
FrankfurtRuhm und Ehre bleiben, aber das Geld wird weniger. Die Nobelpreisträger bekommen in diesem Jahr neben der prestigeträchtigen Urkunde etwa 200.000 Euro weniger ausgezahlt als vor einem Jahr. Der Nobel-Stiftung geht es wie vielen Groß- und Kleinanlegern: Ihre Geldanlage wirft nicht mehr so viel ab wie vor Jahren noch. Die Kosten für die Verleihungszeremonien und für die Verwaltung der Gelder steigen; die Fondsmanager, die die Schweden beschäftigen, sind teuer, aber nicht immer ihr Geld wert. Kurz: Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen. Damit auf längere Sicht nicht das Stiftungsvermögen aufgezehrt wird, müssen die Nobel-Chefanleger bei den Preisträgern kürzen.
Dabei hatten die Stifter eigentlich vieles richtig gemacht: Sie haben ihr Vermögen verteilt, so, wie es schon der 1990 mit dem Nobelpreis geehrte US-Wirtschaftswissenschaftler Harry Markowitz empfahl oder wie es anschaulich ein englisches Sprichwort formuliert: „Geld ist wie Mist. Es ist gut, wenn es ausgestreut wird.“
Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung – 2011 sind das 2640 Euro - steuer- und sozialabgabenfrei in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen.
Zusätzlich können weitere 1800 Euro lohnsteuerfrei investiert werden. Insgesamt können 4440 Euro in eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse fließen. Der Verbreitungsgrad der Betriebsrenten ist in Deutschland noch immer gering. Vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen führt die Betriebsrente noch immer ein Schattendasein.
Der Staat bezuschusst die private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen. Riester-Sparer erhalten derzeit 154 Euro Grundzulage pro Person und 185 Euro für jedes Kind. Für Nachwuchs, der nach 2008 geboren ist, gibt es sogar 300 Euro.
Voraussetzung für die volle Förderung ist, dass der Sparer vier Prozent seines jährlichen Bruttolohns einzahlt, wobei bis zu 2100 Euro gefördert werden. Außerdem können Beiträge bis zu dieser Höhe steuerlich geltend gemacht werden. Förderberechtigt sind grundsätzlich Angestellte sowie Beamte und deren Ehepartner.
Die Rürup-Rente richtet sich in erster Linie an Selbstständige. Sparer können einen wachsenden Teil der Einzahlungen von der Steuer absetzen.
Aktuell sind es 72 Prozent, bis 2025 soll der Anteil auf 100 Prozent ansteigen. Pro Jahr sind steuerbegünstigte Einzahlungen von bis zu 20.000 Euro (40.000 Euro für Verheiratete) möglich.
Investoren kaufen von allen möglichen Anlagen ein bisschen, um das Depot für den Ruhestand auf ein Fundament mit vielen Säulen zu stellen. Ist eine Säule ein wenig brüchig, gleichen die anderen stabilen dies aus, so die Idee. Die Nobel-Experten etwa steckten 47 Prozent des Geldes in Aktien, und dieser Teil verlor 9,3 Prozent an Wert. Nur 20 Prozent der Gelder wurden in Anleihen investiert oder in Festgeldern geparkt, die immerhin ein Plus von 3,3 Prozent brachten. Immobilien machten neun Prozent der Anlagen aus, insgesamt 24 Prozent entfielen auf Hedge- und Private-Equity-Fonds. Durch die Kombination der verschiedenen Geldanlagen konnten die Stockholmer die Verluste reduzieren. Aber das Ziel, dadurch unterm Strich im Plus zu bleiben, haben die Stifter zuletzt verfehlt: Das Vermögen sank 2011 um 2,6 Prozent.
Ein Grund: Die Aktienquote der Stiftung war sehr hoch – und Gold fehlte im Depot völlig.
Bei einer langfristigen Finanzplanung ist die Inflation ein wesentlicher Faktor. „100 Euro sind in 20 Jahren bei einer angenommenen jährlichen Inflationsrate von zwei Prozent nur noch 67 Euro wert“, rechnet Finanzexperte Siebold vor.
„Steigt die Inflationsrate auf drei Prozent, sind es nur noch rund 55 Euro.“ Nach 30 Jahren seien 100 Euro bei zwei Prozent Teuerung nur 55 Euro und bei drei Prozent nur rund 41 Euro wert, so der Experte. Einen Inflationsschutz bieten nach Expertenansicht Sachwerte wie Aktien oder Immobilien.
Die Deutschen scheuen das Risiko, doch das kann bei der Altersvorsorge unangenehme Folgen haben. „Viele Deutsche fühlen sich mit Bar- und Festgeld sowie mit sicheren Rentenpapieren wohl“, sagt Finanzplaner Christian Siebold.
„Aber wirklich riskant ist es, langfristig nicht auch chancenorientierte Investments beizumischen, damit die Rendite stimmt“, meint der Fachmann. Experten empfehlen Aktien, Anleihen und Fonds als chancenorientierte Anlagen. Auch alternative Investments wie Private Equity (außerbörsliche Beteiligungen), Rohstoffe oder Hedge-Fonds können ein Baustein des langfristig orientierten Altersvorsorgeportfolios sein.
Wer sich für ein Produkt entscheidet, sollte sich die Details genau anschauen. Private Rentenversicherungen bieten Flexibilität, die Einzahlungen lassen sich anpassen.
Wird aber beispielsweise die Riester-Rente nicht hoch genug bespart, zahlt der Staat auch nicht die volle Förderung. Grundsätzlich sollten Verbraucher unabhängigen Rat einholen und dafür auch Geld investieren.
Wenn schon große Stiftungen versagen, die teure Vermögensmanager bezahlen, wie kann der Normalsparer sinnvoll sein Depot aufteilen?

90% Silber und 10% Gold. Lange haltbare Lebensmittel auf Vorrat. Sprossen und Keime zum selbermachen - sehr sehr lange haltbar und wahre Gesundheitsbomben !
Adressen von produzierenden Bauern auf dem Lande. Gute Luftdruckwaffen zur Selbstverteidigung. Rechtzeitig den Umgang damit üben sowie auch Selbstverteidigung / Martial Arts lernen. Hält auch jung wenn es richtig und nicht exzessiv gemacht wird ;-)

Die optimale Mischung ist 50 % Gold und 50 % Silber und die Mitgliedschaft in einem Tauschring.

Ein sehr gelungener Artikel, bis auf den letzten Absatz. Da werden Aktionsangebote von traditionellen Fonds mit Standardkonditionen von ETF-Sparplänen verglichen, wohingegen im Absatz darüber explizit erwähnt wird, dass es solche Aktionsangebote auch auf ETF-Sparpläne gibt.
Dann unterscheiden sich ETFs und traditionelle Fonds nur noch in den laufenden Fondskosten. Während ein DAX ETF 0,15% pro Jahr kostet, so kostet ein traditioneller Fonds auf deutsche Aktien um die 1,50% pro Jahr. Eine Ersparnis von 90% pro Jahr an Kosten!
Eine praktische Übersicht über alle ETF-Sparpläne inklusive aller ETF-Sparplanaktionen der Onlinebroker findet man unter www.justetf.com/sparplan.
Wer sich für die 1,5% eine Mehrrendite über den Vergleichsindex erhofft, der wird oft enttäuscht. Hierzu gibt es zahlreiche Studien. So zum Beispiel eine erst kürzlich wieder erschiene Studie von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (April 2012).






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