
DüsseldorfSeine Freunde lassen im Internetnetzwerk Facebook nichts auf ihn kommen. Das war auch am Wochenende des 24. und 25. November so. Mehmet Göker veröffentlicht auf seiner Facebook-Seite einen Beitrag, in dem er mit starken Worten gegen einen Staatsanwalt in Kassel wettert. Der Text war allerdings nur einige Tage zu lesen, dann verschwand er wieder von seiner Facebook-Seite - mit der Folge, dass obiger Link ins Nichts führt.
Die Reaktion seiner Facebook-Fans bis Montag morgen war jedoch überwältigend: 98 Kommentare, fast alle positiv, sowie 369 "Gefällt mir" von Facebook-Nutzern. Inhaltlich weist er darauf hin, dass er bereits rund 25 Millionen Euro Steuern gezahlt habe - sowie diverse Strafen und Nachzahlungen in Millionenhöhe.
Göker muss nun allerdings damit rechnen, dass die Staatsanwaltschaft Kassel noch entschiedener als bislang gegen ihn vorgeht. So berichtete die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) von Überlegungen in der Staatsanwaltschaft, ob man wegen der neuen Beleidigungen auf Facebook rechtliche Schritte gegen Mehmet Göker einleitet.
Allerdings scheine ein weiteres Verfahren deswegen angesichts der anderen Vorwürfe gegen ihn eher eine Nebensache zu sein, heißt es in dem Bericht weiter. Man wolle Göker verhaften, um ihn vor allem wegen des Verdachts der Beiseiteschaffung von Geschäftsunterlagen und einer möglichen Insolvenzverschleppung zu belangen. Sollte er deutschen Boden betreten, käme er wohl in Untersuchungshaft.
Der Finanzvertrieb MEG und dessen Ex-Chef Mehmet Göker gelten als Paradebeispiel dafür, wie Finanzunternehmen über Provisionen Anreize für Verkäufer setzen. Im Insolvenzbericht der MEG heißt es: „Anfang des Jahres 2009 hatten vier Versicherungsgesellschaften Provisionsvorschüsse gezahlt, die im Jahr 2009 und teilweise auch noch in 2010 abgearbeitet werden sollten.“ Insgesamt waren das 19,5 Millionen Euro. „Etwa zur Jahresmitte valutierten diese Vorschüsse noch in Höhe von 11,28 Millionen Euro und waren im Übrigen tatsächlich durch entstandene Provisionsansprüche abgearbeitet. Es wurden dann weitere Vorschüsse gezahlt unter teilweiser Verrechnung der noch nicht abgearbeiteten Vorschüsse.“
Insgesamt ergaben sich aus Vorschüssen 15,7 Millionen Euro an Forderungen der Versicherer an MEG. Diese Forderungen der Versicherungsgesellschaften erhöhten sich jedoch noch erheblich, weil viele der bereits verrechneten Provisionsansprüche der MEG storniert werden mussten. Überschlägig ist jedoch davon auszugehen, dass weitere ca. 15 Millionen Euro aus Stornierungen von den Versicherungsgesellschaften geltend gemacht werden können. Ingesamt schätzt der Insolvenzverwalter die Forderungen der Versicherer aus gezahlten Vorschüssen (ohne Axa) auf 21 Millionen Euro.
Die Allianz ist der drittgrößte private Krankenversicherer.
Für 2009 gezahlter Provisionsvorschuss: 2 Millionen Euro
Forderung aus nicht abgearbeiteten Vorschüssen: 1,7 Millionen Euro
Die Tochter des französischen Versicherers ist der viertgrößte private Krankenversicherer
Für 2009 gezahlter Provisionsvorschuss: 10 Millionen Euro
Forderung aus nicht abgearbeiteten Vorschüssen: 7 Millionen Euro
AXA ist in einer Stundungsvereinbarung vom 28.09.2009 mit allen ihren zum damaligen Zeitpunkt bestehenden Forderungen zur Vermeidung einer Überschuldung der MEG hinter alle anderen Forderungen von Gläubigern im Rang zurückgetreten ist. Ihre Forderung: 11 Millionen Euro.
