Altersvorsorge Ü50: Überwinden Sie Ihr T-Aktien-Trauma

Altersvorsorge Ü50
Überwinden Sie Ihr T-Aktien-Trauma

Die Ernüchterung kommt spätestens mit dem Rentenbescheid. Dieser Betrag wird im Alter niemals reichen. Ein Grund zum Verzweifeln ist das aber nicht – auch wenn Sie heute bereits 50 sind. So funktioniert es.
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DüsseldorfKommt ein 50-Jähriger mit seinem Sparbuch zum Vermögensberater. Sie lachen schon? Warten Sie mal ab. Kommt ein 50-Jähriger zum Vermögensberater und möchte in Aktien investieren. Amüsant? Schockierend? Mitnichten, denn angesichts der niedrigen Zinsen bei Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten, bleibt auch einem 50-Jährigen – sofern er an Vermögensaufbau interessiert ist – nur das Investment in Wertpapiere übrig.

Sie wollen widersprechen? Bitte, aber fangen Sie jetzt nicht wieder von Ihrer T-Aktie an. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Hunderttausende mit diesem Papier Geld verloren haben – mitunter auch viel Geld. Aber warum haben Sie auch alles auf eine Karte gesetzt? Dass Sie diesen Fehler nicht noch einmal machen wollen, ist schon mal positiv. Deshalb aber gleich sämtliche Aktieninvestments zu verteufeln, wäre fatal. Denn eine risikolose Geldanlage gibt es nicht mehr.

Wer weiterhin auf verzinste Spareinlagen setzt, kann damit nicht einmal die Inflation ausgleichen. Etwas muss sich also ändern. Das zeigte Ende 2014 auch eine Umfrage im Auftrag des Bankenverbands. Demnach waren zwei Drittel der Anleger mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage im zurückliegenden Jahr nicht zufrieden. 2012 war immerhin nur knapp jeder Zweite unzufrieden. Und tatsächlich könnte diese Unzufriedenheit zu einem Sinneswandel führen.


So kommt der GfK-Verein in seinem Investmentbarometer 2015 zu dem Ergebnis, dass Tagesgeld und Sparbuch 2014 im Vergleich zu 2011 am stärksten in der Gunst der Privatanleger verloren haben. Bei der Frage nach den attraktivsten Geldanlage- oder Geldaufbewahrungsformen nannten nur noch 19 Prozent das Tagesgeld (2011: 33 Prozent) und zehn Prozent das Sparbuch (2011: 24 Prozent). Aktien und Investmentfonds waren dagegen die einzigen Anlageformen, die an Attraktivität gewonnen haben. Beide wurden nun immerhin von 17 Prozent der Befragten genannt. 2011 konnten sich für Aktien nur acht Prozent und für Investmentfonds nur 14 Prozent der Befragten begeistern.

Vom Aufleben einer Aktienkultur kann trotzdem keine Rede sein, denn zwischen Theorie und Praxis liegen Welten. Bei der Frage nach den tatsächlich genutzten Anlageformen landete das Sparbuch mit 43 Prozent auf Platz zwei – nur getoppt von der eigenen Immobilie (45 Prozent). Die Aktienquote, so hat das Deutsche Aktieninstitut jüngst ermittelt, ist 2014 jedoch abermals gesunken. Nachdem 2012 etwa 12,8 Millionen Deutsche in Aktien oder Aktienfonds investiert hatten, waren es 2014 nur noch 8,4 Millionen.


Immerhin, als Aktienmuffel befinden Sie sich also in bester Gesellschaft. Doch diese Erkenntnis hilft nicht weiter. Vielmehr sollte sich daran die Frage anschließen, warum Sie eine solche Aktien-Allergie haben. Liegt es an der Angst vor dem Risiko und der kurzen Zeit bis zur Rente? Nun, wer heute 50 Jahre alt ist, wird in der Regel noch mindestens 17 Jahre arbeiten müssen. „Tatsächlich ist der Anlagehorizont für die Altersvorsorge aber noch länger“, erklärt Michael Huber vom Vermögenszentrum in Frankfurt. „Schließlich benötigt man bei Renteneintritt nicht das komplette Kapital auf einen Schlag.“ Auch, wenn es an der Börse zwischenzeitlich mal wieder abwärts geht, bleibt also noch genug Zeit, das wieder auszugleichen.

Kommentare zu " Altersvorsorge Ü50: Überwinden Sie Ihr T-Aktien-Trauma"

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  • GB0032137860. Vergleichbare Fonds finden Sie bestimmt.
    LU0530118024 Denken Sie über den Bund-Future nach.
    DE000A0KRKN3. Meinen Sie Öl wird noch billiger?

  • G. Nampf@
    Auf irgendwelche Indexe schauen hat keinen Sinn, Sie sollten einzelne Firmen betrachten. Da gibt es jede Menge langfristige Chancen. Hier im HB stehen die
    entsprechenden Artikel.

  • welcher Fonds ?

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