
Wie schnell die Lust am Traumurlaub im Ausland vergehen kann, erfuhr die Münchener Unternehmensberaterin Birgit Haisch an der Kasse der Einzelhandelskette Abercrombie & Fitch in San Francisco. Mit ihren beiden Söhnen war sie im Urlaub dort einkaufen und wollte mit der Kreditkarte die trendigen Bekleidungsartikel bezahlen.
Doch der Kassierer lehnte emotionslos ab, denn die Karte funktionierte nicht. „Eine peinliche Situation, die Schlange wurde länger und länger, und alle dachten, ich hätte ein Bonitätsproblem“, sagt Haisch, der nichts anderes übrigblieb, als die Sachen zurückzugeben.
Ein Anruf bei der Hotline brachte nichts. Das aus Sicherheitsgründen im Ausland besonders niedrig angesetzte Tageslimit war überschritten worden und konnte telefonisch nicht mehr aufgestockt werden. „Immer wieder funktioniert die Karte im Ausland auch mit höherem Limit aus unerfindlichen Gründen nicht“, sagt Haisch. Sie zog daraus die Konsequenzen und verreist nur noch mit mehreren Karten und einer Menge Traveller-Schecks.
„Reisende sollten im Ausland niemals nur einer Kreditkarte vertrauen“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung. Denn nicht nur bei Überschreitungen der Obergrenzen und defekten Karten winken Gastronomen, Autovermieter oder Einzelhändler ab. Sicherheitsbeamte der Kartenunternehmen können bei auffälligen Käufen oder Abhebungen die Bezahlfunktion der Karte abstellen – ohne Rücksprache mit dem Inhaber. Für die betroffenen Karteninhaber gibt es dann ohne Vorwarnung ein böses Erwachen.
Manche Reiseveranstalter, Airlines oder Hotels lassen bei einer Reservierung die entsprechende Summe oft im Voraus blocken. Dann ist das Kreditlimit schneller ausgereizt als gedacht. Urlauber stehen dann häufig völlig mittellos da, weil auch die EC-Karte im Ausland ausfallen kann und das Bargeld aus Angst vor Diebstahl knapp bemessen ist.
Eine ausreichende Ausstattung mit Kreditkarten ist nicht nur wegen der drohenden Geldnot Pflicht. Da die Konditionen sehr unterschiedlich sind, lassen sich mit der richtigen Karte schnell einige hundert Euro sparen, wie ein Vergleich der Finanzberatung FMH für Handelsblatt Online zeigt.
Mit Maestro-Karten, die das Girokonto sofort belasten, können Bankkunden normalerweise weltweit zahlen oder Geld abheben. Besonders viele Vertragspartner und Geldautomaten stehen in Europa. Trotzdem funktionieren die Karten häufig nicht. Das kann mehrere Gründe haben. Vor Reiseantritt notieren sich Urlauber für alle Fälle Karten- und Kontonummer.
Bei jeder von einer EC-Karte ausgelösten Buchung läuft im Rechenzentrum der Banken eine Sicherheitssoftware mit, die Betrug frühzeitig erkennen und durch Kartensperren verhindern soll. Dabei kann es auch zu ungewollten Sperren kommen. Für Kunden ist es schwierig, sich darauf einzustellen. So zog ein Institut in Barcelona die Karte eines Studenten wegen auffälliger Bewegungen ein. Er hatte in kurzer Zeit zweimal hintereinander am selben Automaten Geld abgehoben.
Postbank, Deutsche Bank sowie einige Volks- und Raiffeisenbanken haben die Möglichkeit zur Überziehung bei den EC-Karten fürs außereuropäische Ausland gesperrt. De facto gilt hier ein Null-Limit. Kunden können es auf Anfrage vor einer Reise heraufsetzen lassen. Wer das nicht tut, steht womöglich mit leeren Händen da. Nötig ist dazu ein Anruf in der Filiale.
Ist das Konto im Minus, bewegt sich aber innerhalb des Verfügungsrahmens können Kunden im Inland problemlos Geld mit ihrer Karte ziehen. Im Ausland steht dieser Verfügungsrahmen bei manchen Banken plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Vor allem Länder außerhalb der Eurozone sind von dieser Regelung oft betroffen.
