Altersvorsorge
Auf die gesetzliche Rente gepfiffen

Deutsche Arbeitnehmer halten Zusatzvorsorge fürs Alter für wichtig. Private Vorsorge ist für sei am bedeutendsten, danach die Vorsorge über den Arbeitgeber, so das Ergebnis einer Umfrage. Nur an Fachwissen mangelt es.
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FrankfurtDie Menschen haben nun offenbar verstanden: Ihre gesetzliche Rente wird nicht mehr reichen für ein auskömmliches Dasein im Alter. Zusätzliche Vorsorge ist angesagt. Dabei setzen Arbeitnehmer in Deutschland am allerliebsten auf die private Altersvorsorge vor der betrieblichen Variante. Das könnte auch daran liegen, dass die meisten Arbeitnehmer zu wenig über die Vorsorge informiert sind, die ihnen ihr Arbeitgeber anbietet.

Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1026 deutschen Arbeitnehmern des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der niederländischen KAS Bank, einem Wertpapierdienstleister für Anbieter betrieblicher Altersvorsorge.

„Das Vertrauen der Menschen in die gesetzliche Rente scheint erschüttert“, resümiert Frank Vogel, Deutschland-Chef der KAS Bank. „Aber sie wollen Geld in Altersvorsorge investieren.“ So halten fast zwei Drittel der befragten Angestellten und Arbeiter private Altersvorsorge für eine geeignete Möglichkeit, ausreichend fürs Alter zurückzulegen. Gut die Hälfte gesteht dies auch der Vorsorge über den Betrieb zu.

Abgewatscht wurde dagegen die gesetzliche Rente: Nur 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer glauben daran, dass die so genannte erste Säule der Altersvorsorge für sie ausreicht. Dazu passt, dass 60 Prozent der Befragten mehr privat fürs Alter vorsorgen würden, wenn sie heute ihre Altersvorsorge neu ordneten. Knapp die Hälfte würde die betriebliche Vorsorge ausbauen.

„Immenses Potenzial“ spricht Vogel von der KAS Bank der betrieblichen Vorsorge zu – gerade auch, weil Arbeitnehmer diese staatlich und oft vom Arbeitgeber geförderte Form des Alterssparens nur als zweitwichtigste Vorsorgeart nennen. Warum ist das aber so? Wenn Finanzberater über das Sparen fürs Alter sprechen, empfehlen die Experten ihren Kunden stets, zunächst die Fördermöglichkeiten der betrieblichen Vorsorge auszuschöpfen.

Denn der Fiskus fördert das Sparen via Arbeitgeber durchaus gewichtig: So können Arbeitnehmer im diesem Jahr immerhin bis zu 2.904 Euro steuer- und sozialabgabenfrei ansparen, hinzukommen steuerfreie 1.800 Euro für Verträge ab 2005. Und oft zahlt der Arbeitgeber noch einen Teil der Beiträge.

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Mehrheit der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Betriebsrente

Kommentare zu " Altersvorsorge: Auf die gesetzliche Rente gepfiffen"

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  • Auf einen solchen Artikel kann ich pfeiffen, denn die Masse hat nur die gesetzliche Rente und ich hoffe, daß die Propaganda-Medien nicht in der Lage sind die
    "Deutsche Rentenversicherung" weiter zu diskreditieren.

  • VersicherungsJournal,de
    Altersvorsorge: Auf die gesetzliche Rente gepfiffen
    25.6.2015 – Deutsche Arbeitnehmer halten Zusatzvorsorge fürs Alter für wichtig. Private Vorsorge ist für sei am bedeutendsten, danach die Vorsorge über den Arbeitgeber, so das Ergebnis einer Umfrage. Nur an Fachwissen mangelt es.

  • Herr Fred Meisenkaiser@
    So und nicht anders ist das.

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