Altersvorsorge So groß ist Ihre Rentenlücke wirklich

Wer im Alter genügend Geld auf der hohen Kante haben will, muss frühzeitig mit dem Sparen beginnen. Viele Rentner in spe wissen das. Aber wissen sie auch, wie viel Geld sie tatsächlich brauchen werden?
  • Silke Fredrich
28 Kommentare
Vielen Deutschen droht die Altersarmut. Quelle: dpa

Vielen Deutschen droht die Altersarmut.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWie groß die Rentenlücke tatsächlich ausfällt und wie viele davon betroffen sind, darüber streiten sich derzeit die Experten. Sicher ist: Von der staatlichen Rente bleibt kaum etwas übrig und die meisten Vorsorgeprodukte sind unsicher.

Im Auftrag der WirtschaftsWoche hat Christian Lange, Finanzökonom beim Vermögensberater VZ VermögensZentrum, ausgerechnet, was das für konkrete Lebenssituationen bedeutet:

  1. für den Familienvater mit zwei Kindern
  2. die alleinerziehende Teilzeit arbeitende Mutter
  3. den 60-jährigen Angestellten
  4. den gerade fertig studierten Berufseinsteiger.

Alle Betroffenen müssen berücksichtigen, dass die heute festgestellte Versorgungslücke inflationsbedingt noch wächst. Wer später einmal 1800 Euro monatlich zur Verfügung haben möchte, es mit seinen Beiträgen aber bis zum Renteneintritt nur auf eine Rente von 800 Euro bringen wird, dessen Lücke ist nur nach heutigem Stand bereits 1000 Euro groß.

Bei einer Inflation von drei Prozent werden binnen 20 Jahren aus den fehlenden 1000 Euro dann schon 1.806 Euro - und das monatlich.

Fazit: Alle Altersgruppen müssen vor allem schnell gegensteuern und sich um private Vorsorge kümmern.

750 Euro monatlich
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

28 Kommentare zu "Altersvorsorge: So groß ist Ihre Rentenlücke wirklich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn ich mir die Kommentare anschaue leben die Meisten in einer Traumwelt.
    Welche Rente?
    So wie in Russland oder in Bulgarien, momentan wenn es gut läuft.

    Wieviele Billionen Derivate haben Deutsche Bank, Commerzbank etc gebunkert, die systemrelevant sind und für die der Steuerzahler, Rentenr etc haftet?
    Da ist das angeblich Vermögen der Deutschen eine Fliegenschiß dagegen.
    Aber Realitätsverweigerung ist so bequem.
    Morgen ja morgen ändere ich etwas oder vielleicht nächste Woche?
    Verdammt da kommt jetzt noch die Steuererhöhung, Vermögenssteuer, Arbeitslosigkeit und die Währungsreform.
    Das war's.

  • GOLD, Silber.

  • Genau richtig, habe auch schon in edelmetall investiert.Und kaufe jeden Monat nach, nach möglichkeiten.Wer sein Geld nicht in Sicherheit bringt,wird es verlieren. Gold und Silber verlieren niemals.Und werden niemals gegen Null tendieren.

    sehr empfehlenswert, die Seite Hartgeld.com
    mfg.g.k.Bremen

  • ich kann die Logik nicht wirklich im Artikel nachvollziehen... Lege ich die 300.000 in solide Dividendenwerte an die zuverlässig im Schnitt 4% Dividende bezahlen kann ich 1000 Euro im Monat verprassen ohne die 300.000 überhaupt anzufassen... ich denke die Zahlen sollen nur Angst erzeugen.
    Die Alterspyramide haben wir schon seit Bismarck. Schlimmer wirken da schon die Drohungen mit der Vermögenssteuer, die tut den Reichen nicht weh das ist kein Problem das mit anderen Ausgaben zu verrechnen und zu egalisieren, ist aber so niedrig angesetzt das es allen anderen die Existenzgrundlage nehmen wird, jeder der sich seine Wohnung oder Häuschen vom Mund abgespart hat, wird dafür bitter bezahlen.