Neben Defekten an Chips oder Magnetstreifen ist ein weiterer Grund für das Nichtfunktionieren der Karten die Umstellung der Institute auf ein neues Bezahlsystem. So wird bei EC-Karten in Deutschland seit einigen Jahren mit dem Maestro-System bezahlt. Das ist ein Abbuchungsdienst vom Kreditkarten-Unternehmen MasterCard, das mittels Magnetstreifen funktioniert. Da Chipkarten als sicherer gelten, führen manche Institute so genanntes V-Pay ein, das Konkurrenz-Produkt von Visa. Vor allem die Postbank rüstet hier um. Wermutstropfen: Einkaufen mit der neuen Karte Glückssache. Denn längst nicht alle Händler haben umgerüstet. Und in beliebten Urlaubsländern wie den USA oder Ägypten funktioniert die Technik generell nicht.
Mit ihnen kann man grundsätzlich weltweit zahlen, solange Vertragspartner und Bankautomaten die jeweiligen Karten annehmen. Zum Geldabheben sind Kreditkarten allerdings meist teurer als EC-Karten. Zudem wird selten beim Bezahlen im Inland der PIN verlangt. Viele Kreditkartenbesitzer sollten sich ihre Geheimnummer daher vor dem Urlaub gut einprägen und sich vor Reiseantritt die Kartennummer notieren. Zudem sollten sie sicherstellen, dass die letzte Abrechnung bezahlt ist.
Auch bei Kreditkarten sind auffällige Kontenbewegungen und die Auslieferung von defekten Karten ein Thema. Bei auffälligen Käufen oder Abhebungen können Sicherheitsbeamte ohne Nachfrage die Bezahlfunktion abstellen.
Manche Reiseveranstalter, Airlines und Hotels lassen bei einer Reservierung die entsprechende Summe oft im Voraus blocken. Dann ist der Rahmen schneller ausgereizt als gedacht.
Sie können vor Antritt der Reise gegen Gebühr in der entsprechenden Landeswährung gekauft werden. Zahlreiche Geldinstitute nehmen sie weltweit an. Vorteil: Die Schecks sind versichert und werden bei Verlust vor Ort binnen 24 Stunden ersetzt, sofern sich der Kunde als Käufer ausweisen kann.
Auch wenn es verpönt ist, Cash gehört in jede Urlaubskasse. In einigen Ländern gelten allerdings Obergrenze für die Einführung von Devisen.
Wenn alle Stricke reißen, das Portemonnaie futsch ist und Urlauber ohne Geld dastehen, besteht die Möglichkeit einer Blitzüberweisung. Der Finanzdienstleister Western Union bietet sie in Zusammenarbeit mit der Postbank und der Reisebank an. Auch MoneyGram ist hier in Kooperation mit den Sparkassen tätig. Damit kann binnen weniger Minuten Geld von einer Postfiliale an eine Auszahlstelle im Urlaubsland überwiesen werden. Wer nicht selbst Online-Kunde bei der Postbank ist, braucht eine Vertrauensperson, die während des Urlaubs in Deutschland ist und sich in eine Postfiliale begeben kann. Nach dem Ausfüllen eines Formulars informiert sie den Urlauber über die Auftragsnummer und teilt mit, wo er sich sein Geld auszahlen lassen kann. Der Empfänger sucht die Agentur auf und erhält mit der Auftragsnummer und der persönlichen Identifikation das Geld.
Ich verstehe auch nicht, warum die Advanzia Karte so schlecht wegkommt. Und ja: Ich nutze die Advanzia MC seit mehreren Jahren als FL zufriedenstellend.
1) Keinerelei Kosten
2) Kosten: Auslandreisekrankenversicherung, Reiserücktritt/Abbruch incl., soweit damit - im Voraus - bezahlt - hab dies noch nicht genutzt
4) http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=69:
Glatte Falschdarstellung! Es sind nicht 4 Wochen sondern 7 Wochen, wie "Harry" bereits bemerkte.
Jeweils 20. des Folgemonats. O.K- haben jetzt von Monatsletzten auf dem 03. Abrechnungsschluss umgestellt.
