
Seine Prominenten
Gelegentlich gaben sich bekannte Personen sogar in seinem Hause die Ehre. So war der legendäre Fußballprofi und Fußballkommentator Günter Netzer kurz zu Gast bei ihm, dabei entstand dieses Foto. Die Szene in der Firmenzentrale in Waldau ist gefilmt worden. Göker versäumte es dabei, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Später rief er in einer Vorstandsrunde: „Jetzt habe ich ein Foto vergessen, verdammte Hacke!“
Bildquelle: Sternfilm

Sein neues Leben
Seit einigen Jahren lebt, arbeitet und feiert Mehmet Göker in der Türkei. Von dort nutzt der charismatische Verkäufer vor allem das Internet-Netzwerk Facebook, um seine Kontakte zu pflegen und seine Fans bei Laune zu halten.
Auf seiner Hauptseite „Mehmet E. Göker“ hat er nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 5000 Freunde bestätigt.
Weitere Themenseiten auf Facebook informieren zudem über seine zahlreichen Aktivitäten von der Türkei aus.
Fotoquelle: Sternfilm

Sein altes Leben
Zwischen 2003 und 2009 hielt Mehmet Göker sechs Jahre lang die Region Kassel in Atem – bis seine Firma, die MEG AG insolvent wurde. Die Staatsanwaltschaft in Kassel ging bereits im Jahre 2007 gegen ihn vor. Sie hat bereits mehrmals versucht, Göker hinter Gitter zu bringen. Doch bislang ist dies nur bei einem Mitarbeiter des Powerverkäufers gelungen - was Göker sehr verärgert hat.
Im Bild: die Mauer der Haftanstalt Kassel I

Der Film
Bundesweit bekannt wurde Göker durch den preisgekrönten Film „Versicherungsvertreter“. Darin wird sein Aufstieg und Niedergang nachgezeichnet. Das Stück enthüllt die Verkaufskultur in der Versicherungswirtschaft und erhielt viel Lob von allen Seiten. Sogar Göker selbst sieht sich gut getroffen. Er nutzt den Film, um seine Anhänger an sich zu binden und neue Verkäufer zu finden.
Bildquelle: Sternfilm

Sein Personenkult
Dicke Zigarren, ein blauer Ferrari und schöne Frauen tauchen im Film und in seinem Leben immer wieder auf. Viele Filmszenen zeigen ihn in einem Ferrari, den er am Ende an ein Autohaus zurückgeben musste.
Seine Feste inszeniert er mit großem Pomp und lässt sich dabei feiern. Viele in der Versicherungsbranche wünschen sich heute, sie hätten nicht bei Göker mitgemacht.
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Seine Geschäftspartner
Gerne umgibt Göker sich mit Prominenten aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Das ist für seine Partner bisweilen riskant. So blamierte er durch sein Verhalten die gesamte Versicherungsbranche. Legendär ist ein Bild, das ihn mit begeisterten Versicherungsmanagern zeigt. Der wichtigste steht in der Mitte neben ihm: Gernot Schlösser von der Axa.
Die Personen auf der MEG Party in Melsungen 2007, von links nach rechts: Frank Kettnaker, Vertriebschef der Alten Leipziger / Hallesche; Oliver Kuhlmann, Vertriebschef der Gothaer; Mehmet E. Göker; Gernot Schlösser, AXA-Vorstandschef (m); Bernhard Lüneborg, Vertriebschef der Hallesche Krankenversicherung; Michael Phillips, Hallesche und Roland Zimmer, AXA Krankenversicherung
Foto: sternfilm/Ulf Schaumföffel.

Seine Mitarbeiter
Mehmet Göker ist ein großer Motivator. Er feuert seine Leute an und treibt sie zu Höchstleistungen im Verkauf von Versicherungen. Er lässt sich die Buchstaben „MEG“ in die Haut ritzen, viele ahmen es nach. Und gelegentlich kniet er auch auf der Bühne vor seinen Leuten, macht ihnen einen "Heiratsantrag" und schwört ihnen Treue.
Bildquelle: Sternfilm

Fußballikone Zinedine Zidane (hier bei einem seiner 108 Länderspiele)
2008 traf Göker mit Zinedine Zidane in Paris im Hyatt-Hotel zusammen. Auf Facebook zeigt Göker ein Bild, in dem er neben einem der besten Fußballer des vergangenen Jahrzehnts steht und freudig grinst.

