
Mehmet Göker selbst bestreitet die Vorwürfe. Persönlich äußerte er sich mehrmals gegenüber Journalisten, auch sein Anwalt kommentierte die Anklageschrift. „Ich habe niemals alte MEG-Daten an Dritte weitergegeben“, sagt Göker. Das sei der Staatsanwaltschaft seit Monaten bekannt.
Er mache „natürlich“ mit Daten potenzieller Versicherungskunden Geschäfte, sagt Göker. Als Angestellter in der Firma seiner Mutter. Damit habe er in den vergangenen drei Jahren zwischen 1,4 und 1,6 Millionen Euro Umsatz gemacht. Als Grundlage nutze er aber ausschließlich neue Datensätze, nicht alte der MEG.
Diese Aussagen bestätigte Gökers Anwalt Michael Nagel gegenüber Handelsblatt Online. Nagel selbst will sich im Moment nicht weiter äußern. Er bestätigte nur eine frühere Aussage: „Unser Mandat hat nichts gestohlen, und die Anklageschrift hat unserer Rechtsauffassung nach keine Substanz.“
Der Versicherungsverkäufer Mehmet Göker hat die Vorwürfe der Kasseler Staatsanwälte mit deutlichen Worten abgestritten. Was er gegenüber Fernsehjournalisten der Hessenschau Anfang Mai am Telefon sagte.
„Ich kann Ihnen sagen, dass ich niemals mich selbst beklaut habe, um später daran zu profitieren. Das stimmt nicht.“
"Und Sie haben auch nicht zu einem Zeitpunkt, wo Ihnen die Daten nicht mehr gehört haben, diese Daten kopiert?"
„Selbstverständlich niemals zu keinem Zeitpunkt. Die Staatsanwaltschaft wird das dann ja beweisen müssen. Und sie werden es nicht beweisen können, weil es nicht den Tatsachen entspricht.“
„Unser Mandat hat nichts gestohlen, und die Anklageschrift hat unserer Rechtsauffassung nach keine Substanz.“
Über Göker: „Fraglich ist, ob jemals gegen ihn verhandelt werden kann. In Deutschland hat er Millionen Schulden hinterlassen. In der Türkei macht er munter weiter. Wieder mit im Boot: Namhafte deutsche Versicherungen.“
Der Beitrag der Hessenschau und ein Text dazu sind im Internet abrufbar:
Details der Anklage sind noch nicht bekannt. Deshalb kann die neue Verkaufsmaschinerie von Göker bisher nur über Informationen aus der Branche selbst rekonstruiert werden.
So berichten die Handelsblatt-Online-Quellen, dass die Call-Center-Agenten zusätzliche Daten ermitteln. Ein Call-Center-Agent führt angeblich, unterstützt durch eine entsprechende Software, mehrere hundert Telefonate am Tag. Ziel sei es, eine große Anzahl von Datensätzen zu produzieren, die dann an die Verkäufer weitergegeben werden.
Die Software wählt dabei im Hintergrund solange Telefonnummern an, bis sich ein potentieller Kunde meldet. Nach Schilderungen des Informanten meldeten sich Call-Center-Agenten beim potenziellen Kunden im Namen einer fiktiven Firma. Der Verkäufer versucht den Kunden zu überzeugen, dass ein kostenloser Vergleichstest dafür sorgen kann, dass er in Zukunft weniger Beitrag für seine private Krankenversicherung zahlen muss oder dass sich seine Leistungen verbessern.

3. Dass man etws investieren muss, um als Unternehmer Geld zu verdienen ist für jeden der ein solcher sein will, nur logisch. Dann wäre es ethisch auch verwerflich, dass Mc Donalds 1 Mio Franchise Gebühr verlangt, nur dass man eine Filiale eröffnen darf. Außerdem zahlt man für die Nutzung der Produkte und nicht für das Geschäft. Will ich nur das Geschäft betreiben und nicht die Produkte nutzen, könnte ich mich auch nur für einmalig 30 $ registrieren lassen.
4. Dass Herr Göker Talk Fusion macht, dafür kann Talk Fusion nichts. Er hat sich als Geschäftspartner registriert und hat dazu das Recht wie jeder andere. Verstösst er mit seiner Vertriebsstrategie gegen die Statuten, wird ihm gekündigt, wie bereits anderen, die sich nicht an die Ethikstandards gehalten hatten.

Da muss ich mal ganz klar ein paar verdrehte Fakten hier klar stellen:
1. Bei Talk Fusion handelt es sich um ein Unternehmen welches Produkte vertreibt im Direktvetrieb, wies Tupperware oder Avon seit vielen Jahren nicht anders tun.
2. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Produkte der Videokommunikation und des Videomarketing, die bereits Auszeichnungen haben und das Unternehmen wurde ethisch zertifiziert.

Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Gauner immer noch frei herumläuft. Dank Typen wie Göker, Maschmeyer und anderer Strukkis "genießt" unsere Branche einen misserablen Ruf. Ich für meinen Teil, möchte mit solchen "Beratern" nicht in einen Topf geschmissen werden und nichts zu tun haben. Berichte wie dieser sind für sogenannte "Verbraucherschützer" natürlich ein gefundenes Fressen, um wieder pauschal über das Thema Provisionen herziehen zu können. Ich kann es nicht mehr hören, denn ein seriöser Versicherungsmakler hat mit solchen Geschäftsmodellen nichts zu tun.






29 Kommentare
Alle Kommentare lesen