Der fünftgrößte deutsche Krankenversicherer ist eine Tochter der Generali Deutschland. Die Gesellschaft arbeitet bevorzugt mit dem größten deutschen Finanzvertrieb zusammen, der DVAG.
Für 2009 gezahlter Provisionsvorschuss: 8 Millionen Euro
Forderung aus nicht abgearbeiteten Vorschüssen: 4 Millionen Euro
Consal arbeitete mit MEG. Die Gesellschaft gehört zu den Sparkassenversicherern. Die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und die Union Krankenkasse AG sind Teil der Versicherungskammer Bayern und bilden zusammen den siebtgrößten privaten Krankenversicherer. Sie sind unter dem Dach der Consal Beteiligungsgesellschaft AG vereint.
Für 2009 gezahlter Provisionsvorschuss: 3,5 Millionen Euro
Forderung aus nicht abgearbeiteten Vorschüssen: 1,5 Millionen Euro
Inter ist die Nummer 16 im Markt der privaten Krankenversicherer.
Für 2009 gezahlter Provisionsvorschuss: 1,5 Millionen Euro
Forderung aus nicht abgearbeiteten Vorschüssen: 1,5 Millionen Euro
Der zehngrößte Krankenversicherer gehört zum Konzern Alte Leipziger und wird immer wieder genannt. Der Filmemacher Klaus Stern etwa hatte eine Liste mit 120 Gesprächspartnern, die er nach und nach abarbeitete. Nur die Versicherungskonzerne wie Axa oder Hallesche wollten sich nicht äußern. „Die waren zu keinem Interview vor der Kamera bereit“, sagte er HNA Online zufolge. Die 5. Zivilkammer des Kasseler Landgerichts urteilte im September 2011, dass das Ex-MEG-Vorstandsmitglied Patrick Drönner nichts von zuvor kassierten Provisionen zurückzahlen muss. Die Hallesche Versicherung will laut HNA Online von dem ehemaligen MEG-Vorstand insgesamt 1,5 Millionen Euro an gezahlten Bonifikationen und Provisionvorschüssen zurückhaben.
Die Vertriebsgesellschaft Aragon AG hat nach Übernahme der Aktien der MEG dieser ein Darlehen ausgereicht in Höhe von 6,5 Millionen Euro und sich zur Besicherung dieses Darlehens den Datenbestand der MEG abtreten lassen.
FDP-Chef Guido Westerwelle traf kurz vor der Bundestagswahl am 18. August 2009 Göker zu einem Abendessen in Kassel. Wie der „Stern“ berichtete, erhoffte sich Westerwelle eine Parteispende von Mehmet Göker, der damals noch den Kasseler Versicherungsvertrieb MEG führte. "Die MEG hatte im Wahlkampf eine Spende für die FDP angekündigt", räumte ein FDP-Sprecher ein.
Göker war Hauptsponsor des Boxers. 2006 bis 2009 wurde Arthur Abraham zum „Boxer des Jahres“ durch das Magazin „Boxsport“ gewählt. Markant an Abraham war sein Einmarsch zum Ring: Er kam mit einer Schlumpfmütze zum Ring, dabei wurde das „Lied der Schlümpfe” in einer auf ihn getexteten Version eingespielt.
Eines Tages ist der Fußballweltmeister Günter Netzer zu Gast in der Firmenzentrale in Waldau, berichtet HNA Online in einem Bericht über den Göker-Film. Göker habe es versäumt, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Später habe er in die Vorstandsrunde hinaus gerufen: „Jetzt habe ich ein Foto vergessen, verdammte Hacke!“
In der Kasseler Stadthalle sorgte der Opern-Tenor für große Gefühle: Dort sang der britische Tenor Paul Potts vor mehreren hundert Mitarbeitern des Versicherungsanbieters MEG.
