DüsseldorfSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will überhöhte Zinsen für Überziehungskredite bei Banken gesetzlich verhindern. „Obwohl sich die Banken bei der Europäischen Zentralbank derzeit für nur 0,75 Prozent so günstig Geld leihen können wie nie, verlangen sie bis zu 15 Prozent Zinsen für einen einfachen Überziehungskredit“, sagte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück der „Bild“-Zeitung. „Das ist Wucher.“
Die PSD Bank Nürnberg fordert Dispozinsen in Höhe von 8,1 Prozent und ist damit der einzige Top-10-Anbieter über acht Prozent.
Bei der DKB Deutsche Kreditbank liegen die Dispozinsen bei 7,9 Prozent.
Die PSD Bank Hessen Thüringen Giro Direkt verlangt Dispozinsen in Höhe von 7,77 Prozent.
Die Direktbank 1822direkt verlangt Dispozinsen in Höhe von 7,74 Prozent. Auch die PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz und die PSD GiroDirekt und die PSD Bank RheinNeckarSaar Giro Direkt liegen hier.
Bei der PSD Bank Kiel liegen die Dispozinsen bei 7,71 Prozent.
Die DKB Deutsche Kreditbank verlangt Dispozinsen in Höhe von 7,90 Prozent.
Bei der PSD Bank Braunschweig muss der Kunde Dispozinsen in Höhe von 7,45 Prozent zahlen.
Die PSD Bank Berlin-Brandenburg verlangt Dispozinsen in Höhe von 6,99 Prozent. Bei der PSD Bank Westfalen-Lippe sind es 7 Prozent.
Bei der DAB Bank (Direktbank) liegen die Dispozinsen bei 6,95 Prozent.
Die niedrigsten Dispozinsen gibt es bei der Deutschen Skatbank (Direktbank). Hier liegen die Zinsen bei 5,25 Prozent.
Der SPD-Kanzlerkandidat hat offenbar keine Hoffnung, dass die Banken freiwillig ihre Kreditzinsen auf dem Girokonto senken. Er will nun einen Deckel einführen. „Erlaubt wäre dann nur noch ein Aufschlag von maximal acht Prozentpunkten auf den Basiszinssatz der Bundesbank“, heißt es in dem Zeitungsbericht.
Die Obergrenze könnte an den Leitzins der EZB gekoppelt werden. Dieser liegt mit minus 0,13 Prozent derzeit sogar im negativen Bereich. Nach diesem Modell wäre die Zinshöhe für Dispo-Kredite momentan auf 7,87 Prozent beschränkt. Im Ergebnis würden dadurch die Überziehungszinsen nahezu halbiert.
Hintergrund: Wenn das Girokonto im Minus ist, wird es mitunter richtig teuer. Spitzenzinssätze von mehr als 14 Prozent gibt es nach wie vor in der Branche. Im Schnitt liegt der Zinssatz zwischen 10 und 11 Prozent. „Unterm Strich sind die Dispozinsen 2012 leicht gesunken, das Niveau ist aber immer noch deutlich zu hoch“, urteilt Bankexpertin Stephanie Pallasch von der Stiftung Warentest.
Verbraucherschützer fordern schon länger eine gesetzliche Deckelung. Neben Steinbrück sind auch die Grünen neuerdings dafür. Es müsse in Deutschland ein Rechtsanspruch auf ein Girokonto eingeführt werden, forderte die Fraktionsvorsitzende Renate Künast jüngst in Weimar zum Abschluss der Klausurtagung der Bundestagsfraktion.
Finanztest und die FMH-Finanzberatung aus Frankfurt haben bei den Banken die Dispo-Zinsen erfragt oder ermittelt.
"Der Durchschnittszins von 11,76 Prozent liegt zwar gut einen halben Prozentpunkt unter der Vorjahresuntersuchung, aber immer noch zu hoch. Denn die Zinsen, zu denen sich die Banken Geld leihen können, sind stärker gesunken als die Zinsen, zu denen die Kunden ihr Konto überziehen dürfen."
"Die Dispozinsen sanken zum Quartalsende im Schnitt nur um 0,28 Prozentpunkte."
Die Banken verdienen heute an Überziehungen deutlich mehr als früher. Vergleicht man zum Beispiel einen Schnitt der Dispo-Zinsen mit dem Referenzzins, dem Euribor für drei Monate, so ergeben sich in den vergangenen vier Jahren im Schnitt Gewinnmargen von über 10 Prozentpunkten. Vor der Jahrtausendwende waren es dagegen mal sieben Prozentpunkte oder weniger, ermittelte die FMH-Finanzberatung.
Deutsche Skatbank, DAB bank AG, PSD Bank Westfalen-Lippe eG, VR-Bank Uckermark-Randow
Quelle: FMH Finanzberatung, Finanztest
Sparkasse Leipzig, Frankfurter Sparkasse, Berliner Volksbank, Berliner Bank, Deutsche Bank AG
Sparkasse Hannover, Mainzer Volksbank, Wiesbadener Volksbank, Santander Bank
Commerzbank: 13,24 Prozent, Sparkasse Langen-Seligenstadt: 13,5 Prozent
Volksbank Stendall, Volksbank Eisenberg, Sparkasse Göttingen, Stadtsparkasse Hameln
VR-Bank Aalen, Sparkasse Elbe-Elster, Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich, Targobank
Manche Überziehungen über das vereinbarte Soll hinaus werden von den Banken geduldet. Sie verlangen dafür jedoch höhere Zinsen. In der Spitze ermittelte die FMH Finanzberatung für geduldete Überziehungen Werte von bis zu 18,75 Prozent.
Ein Girokonto gehöre in vielen Lebensbereichen heute zur gesellschaftlichen Teilhabe dazu. Außerdem wolle ihre Partei, „dass die Menschen bei den Dispozinsen nicht weiter abgezockt werden“. Die Dispozinsen dürften nur knapp über dem Leitzins liegen. „Jetzt liegen sie im Unermesslichen und machen die Menschen noch ärmer.“

Verehrte Foristen, ihr regt euch, irgendwie auch zu recht, über den populistischen Schwachsinn von Rot-Grün auf, der Aufreger schlechthin ist meiner Meinung nach, dass die Redaktion des HB, sollten ja Wirtschaftsfachleute sein, diesen Unfug übernehmen und sich nicht zu blöd sind, sich vor den Karren der Gutmenschen und Volksbeglücker zu spannen und unendgeltlich(???) Wahlwerbung für diese zumachen!

Ihre Aufzählung ist beeindruckend, nichtsdestotrotz möchte ich noch ein Beispiel beitragen:
Die Bundestagsverwaltung wurde beschuldigt und verurteilt ca 70 Scheinselbständige zu beschäftigen.

Wollen sich nun die rot-grünen Volksbevormunder auch in die Geschäftsmodelle der Banken einmischen?
Das ist doch alles populistischer Unsinn?
Was kommt eigentlich dabei raus, wenn rote Farbe mit grüner Farbe gemischt wird - irgentwas bräunliches?






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