Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen
Für Zeitwertkonten beginnt eine neue Ära

Etwa ein Drittel der Unternehmen in Deutschland setzt mittlerweile auf Zeitwertkonten. Nun hat auch die Bundesregierung die Chancen des Modells erkannt und will die Rahmenbedingungen für die Verwendung und den Insolvenzschutz von Wertguthaben verbessern.

HAMBURG. Zeitwertkonten werden immer beliebter. Laut Umfragen setzt inzwischen etwa ein Drittel der Unternehmen in Deutschland auf Zeitwertkonten. Auch die Politik hat die Bedeutung einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung durch kurz- und längerfristig ausgerichtete Arbeitszeitkontenmodelle erkannt. Deshalb bekennt sich der Koalitionsvertrag der Bundesregierung zu Wertkontensystemen - die Regierung möchte die Rahmenbedingungen für die Verwendung und den Insolvenzschutz von Wertguthaben verbessern.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Entwurf zur Änderung des FlexiG - des Gesetzes zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen - vorgelegt - er wurde als Regierungsentwurf vom Kabinett verabschiedet. Die geplanten Änderungen sollen zum 1. Januar 2009 in Kraft treten und enthalten wichtige Neuerungen. Zunächst betreffen sie die Abgrenzung zwischen Wertguthaben und kurzfristig ausgerichteten Arbeitszeitkonten. Nur Wertguthaben unterliegen den verschärften gesetzlichen Insolvenzschutzvorschriften - und für Wertguthaben müssen besondere sozialversicherungsrechtliche Aufzeichnungspflichten erfüllt werden, sollen Sozialabgaben bis zur Auszahlung der Wertguthaben gestundet werden. Arbeitszeitkonten zur Flexibilisierung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit oder zum Ausgleich von Auslastungsschwankungen sollen nicht mit zusätzlichen Insolvenzsicherungskosten belastet werden und fallen nicht unter den Wertguthabenbegriff.

Zudem werden neue Regelungen zur Verwendung und Führung von Wertguthaben eingeführt. Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer dies nicht in einer Betriebsvereinbarung ausschließen, sollen Wertguthaben in Zukunft auch für Elternzeiten, Pflegezeiten oder im Rahmen einer Teilzeitarbeit abgebaut werden können. Auch sollen Wertguthaben künftig nur noch in Geld geführt werden dürfen. Für die vor allem im Mittelstand verbreiteten in Zeit geführten Langzeitkonten gilt ein Bestandsschutz. Bestehende Modelle müssen insoweit nicht angepasst werden.

Seite 1:

Für Zeitwertkonten beginnt eine neue Ära

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%