Altersvorsorge
Sparen in unsicheren Zeiten

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Anleger brauchen sich beim Thema Altersvorsorge weder vor der aktuellen Finanzmarktkrise, noch vor der Abgeltungssteuer, noch vor falscher Produktwahl zu fürchten - wenn sie einige grundlegende Regeln beachten. Wie Anleger auch in einem schwierigen Umfeld ihr Geld vermehren können.

DÜSSELDORF. Das gegenwärtige Umfeld ist nicht gerade ideal, um Leser für das Thema Altersvorsorge zu erwärmen. An den Weltmärkten tobt die schlimmste Finanzkrise, die erfahrene Vermögensverwalter je erlebt haben. Ab 2009 besteuert der Staat mit der Abgeltungsteuer auch Kursgewinne. Und Konjunkturexperten warnen vor der Inflation. Aber vielleicht sollten Anleger es halten, wie die Raupe, die sich vom Verkehr nicht beirren lässt und in aller Ruhe eine Asphaltstraße überquert. Die Chancen stehen sehr gut, dass sie heil auf die andere Seite kommt. Weder vor der Krise, noch vor der neuen Steuer, noch vor falscher Produktwahl brauchen Anleger Angst zu haben. So lange sich Sparer an einige vernünftige Grundregeln halten, vermehrt sich das Vermögen auch in schwierigen Zeiten.

Keine Angst vor der Krise: Das Vermögen verliert auch in schwierigen Zeiten kaum an Wert, wenn es gut aufgebaut ist. Vor einiger Zeit hat unsere Redaktion ein ziemlich brav aufgebautes Depot vorgestellt. Es enthielt keine genialen Aktientipps, raffinierten Zertifikate oder Hochzinsanleihen. Das Depot war nur vernünftig gestreut und enthielt sogar zu einem Drittel einen Aktien-Indexfonds auf den MSCI Europe. Wir hatten ausgerechnet, wie viel das Depot verloren hätte, wenn wir 100 000 Euro auf diese Weise zum ungünstigsten Zeitpunkt angelegt hätten, nämlich zum Höhepunkt der Aktienmarktrally Anfang Juni 2007.

Ergebnis: das Depot hätte sich fast im Wert gehalten. Vor fünf Jahren angelegt, hätte das gleiche Depot trotz der jüngsten Aktienmarkteinbrüche sogar 45 Prozent an Wert gewonnen. Einen Monat später sehen die Werte noch besser aus: Das im Juni 2007 angelegte Depot hätte im April schon wieder 3 580 Euro zugelegt, weil die Aktienkurse gestiegen sind. Das vor fünf Jahren investierte Vermögen hätte sich sogar seit Ende März um gut 6 000 Euro vermehrt. So viel Rendite hätte eine Kombination aus den Lieblingssparformen der Deutschen nicht gebracht: Lebensversicherungen, Sparbücher und Festgeld.

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