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Vorsorge: Schlecht versorgt mit der Riester-Rente

Börsenturbulenzen, wankende Banken und verschuldete Staaten bedrohen das Ersparte. Die Riester-Rente scheint da auf den ersten Blick attraktiv. Aber Vorsicht: Trotz Förderung werden oft nur auf geringe Renditen erzielt.

Riester-Verträge haben viele Tücken. Quelle: dpa-tmn
Riester-Verträge haben viele Tücken. Quelle: dpa-tmn

DüsseldorfGeringe Beiträge, staatliche Zulagen und Steuervorteile über Jahrzehnte, am Ende eine lebenslange Rente – eigentlich sind die Zutaten für die vor zehn Jahren von Ex-Arbeitsminister Walter Riester erfundene private Altersvorsorge nahezu perfekt. Das denken wohl die 14,8 Millionen Deutschen, die seit 2001 einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.

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Doch inzwischen wachsen in der Bevölkerung die Zweifel, ob die Riester-Rente hält, was sie verspricht: Nach starken Zuwächsen in den ersten Jahren stagniert die Zahl der Vertragsabschlüsse. Im ersten Halbjahr erhöhte sich die Zahl der Riester-Sparer nur um 409.000. Im gesamten Jahr 2010 kamen noch dreimal so viele neue Verträge hinzu.

Nach einer Studie des Sparkassen- und Giroverbands haben aktuell 45 Prozent aller Riester-Berechtigten, vor allem alle Pflichtversicherten in der Rentenversicherung, tatsächlich einen solchen Vertrag abgeschlossen – genauso viele wie im Vorjahr. Die wachsende Skepsis gegenüber dem Riester-Modell, die aus diesen Zahlen spricht, ist berechtigt. Denn die staatliche geförderte Altersvorsorge entpuppt sich bei genauem Hinsehen nicht als der viel gepriesene wertvolle Zusatzbaustein, um die magere gesetzliche Rente aufzubessern.

Altersvorsorge Die größten Riester-Irrtümer

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Vielmehr hängt es von den Lebensumständen und – wie bei anderen Rentenversicherungen auch – letztlich von der Lebensdauer ab, ob sich Riestern jemals rechnet. Denn trotz Förderung müssen Sparer oft erst ein fast schon biblisches Alter von über 90 Jahren erreichen, um auf eine auskömmliche Rendite nach Steuern zu kommen und wenigstens die Inflation, aktuell etwa 2,6 Prozent pro Jahr, zu schlagen. „Gerade die komplizierten Regeln der Riester-Rente haben den Anbietern geholfen, das zu verschleiern“, sagt Stefanie Kühn, Honorarberaterin aus Grafing.

Aufgrund der großen Resonanz auf diesen Beitrag wird die WirtschaftsWoche das Thema in den nächsten Wochen weiter verfolgen. Stellen Sie der Redaktion Ihre Fragen zum Thema Riester-Rente. Bitte nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion am Ende der Artikelseite.

  • 28.11.2011, 15:53 UhrAnonymer Benutzer: Brain1966

    bei aller Kritik: dass der Riesterbaustein kompliziert anzuwenden ist (weil halt sehr verwaltungsaufwendig)und fast täglich nur noch schlecht geredet wird, sollte den einzelnen Sparer nicht davon abhalten, sich die Schublade zu öffnen; wer sich nur mit dem Mindestbeitrag verpflichtet (weil er längerfristig nicht planen kann) produziert anfänglich auch nur sehr überschaubare Kosten; und wenn ich am Jahresende entscheiden kann, ob ich das Geld auf dem Festgeld für 0% -2% oder in meinen Riester-Vertrag lege, dann kann ich sehr gut flexibel entscheiden.
    Bitte niemals vergessen, dass uns der Staat gar nichts schenkt. Schliesslich hat er es uns am Anfang weggenommen.

    Meine Meinung: wer nichts macht, macht etwas verkehrt. Und wer es selber im Internet erledigt, vergisst schnell die vielen Sonderregelungen im Laufe der Zeit und verschenkt dann wirklich Geld. Und bitte auch verraten, dass ich nicht 90 werden muss!!! wer in 20 Jahren seine eigene Immobilie mit seinem Riesterguthaben tilgt, kann schon vor der Rente an sein Kapital.

    Durch die permanenten Diskusssionen werden Meschen sogar davon abgehalten sich mit einer Sonderzahlung iHV 100,-- € 5 und Zulagen zu sichern. Wenn

  • 24.10.2011, 17:21 UhrAnonymer Benutzer: Hansen

    Als Versicherungsmakler empfehle ich dieses Produkt Niemanden.

    Wenn ein Makler sowas öffentlich von sich gibt hat er seinen Beruf verfehlt, da es die PFLICHT ist den Kunden auf diese Möglichkeiten hinzuweisen !

    Als gebundener Versichersicherungsvermittler bin ich zwar meiner Gesellschaft verpflichtet, überprüfe dennoch gewissenhaft den Bedarf der Kunden .

    Für einen Selbstständigen Riester = Blödsinn lieber andere Formen !

    Eine Mutter mit 3 Kindern eines unter 3 Jahre ja zu Riester da 824 € vom Staat sprechen für sich, nicht zu vergessen das diese Frau vermutlich nicht so bald wieder voll arbeiten kann.

    Es gibt viele Wege der Altersvorsorge ( Klassische Lebenverträge allerdings sind ungeeignet((in jeder Art)) )

    Selbst Fonds kann man anbieten, bitte nur nicht die Hauseigenen, lieber Frei gemanagt .....

    Auch meinen Vorrednern muß ich teilweise rechtgeben :

    Riester ist Furchtbar wenn von unwissenden Reportern erklärt !

    Die Einschränkungen die diese Vorsorge nunmal hat, wurde aus einen guten Grund eingeführt, sie sollen fürs
    Alter eine Rente ansparen und nicht Kapital aufbauen um zb ein Auto zu kaufen, ausserdem die Rentenkürzung des Eckrentners kompensieren ! (wer war das nochmal ???)

  • 21.10.2011, 09:10 UhrAnonymer Benutzer: E.Stopp

    Riester - und Rürup - R Enten sind Volksverdummung und nur ein Mosaikstein in der verfehlten Finanz - Bankenpolitik in diesem Land. Es geht in keiner Weise um den Nutzen für den Kunden, es geht nur um den Profit für die Anbieter. Riestern ist wie Lotto - spielen. Als Versicherungsmakler empfehle ich dieses Produkt Niemanden. Denn: Es ist garantiert, das nichts garantiert ist ( siehe VVG §§ 153, 163, 169, VAG § 89, Protektor, siehe Edw bei Phoenix).

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