Altersvorsorge
Die Deutschen sparen viel – aber nicht immer richtig

Die Deutschen sparen viel. Doch die Ersparnisse reichen nicht aus, um die Rentenlöcher zu stopfen.

Sparquote: Rund 155 Mrd. Euro haben die Deutschen 2004 gespart, das waren 1,2 Mrd. Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Sparquote stieg auf 10,6 Prozent. Damit wird in Deutschland mehr als in den meisten anderen europäischen Ländern zurückgelegt. Doch die Ersparnisse reichen noch lange nicht, um die wachsenden Rentenlöcher zu stopfen.

Die sinkenden Geburtenzahlen entsprechen einer „unterlassenen Investition in Humankapital“, heißt es in einer Studie der Universität Mannheim. Zehn Prozent müssten auf Grund der demographischen Effekte von der Sparquote abgezogen werden.

Zwei Klassen: Erst ab einem Nettoeinkommen von mehr als 1 000 Euro schaffen es die Deutschen, zu sparen. Zwei Drittel sparen nicht oder zu wenig. Nur das oberste Einkommensdrittel legt mit einer Sparquote von gut 20 Prozent genug zurück, um auch im Alter komfortabel leben zu können, schätzt das Deutsche Institut für Altersvorsorge, das der Deutschen Bank nahe steht. Hinzu kommt: Es wird auch noch falsch gespart. Nach dem Platzen der Spekulationsblase stecken die Deutschen ihr Geld in Rentenpapiere, Sparbücher oder Immobilien. Diese Sparformen bringen aber oft zu wenig Rendite.

Wissensstand: Vielen Deutschen ist zwar bewusst, dass die Rentenlöcher immer größer werden, aber sie schieben das Problem vor sich her. Vor allem unter den Jüngeren hat fast jeder zweite keine Vorstellung, welche Einkommensquellen ihm im Alter zur Verfügung stehen werden. Je früher ein Bürger mit dem Sparen anfängt, desto weniger schmerzt die Vorsorge. Brauchbare Rechner zur Ermittlung der Rentenlücke sind etwa bei Stiftung Warentest ( http://www.stiftung-warentest.de,Stichwort „Versicherung + Vorsorge“) und beim Deutschen Institut für Altersvorsorge http://www.dia-vorsorge.de , zu finden.

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