Altersvorsorge
Auf den Spuren von Riester

Finanzkrise hin oder her - die Riester-Rente lockt die Deutschen auf den Kapitalmarkt. Im extrem krisengeschüttelten dritten Quartal 2008 haben sie immerhin rund 420 000 neue Verträge für die staatlich geförderte private Zusatzrente im Alter unterschrieben. Und der Anteil der meist auf Aktien und Anleihen basierenden Fonds-Sparpläne ist weiter gestiegen. Gründe für diese Kapitalmarktaffinität in unsicherer Zeit gibt es offenbar mehrere.



FRANKFURT. Die Riester-Rente trumpft erstens auf in Punkto Sicherheit: Der Gesetzgeber schreibt eine Garantie der eingezahlten Beiträge plus der staatlichen Zulagen zum Beginn der Auszahlphase vor. "Der Kapitalerhalt spielt bei den Menschen eine immer wichtigere Rolle", weiß Thorsten Rudnik vom verbrauchernahen Bund der Versicherten aus Beratungsgesprächen.



Zweitens hat sich die Riester-Rente etabliert. Inzwischen riestert mehr als jeder dritte der 33 Millionen Förderberechtigten (siehe Infografik: "Das Riestern wird immer beliebter") - das sind Arbeitnehmer und Selbstständige, die in der Rentenversicherung pflichtversichert sind, Beamte, Hausfrauen und Arbeitslose. In den ersten Jahren traf die Förderrente auf wenig Resonanz, da sie als bürokratisch und für Finanzvertriebe unattraktiv galt. Seit die Vertriebsvergütung verbessert wurde, verkaufen Berater das Produkt aktiver.

Die durch Zulagen und Steuervorteile geförderte private Zusatzrente wird vor allem als Rentenversicherung verkauft. Knapp jeder fünfte Riester-Vertrag ist ein Fondssparplan. Außerdem gibt es Banksparpläne und neuerdings auch den Wohn-Riester, also die Förderung einer selbst genutzten Immobilie.

Die seit November geltende Immobilienförderung wird von Verbraucherschützern einhellig begrüßt. "Der Wohn-Riester ist eine gute Ergänzung des geförderten Sparens für das Alter", sagt Arno Gottschalk, Finanzberater bei der Verbraucherzentrale Bremen.

Grundsätzlich halten Experten die Riester-Rente für jeden Förderberechtigten für geeignet. "Jeder, der mit den Bedingungen zurecht kommt, sollte Zulagen und Steuerförderung mitnehmen", sagt Rudnik. Für Familien und Bezieher niedrigerer Einkommen stehen dabei die Zulagen im Vordergrund, für Besserverdienende der Abzug der Beiträge von der Steuer (siehe "Riester-Förderung").

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