  • Fuer mich - , der ich Stand heute ab frühestens 2033 Zahlungen aus der Gesetzlichen Rente erhält, ist längst klar, dass diese nur einen Mindestlebensstandard, incl. Krankenversicherung absichern kann. Aber ganz so schwarz sehe ich für mich & die Allgemeinheit nicht - mit einer Direktversicherung/Betriebsrente & kleiner Lebensversicherung als Beispiel sieht das alles wieder anders aus. Als Rentner muss ich dann auch keine Kinder mehr unterhalten. Und wer nicht gerade jedes Jahr auf Weltreise gehen möchte sollte dann ein vernünftiges Auskommen haben - sicher, wer sein Leben lang im Niedriglohnsektor arbeitet, oder gar nichts bei Seite legt, kommt da nicht ran, aber für die Breite Masse gilt aus meiner Sicht noch immer Jammern auf hohem Niveau.

  • Leute spart in echtem Geld, in Silberunzen zum Beispiel. Derzeit nur 7% MWSt. drauf, wer es sich leiste kann, der kann auch Krügerrand anlegen.
    Bei den deutschen Goldeuro kassiert der Finanzminister stark mit, deshalb nicht empfehlenswert. Ach ja, diese Ersparnisse kann man leicht mitnehmen, nicht steuerpflichtig und werden weltweit genommen.
    Warum machen das so wenige?

  • Niemand weiß wie groß die Rentenlücke ist, da niemand weiß, was mit unserer Währung passieren wird.

  • Wie werden die Beamten im Ruhestand finanziert? z.B. Studienrat, Besoldungsstufe A14 = 4800 €/Monat, davon 71% als Pension = 3400 €/Monat,Bezugsdauer 15 Jahre (Beamte leben 2 Jahre länger) macht einen Barwert von 613000 €. Bei seinem letzten Gehalt hat er 52000 € versteurt und bezahlt 8800 € Einkommensteuer/Jahr.
    Um 613000 € anzusparen muss er bei einer Arbeitsdauer von 40 Jahren jährlich 15300 € ansparen um auf den o.g. Barwert zu kommen. D.h. seine Einkommesteuer reicht bei weitem nicht aus seine Pension zu finanzieren. Diese Beispiel läßt sich auf die gesamte Beamtenschalt übertragen. Beamte zahlen nocht nicht einmal Beiträge zur ihrer üppigen Altersversorgung. Die Dummen sind die Mittelschicht, sie bezahlen 20 % ihres Einkommens in die Rentenversicherung und noch einmal mindestens den gleichen Betrag als Einkommensteuer.

  • Schön, dass das brisante Thema "Versorgungslücke" oder drohende "Altersarmut" nun mal wieder diskutiert wird. Doch vermutlich wird diese Erkenntnis, wie seit vielen Jahren, bald wieder von der Tagesordnung verdrängt und die Betroffenen ohne sinnvolle Lösungsansätze zurück- und alleine gelassen, obwohl es für viele Leute, sofern rechtzeitig erkannt, relativ einfache Lösungen gäbe. Leider werden wirklich zielgerichtete Lösungen von unserer "Elite" (auch von den meisten Beratern) gerne verschwiegen, obwohl selbst eingesetzt. Zielgerichtete Lösungen für jeden Einzelnen erfordern i.d.R nur "Klartext" und "freies Denken" auf Beraterseite und die Bereitschaft zu verantwortungsvollem Denken und Handeln durch jeden Einzelnen - denn eigentlich gilt: "Jeder ist für sich selbst der beste Berater".

    mfg, Ralf Borchers / www.markt-intakt.de

  • Netter Artikel über die Grundzüge der Zins und Zinseszinsrechnung...hier halt in Form von Inflation. Der Schreiberling (und alle in der Politik) bleibt halt die Antwort schuldig, wi der Familienvater im Beispiel 1 mit 2000 EUR netto nebenher 750 EUR für die Vorsorge sparen soll

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%