Stürmer-Star Ronaldo
Der brasilianische Stürmer mit dem Künstlernamen Ronaldo war in seiner Karriere in den Niederlanden, Italien und Spanien aktiv. Er zählte dort jeweils zu den erfolgreichsten Torschützen. Er wurde mit der brasilianischen Nationalmannschaft 1994 und 2002 Fußball-Weltmeister und wurde mehrfach zum Weltfußballer sowie Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Bond-Darsteller Pierce Brosnan
Im März 2007 traf Göker in Shanghai „im Ritz mit "007" Pierce Brosnan“ zusammen. 24 Personen auf Facebook gefällt das verwackelte Bild mit dem Schauspieler, der vor einigen Jahren als Darsteller des Geheimagenten James Bond auf sich aufmerksam machte. Beide geben sich auf dem Foto die Hand - wie gute Freunde.
Seine Prominenten
Gelegentlich gaben sich bekannte Personen sogar in seinem Hause die Ehre. So war der legendäre Fußballprofi und Fußballkommentator Günter Netzer kurz zu Gast bei ihm, dabei entstand dieses Foto. Die Szene in der Firmenzentrale in Waldau ist gefilmt worden. Göker versäumte es dabei, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Später rief er in einer Vorstandsrunde: „Jetzt habe ich ein Foto vergessen, verdammte Hacke!“
Bildquelle: Sternfilm
„Diese „ehemaligen Kollegen“ gründen Vertriebe und reichen das Geschäft über neu gegründete Vertriebsfirmen ein, kassieren die Provisionen und reichen einen großen Teil der Provisionen an Göker weiter“, sagt der Informant.
Aus seiner Sicht wissen das die Versicherungsunternehmen oder die Maklerbetreuer. Sein Argument: Sonst müsste sich ein Versicherungsunternehmen doch wundern, warum ein neu gegründeter Vertrieb von Beginn an solch hohe Umsätze produziert.
Auch dieser Vorwurf ist am Ende nicht mehr als eine Vermutung. Vielleicht ahnen es die Gesellschaften auch nur. Am Ende könnte jedoch der Verkaufsdruck, der auf allen im Vertrieb lastet, über mögliche Bedenken gesiegt haben.
Carsten Maschmeyer hat den Finanzvertrieb AWD gegründet und vor einigen Jahren an den Versicherer Swiss Life verkauft. Göker begegnete ihm persönlich, als er noch das Sagen im AWD hatte: „Ich hatte mit ihm drei Treffen, eines ging über acht, neun Stunden. Und die anderen zwei über vier, fünf.“
Quelle: Interview mit Klaus Stern, Juli 2011, Türkei, im Bayern-Trikot
„Ich habe niemals zuvor und danach einen Menschen erlebt, der mich so beeindruckt hat. Eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit. Jemand der weiß, was er getan hat, tut und tun will. Klar strukturiertes Denken. Kein Politiker - und ich habe viele Politiker in Bundesämtern kennen gelernt - könnte diesem Mann jemals das Wasser reichen. Und ich kann klar differenzieren: Wenn jemand was erzählt, kann er das halten? Sind das leere Worte? Ist der Typ eine leere Hose? Nein, das ist schon jemand, der einfach eine beeindruckende Persönlichkeit ist und der nicht nur sagt, was er denkt, sondern auch tut, was er sagt. Davon gibt es leider viel zu wenige.“
„Ich habe nicht viel von ihm lernen können in dieser Zeit, aber einiges übernommen: Schlagfertigkeit. Und natürlich auch, was ganz wichtig ist, dass man sein Wort hält. Aber so war ich immer. Verträge kann heute jeder auseinander nehmen. Wir unterschreiben einen Dreijahresvertrag, ich finde in Deutschland drei Anwälte, die den Vertrag komplett auseinander nehmen und morgen ist er nichtig. Aber das Wort eines Mannes, für die Ehre eines Mannes gibt es kein zweites Ja.“
„Ich sage: Wenn ich etwas verspreche und ich halte es nicht, spucken sie mir ins Gesicht. Ich weiß, es wird nie dazu kommen. Man kann viel über mich sagen, aber ich bin immer ehrlich, ich bin immer menschlich, versuche immer meinen Mitmenschen zu helfen, solange sie mich nicht hintergehen. Und ich reiche immer jedem die Hand, der sie braucht oder der sie will.“
„Zuerst gab es Differenzen, ob ich das überhaupt so wollte. Dann gab es Differenzen über die Art und Weise. Warum es am Ende gescheitert ist, da müssen Sie Herrn Maschmeyer fragen, nicht mich.“
„Am Anfang gab es eine Situation, da ist Herr Maschmeyer auf die Toilette gegangen und sagte: Hier haben Sie ein weißes Blatt Papier. Stellen Sie sich vor, ich bin der Weihnachtsmann und Sie haben einen Wunsch frei. Schreiben Sie Ihren Wunsch auf. Er kam wieder, und ich habe ihm das Blatt Papier hingelegt: Es war leer. Ich kann meine Seele nicht verkaufen. Das war so.“
„Später wollte ich, aber da kam es dann nicht mehr dazu. Da hatte Herr Maschmeyer den Vorsitz abgegeben und war - glaube ich - ja auch nur noch mit drei Prozent als Aktionär an AWD beteiligt, hatte ja sein Geld bekommen. Dann gab es nicht mehr diese Möglichkeiten.“
„Ich finde, jeder Mensch, nicht nur Herr Maschmeyer - Nelson Mandela, Mahatma Ghandi, Atatürk in der Türkei, mein Vater - alle diese Menschen haben für mich etwas Besonderes in ihrem Leben geleistet. Da gibt es nicht nur ein Vorbild. Ich finde, man muss sich an denen orientieren, die für die Gemeinschaft etwas Gutes getan haben. Da werden viele lachen und sagen: Was hat denn Maschmeyer für die Gemeinschaft Gutes getan? Man sieht ja immer nur die Fälle im Fernsehen, die negativ sind. Aber es laufen ja keine zweihunderttausend Menschen rum, die sagen: Wir haben aufgrund der Produkte vom AWD profitiert.“
„Man sieht ja nur immer die im Internet meckern und die im Fernsehen mecken, die 15 oder 150, denen es nicht gutgeht. Aber es kommt keiner ins Fernsehen und sagt: Wollte mal sagen: Ich habe als Mitarbeiter bei Herrn Maschmeyer völlig neue Perspektiven gehabt.“
„Dr. Pohl ist genauso eine fantastische und begeisternde Persönlichkeit, aber er hat einen anderen Vertriebsstil, meiner ähnelt mehr dem Carsten Maschmeyer, deswegen fühle ich mich da eher hingezogen. Wobei: Dr. Pohl habe ich noch nie persönlich kennen gelernt. Aber Respekt vor einem Menschen, der sein Lebenswerk irgendwann so gigantisch hinterlassen wird.“
Schließlich galten in den fraglichen Jahren 2009 bis 2011 in der Branche ja noch keine strengeren Vertriebsregeln für Provisionen und die Haftungszeiten der Vermittler. Das wurde erst im April 2012 eingeführt – nach langen Debatten in der Branche.
Nun kann kein Vermittler mehr ganz offiziell bis zu 20 Monatsbeiträge für einen PKV-Vertrag von den Versicherern verlangen, wie es Göker anscheinend gelungen war. Künftig liegt die Obergrenze bei neun Monatsbeiträgen, also rund der Hälfte. Doch auch so bringt ein einziger Vertrag mit einem Monatsbeitrag von 300 bis 400 Euro rund 2700 bis 3600 Euro an Provision ein.
Außerdem müssen Vermittler damit rechnen, dass sie wesentlich länger zur Rechenschaft gezogen werden, wenn ein Neukunde seine Police kündigt. Hier geht es um die Stornohaftungszeit. Bisher betrug diese ein Jahr, künftig sind es fünf Jahre. Diese Regelung kann richtig ins Geld gehen, insbesondere für Strohmänner könnte dies sehr gefährlich werden, wenn PKV-Kunden kündigen oder erneut abgeworben werden.