MEG sicherte sich die Namensrechte an den Göttinger Basketballern bis zum Abschluss der Saison 2010/11, berichtete das Göttinger Tageblatt im Mai 2009. Über die Höhe der jährlich fließenden Sponsoringgelder für Spitzenmannschaft der Basketball-Bundesliga wollten beide Vertragsparteien keine genauen Angaben machen, MEG-Vorstandsreferentin Sylvia Könneker sprach von einer "hohen sechsstelligen Summe für die gesamte Vertragslaufzeit". Göker: „Der Basketball unterstützt unser Unternehmen, bundesweit bekannt zu werden."
Der Kasseler Ferrari-Händler Helmut Eberlein stellt laut HNA Online fest: Der MEG-Vorstand war vorwiegend mit Ferraris unterwegs. Die von der MEG geleasten Ferraris seien aber alle noch da. Die MEG hatte einen Fuhrpark mit 125 Fahrzeugen. Der 490 PS starke Ferrari F 430 Spider F1 im Farbton „blu mirabeau“ von Göker selbst stellte Eberlein in seinem Autohaus wieder zum Verkauf.
Göker kennt das Risiko, weshalb er sich seit einigen Jahren bevorzugt in der Türkei aufhält - getreu seinem Motto, das seine Freunde gern verbreiten: "Wenn jemand meint, dass etwas nicht geht....dann heißt das nur, dass es für IHN nicht geht!" Für den Starverkäufer von privaten Krankenversicherungen, der durch den preisgekrönten Dokumentarfilm „Versicherungsvertreter“ bundesweit bekannt wurde, geht nach wie vor sehr viel.
Zwar ist sein Finanzvertrieb, die MEG AG aus Kassel, pleite gegangen. Göker hatte sich mit dem Verkauf von privaten Krankenversicherungen verhoben und 21 Millionen Euro private Schulden angehäuft, wie es in dem Film heißt. Zudem verfolgen ihn die Behörden aus Kassel seit Jahren und haben bereits etliche Prozesse gegen ihn angestrengt.
Doch bisher hat ihm all das nicht nachhaltig geschadet und auch seine geschäftlichen Aktivitäten nicht wesentlich behindert. „Mehmet E. Göker ist wieder da. Er residiert an der türkischen Ägäis mit über 50 Mitstreitern. Die neue Firma aber sei nicht seine, beteuert er. Die „Göker Consulting Group“ gehöre seiner Mutter, er selbst sei dort nur Angestellter…“, heißt es in der aktuellen Vermarktungskampagne für die DVD zum Film. Die Zahl seiner Anhänger scheint sogar eher noch größer zu werden, wie etwa Einträge auf verschiedenen Facebook-Seiten belegen.
Seine zahlreichen Fans hält Göker bevorzugt über markige Beiträge auf Facebook bei Laune. Auf diesem Weg findet er auch neue, hungrige Verkäufer, mit denen er zumindest zeitweise gute Geschäfte machen kann. Diesen Eindruck haben jedenfalls Branchenkenner, die seine Aktivitäten im Vertrieb von privaten Krankenversicherungen aus der Ferne beobachten.
Seine Äußerungen auf Facebook zeugen inzwischen von immer größerer Professionalität im Umgang mit diesem Netzwerk. So unterscheidet er, wem er welche Information zukommen lässt. Für Aufsehen sorgte jüngst beispielsweise ein Eintrag, der nur für seine Facebook-„Freunde“ und das auch nur für kurze Zeit sichtbar war. Das reichte jedoch dennoch, um die Information in Branchenkreisen schnell zu verbreiten.

