
Wer ist Mehmet Göker?
Ein Mann, der es in jungen Jahren schaffte, einen riesigen Versicherungsvertrieb aufzubauen. Sein Unternehmen MEG wurde 2009 insolvent, doch Göker überstand die Pleite. Er ist wieder da und schart seine Anhänger um sich. Ganz nach seinem Motto, das er in Facebook verbreitet: "Ob privat oder beruflich: Die Tugenden, die mich mein Leben lang begleiten, sind Mut - Zielstrebigkeit - Ordnung - Fleiß - Disziplin - Risikobereitschaft. Und ich höre immer auf mein Herz - denn das hat mich noch nie im Stich gelassen!"

Seine Kindheit
Mehmet Göker sieht sich als Kämpfer. Auf Facebook erzählte er eine Anekdote aus seiner Kindheit. Die Hauptrolle spielt dabei die Comicfigur Donald Duck.
"Als ich mit fünf eingeschult wurde, konnte ich schlecht lesen und jedes Kind bekam von unserer Lehrerin ein kleines Taschenbuch für die Sommerferien zum Lesen. Nur ich nicht. Sie sagte, da ich sowieso der Schlechteste bin, macht es bei mir keinen Sinn (werde ich nie vergessen - kein Witz)! Meine Mutter kaufte mir einen Donald-Duck-Wälzer, und ich las es zwei Mal in den Ferien durch. Und gewann in der 5. Klasse den Lesewettbewerb meiner Klasse und den meiner Schule! Diese Kraft in mir, der unerbittliche Ehrgeiz seit Kind an, immer der Jüngste gewesen zu sein, immer sich alles erkämpfen zu müssen - dieser Ehrgeiz hat sich immer mehr entwickelt.
Schon als kleines Kind habe ich gelernt: Wenn mir jemand sagt "Das geht nicht", dann will ich erst recht, dass es geht !"

Seine Firma
Die MEG AG ist untergegangen. Sie hat von 2003 bis 2009 sechs Jahre lang den Markt für private Krankenversicherungen aufgemischt. Immer mehr Vermittler verkauften Krankenversicherungen unter dem Dach, das Göker in Kassel lieferte. Die MEG war 2009 der zweitgrößte Versicherungsmakler für private Krankenversicherungen in Deutschland. Bis zu 8000 Euro Provision verdiente die MEG AG für die Vermittlung eines Vertrags. Heute steht dieses Schild in der Türkei - der neuen Operationsbasis von Göker.
Im Film wird er von Klaus Stern gefragt, wie seine neue Firma heißt. Seine Antwort: "Ich weiß nicht, was Sie meinen, wie das Projekt heißt. Das Projekt heißt Arbeit. Wie soll das
denn heißen?"
Göker Consulting?
"Nein, nein, das hat ja nichts mit mir zu tun. Es heißt Göker Consulting, ja, und es die Firma
meiner Mutter, bei der ich Angestellter bin, und fertig."
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien

Seine Oase
Malerisch wirkt sein neues Domizil in der Türkei. Im Internet heißt es, dass er mehrere Häuser zur Verfügung hat. Mit Sonne, Wasser und Spaß lockt er Vermittler oder jene, die es werden wollen, zu sich in die Türkei. Um ihnen dort zu erklären, wie Verkaufen richtig geht. Göker sagt: "Wenn Du das tust, was Du willst, wirst Du am Ende immer glücklich sein - Lass andere nicht Dein Leben entscheiden !"
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien

Sein Pool
Mehmet Göker ist gerade ins Wasser gesprungen. Der Filmemacher Klaus Stern hat die Szene in der Türkei gefilmt. Göker machte bereitwillig mit und zeigt, wie gut ihm sein neues Leben in der Sonne gefällt.
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien

Seine Marke
Natürlich darf das Logo seiner Firma nicht fehlen im Pool. Es ist gut sichtbar auf dem Boden zu sehen. Zwar hat er die MEG AG für einen Euro verkauft, er selbst leitet offiziell auch nicht die neue Firma in der Türkei. Doch die Zeichen im Pool belegen: MEG lebt. Die drei Buchstaben MEG sind übrigens von seinem Namen hergeleitet: Mehmet Ercan Göker. Für eine Werbekampagne wollte er dies ändern in "Menschlich, Ehrlich, Gut".
In Facebook schreibt er im Oktober 2012: "MEG ist keine Option. MEG ist eine Lebenseinstellung. MEG ist eine Philosophie. MEG ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und durch unseren Beruf zueinander gefunden haben. Durch diese Gemeinsamkeiten entstehen tiefe Freundschaften..."
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien

Seine Burg
In Deutschland verfolgen ihn die Behörden, in der Türkei fühlt sich Göker sicher. Von außen wirkt sein Domizil wie eine Burg, in die nicht jeder hineingelangt. Links oben: Das alte MEG-Schild aus Kassel. Göker: "Hier stehen uns einige Häuser zur Verfügung. Hier können theoretisch 70 Menschen miteinander leben."
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien

Sein Verein
Mehmet, wie ihn seine Freunde und alten Bekannten nennen, ist leidenschaftlicher Fußballfan und zeigt sich besonders gern als Anhänger des FC Bayern München. Eines seiner Interviews in der Türkei führte er 2011 in diesem Outfit. Ein deutlicher Kontrast zu seinen Auftritten in Kassel. Über seine eigenen fußballerischen Fähigkeiten sagt er: "Ich war nie der beste Fußballer, aber ich habe mich in meiner Mannschaft immer durchgesetzt. Ich habe gekämpft um meinen Platz bis zum Umfallen."
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien
Sein Erfolg
Als Mehmet Göker noch Chef von MEG war und in Deutschland private Krankenversicherungen verkaufte wie andere warme Semmeln, da ließ er sich im feinen Zwirn feiern. Er war der Star unten den Versicherungsverkäufern in Deutschland. Hunderte Finanzberater und viele Versicherungsmanager jubelten ihm zu. Seine Ziele für 2009 waren: 1700 Mitarbeiter und 110 Millionen Euro Umsatz. Grandios, wenn man bedenkt, dass er sechs Jahre vorher mit so gut wie nichts gestartet war.
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien
Seine Leute
Göker ist ein großer Motivator. Das zeigt der Film "Versicherungsvertreter", das sagen aber auch viele, die mit ihm direkt zu tun haben. Eine seiner Ansagen an seine Leute: "Millionär wird man, indem man etwas tut, was einem Spaß macht - aus Leidenschaft und dann mit 100 Prozent Hingabe dieser Leidenschaft mindestens 60 Stunden die Woche nachgeht."
Fotoquelle: Sternfilm / Turbine Medien
Wer ist Mehmet Göker?
Ein Mann, der es in jungen Jahren schaffte, einen riesigen Versicherungsvertrieb aufzubauen. Sein Unternehmen MEG wurde 2009 insolvent, doch Göker überstand die Pleite. Er ist wieder da und schart seine Anhänger um sich. Ganz nach seinem Motto, das er in Facebook verbreitet: "Ob privat oder beruflich: Die Tugenden, die mich mein Leben lang begleiten, sind Mut - Zielstrebigkeit - Ordnung - Fleiß - Disziplin - Risikobereitschaft. Und ich höre immer auf mein Herz - denn das hat mich noch nie im Stich gelassen!"
DüsseldorfDie folgende Szene kennen viele aus dem Film „Versicherungsvertreter“. Die preisgekrönte Dokumentation hat Mehmet Göker genauso berühmt wie berüchtigt gemacht. Diese Szene spielt nicht in Kassel, wo Göker mit seiner Vertriebsmaschine MEG mit Pauken und Trompeten scheiterte. Sie spielt in der Türkei, wo sich Göker dem Zugriff deutscher Behörden entzogen hat.
„Mehmet Göker kommt in sein Büro und schaut in die Runde. Der Gang zu seinem Reich führt vom Empfang über eine Treppe. Der Raum liegt am Ende einer Galerie. An den Wänden hängen Bilder, die Göker mit schnellen Autos oder Promis wie Günther Netzer oder Guido Westerwelle zeigen. Vor seinem Schreibtisch steht eine Couch. Darauf sitzen einige Verkäufer.
Wer keinen Platz mehr abgekriegt hat, muss dahinter stehen. Dreimal am Tag gab es Besprechungen. Die Vertriebler müssen sagen, wie viele Policen sie am Tag verkaufen werden. Sind die Ziele zu niedrig angesetzt, oder verfehlen sie ihre Planung, droht Ärger.
Göker mustert seine Kollegen. Dann macht er einen von ihnen zur Sau. Der Vorwurf: Er habe nicht genügend verkauft. Dabei sei der Vertrieb von privaten Krankenversicherungen doch ein Kinderspiel. Zum Beweis ruft er einen vorher ausgewählten, potenziellen Kunden an.
In deutlichen Worten und lautstark nötigt er ihn, eine Police abzuschließen. Mit Erfolg. Die Mitarbeiter haben den Sinn des im rüden Ton vorgetragenen Lehrstücks verstanden. Sie trollen sich mit beschämten Gesichtern.“
So mag es gewesen sein, im türkischen Kusadasi. Die Szene schildert zumindest ein Informant aus der Vertriebsbranche. Er gibt an, Gökers Unternehmen in Kusadasi besucht zu haben. Dorthin hat Mehmet Göker seinen Lebensmittelpunkt verlegt, nachdem er in Kassel mit seiner Vertriebsfirma MEG gescheitert war.

3. Dass man etws investieren muss, um als Unternehmer Geld zu verdienen ist für jeden der ein solcher sein will, nur logisch. Dann wäre es ethisch auch verwerflich, dass Mc Donalds 1 Mio Franchise Gebühr verlangt, nur dass man eine Filiale eröffnen darf. Außerdem zahlt man für die Nutzung der Produkte und nicht für das Geschäft. Will ich nur das Geschäft betreiben und nicht die Produkte nutzen, könnte ich mich auch nur für einmalig 30 $ registrieren lassen.
4. Dass Herr Göker Talk Fusion macht, dafür kann Talk Fusion nichts. Er hat sich als Geschäftspartner registriert und hat dazu das Recht wie jeder andere. Verstösst er mit seiner Vertriebsstrategie gegen die Statuten, wird ihm gekündigt, wie bereits anderen, die sich nicht an die Ethikstandards gehalten hatten.

Da muss ich mal ganz klar ein paar verdrehte Fakten hier klar stellen:
1. Bei Talk Fusion handelt es sich um ein Unternehmen welches Produkte vertreibt im Direktvetrieb, wies Tupperware oder Avon seit vielen Jahren nicht anders tun.
2. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Produkte der Videokommunikation und des Videomarketing, die bereits Auszeichnungen haben und das Unternehmen wurde ethisch zertifiziert.

Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Gauner immer noch frei herumläuft. Dank Typen wie Göker, Maschmeyer und anderer Strukkis "genießt" unsere Branche einen misserablen Ruf. Ich für meinen Teil, möchte mit solchen "Beratern" nicht in einen Topf geschmissen werden und nichts zu tun haben. Berichte wie dieser sind für sogenannte "Verbraucherschützer" natürlich ein gefundenes Fressen, um wieder pauschal über das Thema Provisionen herziehen zu können. Ich kann es nicht mehr hören, denn ein seriöser Versicherungsmakler hat mit solchen Geschäftsmodellen nichts zu tun.






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