3. Dass man etws investieren muss, um als Unternehmer Geld zu verdienen ist für jeden der ein solcher sein will, nur logisch. Dann wäre es ethisch auch verwerflich, dass Mc Donalds 1 Mio Franchise Gebühr verlangt, nur dass man eine Filiale eröffnen darf. Außerdem zahlt man für die Nutzung der Produkte und nicht für das Geschäft. Will ich nur das Geschäft betreiben und nicht die Produkte nutzen, könnte ich mich auch nur für einmalig 30 $ registrieren lassen.
4. Dass Herr Göker Talk Fusion macht, dafür kann Talk Fusion nichts. Er hat sich als Geschäftspartner registriert und hat dazu das Recht wie jeder andere. Verstösst er mit seiner Vertriebsstrategie gegen die Statuten, wird ihm gekündigt, wie bereits anderen, die sich nicht an die Ethikstandards gehalten hatten.

Da muss ich mal ganz klar ein paar verdrehte Fakten hier klar stellen:
1. Bei Talk Fusion handelt es sich um ein Unternehmen welches Produkte vertreibt im Direktvetrieb, wies Tupperware oder Avon seit vielen Jahren nicht anders tun.
2. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Produkte der Videokommunikation und des Videomarketing, die bereits Auszeichnungen haben und das Unternehmen wurde ethisch zertifiziert.

Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Gauner immer noch frei herumläuft. Dank Typen wie Göker, Maschmeyer und anderer Strukkis "genießt" unsere Branche einen misserablen Ruf. Ich für meinen Teil, möchte mit solchen "Beratern" nicht in einen Topf geschmissen werden und nichts zu tun haben. Berichte wie dieser sind für sogenannte "Verbraucherschützer" natürlich ein gefundenes Fressen, um wieder pauschal über das Thema Provisionen herziehen zu können. Ich kann es nicht mehr hören, denn ein seriöser Versicherungsmakler hat mit solchen Geschäftsmodellen nichts zu tun.






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