5) Es ist kein Problem ein Kreditlimit von 10.000EUR zu bekommen. UND das dauert bei einem Freiberufler nicht wie bei der Konkurrenz 12+ Monate. Völlig schnell und flexibel. Ca. 3-4 Monate + Gehaltsangabe 60.000EUR++. Dann war das Thema durch.
Es gibt nur 3-4 Karten, die überhaupt da ansatzweise mithalten können, bsw:
- BarclayCard Platinum (keine Auslandsgebühr im Nicht-EURO-Ausland wie Advanzia MasterCard Gold, hohes Zahlungsziel von 8 Wochen; Kostenpunkt: 95EUR)
- TargoBank Kreditkarte (hohes Zahlungsziel von 7 Wochen, kostet auch)
-> Gratis-Cash Funktion (ähnlich DKB bzw. BarclayCard NewVisa/NewVisaGold) entfällt, da Gehaltskonto ab 600EUR monatl. auf Girokonto notwendig
- Netbank MasterCard Premium (5.500EUR Limit bei Premium; leider nur max. 4 Wochen Zahlungsziel vs. 6-8 Wochen!)
- AmericanExpress Business Card Gold (hohes Limit; weiter: Business Zahlungszielverlängerung von 20 Tagen; dafür wohl nicht immer Abrechnung zum Monatsletzten wie ich gelesen habe; für FL ist ein Start Mitte des Monats +50Tage Ziel eher nichts für Mietwagen/Benzin/Hotel & Co.)
-> bereits die normale Amex Gold kostet 140EUR / Jahr!!!
- GenialCard von der Hanseatic Bank (6 Wochen Zahlungsziel)
Ich wundere mich immer (mehr), wie schlecht Redaktionen konkrete Daten recherchieren und nach Kommentaren auch nicht abändern. Steht immer noch falsch in der Tabelle!
Ja,ja ....das ledige Thema mit den Kreditkarten.Welche ist denn nun die Beste !
Die allerbeste Kreditkarte wäre jene die mann mit einer direkten Geldanweisung selbst aufladen kann.Hier gibt es etliche " sehr Gute " Anbieter - bitte hier darauf achten bezüglich Begrenzung des Limit - wie viel man am Tag ausgeben kann bzw. Begrenzung bezüglich Bargeldauszahlungen pro Tag.
Vorteil :
Diese Kreditkarten haben alle nötigen Funktionen und mann gibt nur soviel Geld aus wie mann zur Verfügung hat.
Hier gibt es auch bei verschiedenen Anbietern eine Gute Verzinsung - nachschauen.
Nun will man heute aber nun mal - Frau/ Mann - von Welt sein und da soll es schon eine echte und nur die beste Kreditkarte sein.
Doch mal unter uns ...wer braucht die schon. Mal ehrlich,sollte man wirklich zu den oberen Zehntausend dazu gehören , der Banker kommt schon von alleine auf dich zu ...
Es gibt Kreditkarten die werden einmal im Monat belastet andere Anbieter gewähren ein Zahlungsziel von bis 8 Wochen zusätzlich mit der Möglichkeit einer Ratenzahlung ( hier bitte auf die zinsen achten - teilweise unverschämt hoch - Abzocke )
Zusätzlich gibt es Anbieter die etliche Zusatzversicherungen mit anbieten, die je nach bedarf recht nützlich sind.
Wenn man nun nicht auf die Kosten achten muss und dementsprechend eine Gute Bonität nachweisen kann dann ist man mit der Barclaycard - Platium bestens bedient.
Großzügiger Kreditrahmen,verschiedene Varianten der Rückzahlung , 0% Gebühr bezüglich Bargeldabhebung im Ausland und Komplett Versicherungsschutz im Shopping - Bereich.
Ich habe mit der Deutsche Bank Master-Card in Mexiko-Stadt schlechte Erfahrung gemacht, den in vielen Geschaeften, wie Home-Depot,Wal-mart,Tankstellen,apotheken,sowie in einigen Restaurants wird diese Karte nicht akzeptiert.Ich empfehle darum bei mexiko-Besuchen unbedingt eine Visa Karte mitzunehmen.





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