen privaten Haftpflicht-Schutz, Familien zusätzlich eine Risikoleben-Police. Bei beiden Verträgen drohen gefährliche Deckungslücken. Guter Schutz muss nicht teuer sein. Ein exklusiver Tarifvergleich zeigt ein Sparpotenzial von bis zu 80 Prozent.

Uups. Private Haftpflichtpolicen regulieren Schäden, die der Versicherte verursacht. Quelle: Martina Held
Uups. Private Haftpflichtpolicen regulieren Schäden, die der Versicherte verursacht. Quelle: Martina Held

DÜSSELDORF. Erstaunlich, was Versicherte alles anstellen! Beim Versuch, auf der Dachterrasse ein Zelt aufzubauen, ruinierte ein bayerischer Familienvater die Abdichtung unter dem Fußboden. Regen sickerte ins Gebäude, der Schaden betrug rund 7 700 Euro. Ein Kind im Vorschulalter verbeulte mit dem Roller die Türen des neuen 5er BMW vom Nachbarn. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich. Oder der Maurermeister, der an einem kalten Wintermorgen einen Kleintransporter in Brand setzte, weil er den Innenraum mit einem Heizlüfter anwärmen wollte. Die Rechnung für dieses Missgeschick betrug rund 6 700 Euro.

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Pleiten, Pech und Pannen reguliert eine optimal justierte private Haftpflichtpolice. "Jeder braucht so eine Absicherung", sagt Jürgen Karpf, Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungsberater. Die private Haftpflicht schützt den Versicherten vor Ansprüchen Dritter. Besonders hoch fallen die Forderungen bei Personenschäden aus, etwa wenn der Versicherte versehentlich jemanden schwer verletzt. "Bei Invalidität geht es schon mal um einen Streitwert im sechsstelligen Bereich", sagt Karpf. Wer keine Police besitzt oder nicht alle Risiken versichert hat, riskiert den finanziellen Ruin. Jeder dritte Deutsche verzichtet trotzdem auf diesen Schutz.

Dabei sind die Beiträge besonders günstig. Im Handelsblatt-Vergleich zahlt eine Familie im Jahr rund 80 Euro, ein Single gut 40 Euro pro Jahr. "Versicherte sollten bei dem wichtigen Schutz weniger auf die Höhe der Prämie und mehr auf die Qualität der Bedingungen achten", sagt Martin Zsohar, Leiter Produktentwicklung beim unabhängigen Analysehaus Morgen und Morgen.

Deckungslücken vermeiden

Die Deckungssumme bei Personen und Sachschäden sollte mindestens fünf Millionen Euro betragen. Bei alten Policen liegt die Summe häufig weit unter diesem Wert. Vermögensschäden sollten mit mindestens 50 000 Euro versichert werden. Eine Ausfalldeckung wahrt die Ansprüche des Versicherten bei Schäden, die ein Dritter verursacht hat der keine Haftpflichtpolice besitzt.

Neben den Standards gibt es Dutzende individuelle Risiken, die Interessenten abdecken sollten. Bekleidet der Versicherte ein Ehrenamt, steht ein langer Aufenthalt im Ausland oder ein Betriebspraktikum an, oder eine Tätigkeit als Tagesmutter? "Auch besondere Hobbies wie Surfen, Segeln oder Reiten sind nicht in allen Tarifen gedeckt", sagt Zsohar. Manche Tierhalter müssen einen Extra-Vertrag abschließen.

Im Handelsblatt-Vergleich sichert die Familie einen Öltank ab. Bei einem Unfall kann die Beseitigung ökologischer Schäden schnell Tausende Euro kosten. Auch die Kinder sind geschützt. Schäden in Höhe von mindestens 10 000 Euro sind bei einem Alter bis zu sieben Jahren gedeckt. Auch wenn der Geschädigte nicht immer Anspruch auf Erstattung hat, erspart ein solcher Zusatz doch einigen Ärger. Beispielsweise wenn die Kinder etwas in der Nachbarschaft anstellen.

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