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Dispo-Zinsen: Welche Banken am stärksten zulangen

Die Kreditzinsen auf den Girokonten der Banken sind teuer und intransparent. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest. In der Spitze verlangen manche knapp 20 Prozent, ermittelte auch die FMH-Finanzberatung.

Die Angaben zum Dispo-Kredit auf einem Kontoauszug. Quelle: dpa
Die Angaben zum Dispo-Kredit auf einem Kontoauszug. Quelle: dpa

Bis zu 15,32 Prozent Zinsen berechnen Banken ihren Kunden, wenn diese ihr Girokonto überziehen. Dies ergab eine Umfrage der Zeitschrift Finanztest. Diese Zinsen berechneten die Banken, obwohl sie sich selbst für 0,75 Prozent Geld leihen könnten. Wie hoch der Zinssatz der eigenen Bank ist, erfahren die Kunden allerdings häufig gar nicht. In der Untersuchung teilten nur 357 von 1.566 Banken und Sparkassen ihre Konditionen freiwillig mit.

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Was die Banken bei einer Konto-Überziehung verlangen

  • Umfragen

    Finanztest und die FMH-Finanzberatung aus Frankfurt haben bei den Banken die Dispo-Zinsen erfragt oder ermittelt.

  • Ergebnis von Finanztest

    "Der Durchschnittszins von 11,76 Prozent liegt zwar gut einen halben Prozentpunkt unter der Vorjahresuntersuchung, aber immer noch zu hoch. Denn die Zinsen, zu denen sich die Banken Geld leihen können, sind stärker gesunken als die Zinsen, zu denen die Kunden ihr Konto überziehen dürfen."

  • Ergebnis von FMH-Finanzberatung

    "Die Dispozinsen sanken zum Quartalsende im Schnitt nur um 0,28 Prozentpunkte."

  • Margen

    Die Banken verdienen heute an Überziehungen deutlich mehr als früher. Vergleicht man zum Beispiel einen Schnitt der Dispo-Zinsen mit dem Referenzzins, dem Euribor für drei Monate, so ergeben sich in den vergangenen vier Jahren im Schnitt Gewinnmargen von über 10 Prozentpunkten. Vor der Jahrtausendwende waren es dagegen mal sieben Prozentpunkte oder weniger, ermittelte die FMH-Finanzberatung.

  • Die günstigsten Banken

    Deutsche Skatbank, DAB bank AG, PSD Bank Westfalen-Lippe eG, VR-Bank Uckermark-Randow

    Quelle: FMH Finanzberatung, Finanztest

  • Mehr als 12,4 Prozent

    Sparkasse Leipzig, Frankfurter Sparkasse, Berliner Volksbank, Berliner Bank, Deutsche Bank AG

  • Mehr als 12,5 Prozent

    Sparkasse Hannover, Mainzer Volksbank, Wiesbadener Volksbank, Santander Bank

  • Mehr als 13 Prozent

    Commerzbank: 13,24 Prozent, Sparkasse Langen-Seligenstadt: 13,5 Prozent

  • Mehr als 13,5 Prozent

    Volksbank Stendall, Volksbank Eisenberg, Sparkasse Göttingen, Stadtsparkasse Hameln

  • Mehr als 14 Prozent

    VR-Bank Aalen, Sparkasse Elbe-Elster, Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich, Targobank

  • Spitzenwerte

    Manche Überziehungen über das vereinbarte Soll hinaus werden von den Banken geduldet. Sie verlangen dafür jedoch höhere Zinsen. In der Spitze ermittelte die FMH Finanzberatung für geduldete Überziehungen Werte von bis zu 18,75 Prozent.

Für 588 weitere Institute haben die Tester mit zum Teil detektivischen Methoden den aktuellen Zinssatz ermittelt, teilte Finanztest mit. Trotz schriftlicher Anfragen, unzähliger Anrufe und Recherche im Internet seien jedoch die Konditionen von mehr als einem Drittel der Banken (621) im Dunkeln geblieben. Eine transparente Darstellung ihrer Konditionen scheint bei den meisten Banken unerwünscht zu sein.

Fast ein Drittel der Deutschen nähmen den Überziehungskredit in Anspruch und zahlten zum Teil viel Geld dafür. So verlange die Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich in NRW 14,25 Prozent fürs Kontoüberziehen. Bei der VR-Bank Aalen ist es noch schlimmer. Von Kunden mit schlechter Bonität verlange sie 15,32 Prozent Dispozinsen und sei damit die teuerste Bank im Test.

Studie des Bundes Der große Zins-Klau bei Dispokrediten

Die Dispozinsen sind viel zu hoch und Banken trödeln bei den Zinssenkungen.

Studie des Bundes: Der große Zins-Klau bei Dispokrediten

Obwohl der Dispozins gegenüber dem vergangenen Jahr im Durchschnitt leicht gesunken sei, verdienten die Banken daran mehr als zuvor. Denn sie könnten sich zu einem deutlich günstigeren Zinssatz als vor einem Jahr Geld leihen.

Bei einem Zinssatz von 14,25 Prozent zahle ein Kunde, der ein halbes Jahr mit 2.000 Euro im Minus ist, 142,50 Euro. Bei einer günstigen Bank mit einem Zinssatz von 5,25 Prozent, wie der Deutschen Skatbank, seien es hingegen nur 52,50 Euro.

  • 17.10.2012, 16:19 UhrRealist1

    kuac
    Da verwechseln Sie was. Und zwar die illegalen Absprachen bei der Festlegung von Interbankenzinsen wie etwa den London Interbank Offered Rate (Libor) oder den Euro Interbank Offered Rate (Euribor) von international tätigen Banken wie der Royal Bank of Scotland (RBS), der Deutschen Bank, der Schweizer UBS und JP Morgan usw. mit dem Zinsgeschäft der regional tätigen Banken. "Da gibt es keine Absprachen" !!!
    Schlecht, wenn man aus Unwissenheit solche Kommentare schreibt. Schade.

  • 17.10.2012, 15:42 Uhrpedro

    Habe bei meiner Sparkasse über 20 % bezahlt und bin in die Erpressbarkeit geraten und wurde erpresst.
    Meine Wut über diese Zeit ist unbeschreiblich groß und vergeht vermutlich nie. Sämtliche Kinder,Enkel,Verwandte und Bekannte in großer Zahl sind gewarnt und haben größtenteils dieser Finanzgruppe den Rücken gekehrt.
    Meine Lehre daraus nach 60 Jahren Kunde sein......Vertraue nie einem Bänker, denn der Teufel sitzt immer mit am Tisch.
    Verzichte auf Zinsen und guten Sprüchen, geh in Urlaub oder einen Trinken. Alles ist besser als ein Kontakt zu diesen Brüdern.

  • 17.10.2012, 09:53 Uhrsailor_p

    Eigentlich ist es ganz einfach! Alle Kunden einer Bank ziehen innerhalb ein paar Tagen mit allem ihren Geld um in eine andere Bank um. So etwas hat man früher "RUN" genannt, etwas, wovor Banken Angst hatten. Auf jeden Fall kann es den Bankern wieder in Erinnerung rufen, mit wessen Geld sie zocken und wen sie abzocken. Nach dem Motto ---
    Bankkunden aller Länder vereinigt euch ! --- bin ich der festen Überzeugung, dass man diesen Erscheinungen beikommen kann.
    Kämpferische Grüße von sailor_p

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