Man könnte fast annehmen, das Handelsblatt und/oder die Journalisten Hagen/Schmidt haben eine besondere Beziehung zu Herrn Göker so oft wird in deser Zeitung über diesen Herrn und seine Vergangenheit bzw. Gegenwart redundant berichtet. Entweder haben einige Personen beim Handelsblatt, oder/und die Journalisten Geld durch Herrn Göker verloren oder den - sich immer wiederholenden - Journalisten geht immer einer ab wenn sie über Göker schreiben dürfen. Bitte geben Sie doch mal neue Informationen, die nicht schon in vorherigen Artikeln über Herrn Göker ausführlich dargestellt haben. Diese Räuberpistole ist abgelutscht. Finden Sie mal heraus, welche Versicherung noch Geschäfte "indirekt" mit der "neuen Göker Group" macht. Das ist m.E. informativer Journalismus und nicht die Redundanzen der letzten Artikel.

@Versicherungsmaklerbureau
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Beitrag 28.11.2012, 09:06 Uhr
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@Dr.Porky
"Jemand der vorgibt, €uro 150.000 zugunsten seiner PKV gezahlt zu haben, dabei nicht nennt ob als Angestellter über JAEG oder Selbständiger, m u s s bezogen auf diese €uro 150.000 bereits 65 Lebensjahre oder älter sein u n d mit spätestens 30 Lebensjahren in die PKV eingetreten sein."
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FALSCH!
Sie lassen still und heimlich die Beamten unter den Tisch fallen! (Auch das sind Privatversicherte (mehrheitlich!). Es fehlt Ihnen das Fach-Wissen, dazu die Logik!
Ihr Rechenversuch gescheitert! Setzen SECHS!
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"Schön, wenn Sie »thinkonall« unter Verzicht auf seiner Alterungsrückstellungen einen Versichererwechsel empfehlen."
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Schön? im Auge des Betrachters! Es ist effektiv!
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"Und wenn Sie haftungstechnisch nicht für diesen Rat belangt werden."
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Erklären Sie mal ausführlich was Sie als Nichtsblicker unter "haftungstechnisch" verstehen und stellen einen klaren und realen Bezug zum Sachverhalt her!
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"Stattdessen sollten Sie »thinkonall« lieber an sachkundige u n d zugelassene Experten auf diesem Gebiet verweisen "
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hhh an solche WIE SIE WOMÖGLICH als Maklergnom! übrigens haben Sie kein Recht auf Rechtsberatung für Privatkunden! (Rechtsberatungsgesetz)!
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Tatsache ist, dass die Alterungsrückstellung bei der Central wie bei der ALLIANZ (was die Verträge aus dem EX_VEREINTEN-Pool betrifft) unrelevant sind. Sie als Komiker sollten das wissen, denn zum einen wurden nur geringe R. gebildet und zum Anderen sind diese in effekt. Summe lächerlich gering!
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Übrigens: Einen Qualifizierungsnachweis sind Sie uns ja schon länger schuldig (Studium haben Sie keins – Ahnung auch nicht) billiger Schwätzer!

@Versicherungsmaklerbureau - Ihr Beitrag ist mehr als lächerlich!
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Ihre Behauptung:
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"Nochmals zum Vorlesen für Sie: €uro 1 . 2 0 0 . 0 0 0 . 0 0 0"
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Entstammt wohl dem französichen Märchenbuch!?
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Tatsache ist "Versicherungsmaklerbureau", dass Sie "keine Ahnung" von den "medizinischen Kosten" haben und auch "keine Kunden haben die auch nur annähernd in Sachen Kosten in die von Ihnen genannten völlig überzogenen Kostenregionen schmecken würden..." Hören Sie auf zu lügen!
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Ihre Weltuntergangsszenarien, plazieren Sie besser dort, wo man für solche Botschaften (Verschwörungstheorien) Aufgeschlossenheit zeigt... Z.B. bei Scientology oder den Zeugen Jehovas...
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Merke!
Nur ein Narr glaubt ungeprüft was bunte Vögel von französischen Dächern zwittschern!
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ps: Was ein "Beweis" ist, scheinen Sie auch noch nicht begriffen zu haben!






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