Fragt man diese Unternehmen, wissen sie jedoch von nichts – oder man bekommt keine Antwort. Und das Skurrile daran ist: Die Dementis der Versicherer sind womöglich gar nicht zu beanstanden, eben weil Göker nicht mehr direkt – so wie zu Kasseler Zeiten -, sondern indirekt über Mittelsmänner seine Geschäfte machte.
Wie funktioniert Gökers neue Vertriebsmasche? Nach Schilderungen der Handelsblatt-Online-Quellen rufen in der Türkei Mitarbeiter von Call-Centern potentielle Kunden in Deutschland an und bieten ihnen einen kostenlosen Vergleich von privaten Krankenversicherungen an. Die Adressen für die Call-Center sollen nach den Schilderungen unter anderem aus dem Datenbestand von MEG stammen.
Dieses Vorgehen wäre in der Tat heikel – und ist daher auch schon Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwälte.
Die Staatsanwaltschaft in Kassel ermittelt gegen den Versicherungsverkäufer Mehmet Göker und einen seiner Gefolgsleute. Es geht um den Zeitraum Zeitraum September 2009 bis Juni 2011. Was Göker zur Last gelegt, erläuterte auf Anfrage von Handelsblatt Online Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kassel.
Bereits vor dem Ausscheiden als Vorstandsvorsitzender der MEG AG sei gemeinschaftlich der Entschluss gefasst worden, sich bei der MEG AG gespeicherte Datensätze zu beschaffen, erklärt die Staatsanwaltschaft.
Es ging dabei um Daten von Kunden bzw. potentiellen Kunden, die Interesse an einem Abschluss bzw. Wechsel einer privater Krankenversicherung gezeigt hatten, so die Ermittler. Das Ziel: Diese Datensätze sollten später an Dritte veräußert oder zur Vermittlung privater Krankenversicherungen genutzt werden.
Insgesamt sollen sich die Angeschuldigten ca. 495.000 Datensätze verschafft haben.
Später sollen die Datensätze auch tatsächlich verwendet worden sein, um private Krankenversicherungen zu vermitteln.
Die Angeschuldigten sollen unter verschiedenen Firmenbezeichnungen aus der Türkei heraus, auch unter Einschaltung eines Strohmannes, gehandelt haben.
Mittels der Datensätze sollen sie Umsätze in Höhe von ca. 1,9 Millionen Euro erzielt haben.
Weitere Umsätze in Höhe von ca. 1,1 Millionen Euro sollen die Angeschuldigten durch die Veräußerung der Datensätze an Dritte erhalten haben.
Die Polizei durchsuchte Versicherungsbüros in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hamburg und Thüringen. Darunter sollen nach HNA-Informationen auch Niederlassungen von Versicherungskonzernen sein. Beteiligt an der Aktion waren demzufolge 34 Beamte.
Der gewerbsmäßige Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen wird mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft. Die Staatsanwaltschaft wirft Mehmet Göker schon lange vor, dass er MEG-Geschäftsdaten beiseitegeschafft habe. Dabei soll ihm sein Vertrauter Vincent Ho geholfen haben, der deswegen in Untersuchungshaft sitzt.
Wenn die Staatsanwaltschaft alle ihre Vorwürfe nachweisen kann, droht Göker ein Gerichtsverfahren und möglicherweise Gefängnis. Eine Anklageschrift im Umfang von 419 Seiten haben die Staatsanwälte schon verfasst. Ob ein Verfahren eröffnet wird, entscheiden nun die Richter in Kassel.

3. Dass man etws investieren muss, um als Unternehmer Geld zu verdienen ist für jeden der ein solcher sein will, nur logisch. Dann wäre es ethisch auch verwerflich, dass Mc Donalds 1 Mio Franchise Gebühr verlangt, nur dass man eine Filiale eröffnen darf. Außerdem zahlt man für die Nutzung der Produkte und nicht für das Geschäft. Will ich nur das Geschäft betreiben und nicht die Produkte nutzen, könnte ich mich auch nur für einmalig 30 $ registrieren lassen.
4. Dass Herr Göker Talk Fusion macht, dafür kann Talk Fusion nichts. Er hat sich als Geschäftspartner registriert und hat dazu das Recht wie jeder andere. Verstösst er mit seiner Vertriebsstrategie gegen die Statuten, wird ihm gekündigt, wie bereits anderen, die sich nicht an die Ethikstandards gehalten hatten.

Da muss ich mal ganz klar ein paar verdrehte Fakten hier klar stellen:
1. Bei Talk Fusion handelt es sich um ein Unternehmen welches Produkte vertreibt im Direktvetrieb, wies Tupperware oder Avon seit vielen Jahren nicht anders tun.
2. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Produkte der Videokommunikation und des Videomarketing, die bereits Auszeichnungen haben und das Unternehmen wurde ethisch zertifiziert.

Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Gauner immer noch frei herumläuft. Dank Typen wie Göker, Maschmeyer und anderer Strukkis "genießt" unsere Branche einen misserablen Ruf. Ich für meinen Teil, möchte mit solchen "Beratern" nicht in einen Topf geschmissen werden und nichts zu tun haben. Berichte wie dieser sind für sogenannte "Verbraucherschützer" natürlich ein gefundenes Fressen, um wieder pauschal über das Thema Provisionen herziehen zu können. Ich kann es nicht mehr hören, denn ein seriöser Versicherungsmakler hat mit solchen Geschäftsmodellen nichts zu tun.






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