Es geht dabei um ein Unternehmen, das Talkfusion heißt und eine Art Betriebssystem für den Vertrieb solcher Videoprodukte bereitstellt. Mit einem Klick könne das persönliche Video etwa auf über 200 Social-Network-Plattformen wie Facebook & Co präsentiert werden, heißt es auf einer Internetseite, die das System beschreibt. Gegenüber einem deutschen Nachrichtenmagazin bestätigte Göker seinen Sinneswandel sogar offiziell.
Bevor man in dem Vertriebsmodell von Talkfusion Geld verdienen kann, muss man jedoch zunächst Geld reinstecken, wie ein Tester berichtet: einmalig mindestens 250 US-Dollar und zusätzlich 35 Dollar im Monat. Im ersten Jahr wären das insgesamt also mindestens 670 Dollar. Danach müsse man 10 bis 25 Neukunden werben, damit man in die Gewinnzone kommt.
Richtig profitieren Verkäufer aber erst, wenn die geworbenen Kunden auch wieder neue Kunden finden. So entsteht eine Pyramide, wie sie auch in ähnlicher Form für Strukturvertriebe der Finanzbranche typisch ist. Kommentar des Testers: „Bei diesem System gibt es zwei Gewinner: das Unternehmen, welches seine Produkte verkauft und die Talkfusion-Partner, die ganz oben in diesen Verkaufslinien stehen.“
Göker selbst kommentiert seine ersten Schritte im neuen Vertriebsmodell in gewohnter Manier auf Facebook: „Ich werde diesen Konzern an die Spitze der Internetfirmen in Europa bringen. Jeder, der mit mir arbeitet, muss Geld verdienen. Es geht gar nicht anders. Ihr werdet verzwangsmillionärt von mir.“
Vertriebler glauben dagegen, dass es sich dabei um ein Schneeballsystem handelt. Das heißt, wer zuerst drin ist, verdient vielleicht noch Geld durch den Verkauf an andere. Wer zuletzt kommt, schaut am Ende womöglich – sprichwörtlich – in die Röhre.
FDP-Chef Guido Westerwelle traf kurz vor der Bundestagswahl am 18. August 2009 Göker zu einem Abendessen in Kassel. Wie der „Stern“ berichtete, erhoffte sich Westerwelle eine Parteispende von Mehmet Göker, der damals noch den Kasseler Versicherungsvertrieb MEG führte. "Die MEG hatte im Wahlkampf eine Spende für die FDP angekündigt", räumte ein FDP-Sprecher ein.
Göker war Hauptsponsor des Boxers. 2006 bis 2009 wurde Arthur Abraham zum „Boxer des Jahres“ durch das Magazin „Boxsport“ gewählt. Markant an Abraham war sein Einmarsch zum Ring: Er kam mit einer Schlumpfmütze zum Ring, dabei wurde das „Lied der Schlümpfe” in einer auf ihn getexteten Version eingespielt.
Eines Tages ist der Fußballweltmeister Günter Netzer zu Gast in der Firmenzentrale in Waldau, berichtet HNA Online in einem Bericht über den Göker-Film. Göker habe es versäumt, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Später habe er in die Vorstandsrunde hinaus gerufen: „Jetzt habe ich ein Foto vergessen, verdammte Hacke!“
In der Kasseler Stadthalle sorgte der Opern-Tenor für große Gefühle: Dort sang der britische Tenor Paul Potts vor mehreren hundert Mitarbeitern des Versicherungsanbieters MEG.
MEG sicherte sich die Namensrechte an den Göttinger Basketballern bis zum Abschluss der Saison 2010/11, berichtete das Göttinger Tageblatt im Mai 2009. Über die Höhe der jährlich fließenden Sponsoringgelder für Spitzenmannschaft der Basketball-Bundesliga wollten beide Vertragsparteien keine genauen Angaben machen, MEG-Vorstandsreferentin Sylvia Könneker sprach von einer "hohen sechsstelligen Summe für die gesamte Vertragslaufzeit". Göker: „Der Basketball unterstützt unser Unternehmen, bundesweit bekannt zu werden."
Der Kasseler Ferrari-Händler Helmut Eberlein stellt laut HNA Online fest: Der MEG-Vorstand war vorwiegend mit Ferraris unterwegs. Die von der MEG geleasten Ferraris seien aber alle noch da. Die MEG hatte einen Fuhrpark mit 125 Fahrzeugen. Der 490 PS starke Ferrari F 430 Spider F1 im Farbton „blu mirabeau“ von Göker selbst stellte Eberlein in seinem Autohaus wieder zum Verkauf.

3. Dass man etws investieren muss, um als Unternehmer Geld zu verdienen ist für jeden der ein solcher sein will, nur logisch. Dann wäre es ethisch auch verwerflich, dass Mc Donalds 1 Mio Franchise Gebühr verlangt, nur dass man eine Filiale eröffnen darf. Außerdem zahlt man für die Nutzung der Produkte und nicht für das Geschäft. Will ich nur das Geschäft betreiben und nicht die Produkte nutzen, könnte ich mich auch nur für einmalig 30 $ registrieren lassen.
4. Dass Herr Göker Talk Fusion macht, dafür kann Talk Fusion nichts. Er hat sich als Geschäftspartner registriert und hat dazu das Recht wie jeder andere. Verstösst er mit seiner Vertriebsstrategie gegen die Statuten, wird ihm gekündigt, wie bereits anderen, die sich nicht an die Ethikstandards gehalten hatten.

Da muss ich mal ganz klar ein paar verdrehte Fakten hier klar stellen:
1. Bei Talk Fusion handelt es sich um ein Unternehmen welches Produkte vertreibt im Direktvetrieb, wies Tupperware oder Avon seit vielen Jahren nicht anders tun.
2. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Produkte der Videokommunikation und des Videomarketing, die bereits Auszeichnungen haben und das Unternehmen wurde ethisch zertifiziert.

Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Gauner immer noch frei herumläuft. Dank Typen wie Göker, Maschmeyer und anderer Strukkis "genießt" unsere Branche einen misserablen Ruf. Ich für meinen Teil, möchte mit solchen "Beratern" nicht in einen Topf geschmissen werden und nichts zu tun haben. Berichte wie dieser sind für sogenannte "Verbraucherschützer" natürlich ein gefundenes Fressen, um wieder pauschal über das Thema Provisionen herziehen zu können. Ich kann es nicht mehr hören, denn ein seriöser Versicherungsmakler hat mit solchen Geschäftsmodellen nichts zu tun.






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