Die Profiteure der Unsicherheit? Eben die Klassiker, die jede Bank in der Schublade hat: Sparbücher, Tages- und Festgeld. „Die Menschen suchen im Moment verzweifelt nach sicheren Anlagemöglichkeiten“, bemerkt Börsenmakler und Buchautor Dirk Müller. „Da versucht man sich an alten Traditionen zu orientieren und landet bei klassischen Bankprodukten wie dem Sparbuch.“
Doch auch sie haben einen Haken. Hohe Erträge bringen sie nicht. „Wer eine gute Rendite will, sollte in Aktien und Edelmetalle investieren, am besten in physische Edelmetalle“, erklärt Müller. „Ich erwarte aber einen Kurseinbruch an den Märkten, so dass man sich auf jeden Fall dagegen mit entsprechenden Produkten - etwa Optionsscheinen - absichern sollte.“
Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.
Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.
Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.
Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.
Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.
Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind
Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.
Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.
Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.
Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.
Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.
Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.
Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.
Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.
Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.
Das ist allerdings wieder mit Arbeit verbunden, denn dafür muss man sich mit der Materie auskennen. „Wer das nicht will, muss mit den Risiken leben oder eine sehr kleine oder sogar negative Rendite akzeptieren“, schlussfolgert Müller. Richtig sicher sei momentan ohnehin nichts.
Das Problem mit den sicheren, aber niedrig verzinsten Produkten: In vielen Fällen reicht die Rendite nicht aus, um die Inflationsrate auszugleichen. Die Statistikbehörden haben zuletzt für den Euro-Raum eine Inflationsrate von rund zwei Prozent gemessen. Die Zahl allein ist zwar noch nicht sonderlich furchteinflößend; die Deutschen sind - das hat die Geschichte gelehrt - ganz andere Werte gewohnt. Zu Zeiten der Weimarer Republik etwa, zwischen Oktober 1922 und Dezember 1923, betrug die Inflationsrate 50 Prozent - pro Woche, wohlgemerkt.
Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $
Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011
Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $
Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $
Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $
Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $
Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $
Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $
Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $
Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $
Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $
Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $
Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $
Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $
Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $
Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $
Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $
Trotzdem entfalten auch geringere Werte langfristig eine verheerende Wirkung, weil die Kapitalmarktzinsen derzeit so niedrig sind und den Anstieg der Inflation nicht ausgleichen. Angenommen, die Inflationsraten liegen in den kommenden fünf Jahren nur leicht über den Zielvorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), also etwa bei 2,5 Prozent, dann führt das, den Zinseszinseffekt berücksichtigt, zu einem Kaufkraftverlust von mehr als zehn Prozent. Die Notenbanker der EZB betonen zwar, dass das schwache Wachstum in der Euro-Zone die Teuerung mittelfristig dämpfen werde. Dennoch: Gerade die Deutschen fürchten sich vor einer Geldentwertung.

Na ja, Aktien sind inzwischen wieder ein Thema. Die ganze Dramatik um das Ende des Euro ist aus dem Markt raus. Und auf Einlagensicherheit schaut auch nicht mehr jeder bei der Geldanlage. Business as usual. Bi s um nächsten Crash.
Ulrich Fielitz

Nicht jede Aktie ist auch heute noch eine Aktie. Viele sind pleite gegangen. Wenn der Euro crasht, wird auch der Aktienmarkt crashen. Zum Einsteigen ist es mE zu früh!

Die Garantie von Steinbrück und Merkel wurde ohne Legitimation des Bundestages gegeben und ist auch nicht mehr wert, als ein Schnipsel buntes Papier.
Steinbrück hat dies im Kamingespräch mit Jörg Schönenborn öffentlich zugegeben,dass sie das "tun mussten", da in D bereits ein Bankrun angelaufen war.
"Es hat ja auch funktioniert", sagte er. Man fragt sich nur, wie lange sich die Menschen für dumm verkaufen lassen. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar - warum wohl? Googeln Sie mal nach!
Hören Sie sich auch mal dieses Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=woCK0gBWS9A
Prof. Sinn liefert konkrete Zahlen. Geben Sie bei youtube.com Prof. Sinn, Prof. Hankel und Prof. Schachtschneider ein. Sie werden staunen, was sie alles finden. Schäuble beschimpft die "Milchmädchenrechnung" von Prof. Sinn - nur widerlegen kann er sie nicht!!!






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