Anleger brauchen Marktkenntnis und Analysewerkzeuge
Portfoliostrategie muss gut geplant sein

Anleger wollen ihre Erträge maximieren und zugleich die Risiken dämpfen. Wichtig ist dabei nicht nur die Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, sondern auch Kenntnisse über Märkte und Analysetechniken.

Die zum Teil kräftige Aufwärtsbewegung an den internationalen Aktienmärkten hält seit mittlerweile rund 30 Monaten an. Und trotzdem nimmt die Komplexität des makroökonomischen Umfeldes auf Grund vieler gegenläufiger Faktoren weiter zu. Bereits in den vergangenen zweieinhalb Jahren gaben die Wertpapiermärkte ein sehr uneinheitliches und unklares Bild ab. So spiegeln beispielsweise die festverzinslichen Wertpapiere mit ihren historisch niedrigen Renditen ein anderes konjunkturelles Szenario wider als etwa die Anlageklasse Aktien.

Eine ausschließliche Beschäftigung mit dem konjunkturellen Umfeld würde Investoren demnach keine zufrieden stellende Grundlage für eine zielführende Anlageentscheidung liefern. Wer optimale nachhaltige Ergebnisse erzielen will, muss sich bei der Anlage-Entscheidung schon allein aus diesem Grund mehrerer Analyse-Arten bedienen. Auch künftig muss der deutlich erkennbaren Komplexität eine effiziente Portfoliostrategie entgegen gestellt werden, welche die verschiedenen Einflussfaktoren beachtet.

Im Hinblick auf das Kriterium "Effizienz" ist der oberste zu berücksichtigende Grundsatz im Portfolio- Management der so genannte portfoliotheoretische Ansatz - also die Optimierung der Vermögensstruktur. Mit Blick auf die Performance ist aber auch die entsprechende Marktexpertise von großer Bedeutung.

Um eine belastbare Gesamtbetrachtung vornehmen zu können, sollte deshalb neben einer makroökonomischen Evaluierung auch die fundamentale Betrachtungsweise eingesetzt werden. Als weitere Untersuchungsinstrumente kommen dann noch die technische Analyse sowie die Stimmungsanalyse zum Einsatz.

Das Oberziel einer jeden Portfoliostrategie lautet: Maximieren der erwarteten Erträge bei gleichzeitigem Dämpfen der einzugehenden Risiken. Und so sind derPortfolioansatz sowie die unterschiedlichen Ansätze der Marktanalyse immer vor dem Hintergrund dieses Ziels zu betrachten.

Die möglichst optimale Aufteilung des verfügbaren Anlagebetrages auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Renten und Alternative Anlagen sowie diverse Teilanlageklassen ist die treibende Determinante für die erwartete Rendite und Schwankungsbreite. Es handelt sich also um eine effiziente Strategische Asset Allocation. Mit dem Wissen um die Wechselwirkungen der einzelnen Anlageklassen untereinander steht bei diesem Ansatz eine eher statische Komponente im Vordergrund. Die nicht weniger wichtige Taktische Asset Allocation ist hingegen streng mit der Einschätzung der Marktsituation verbunden und entsprechend dynamisch.

Quelle: Handelsblatt Nr. 178 vom 14.09.05 Seite b07

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