Banksparbriefe im Vergleich
Wie viel Rendite das Hamstersparen abwirft

Die Aktienkurse spielen derzeit verrückt und der Dax musste in den vergangenen Monaten deutliche Verluste hinnehmen. Für konservative Sparer gibt es eine Alternative. Was sichere Bankeinlagen langfristig noch bringen.

FrankfurtKnapp 17 Prozent Minus in den vergangenen drei Monaten – die Bilanz des Dax sieht nicht wirklich positiv aus. In solchen Zeiten werden Sparer gerne einmal sentimental. Und wagen einen Blick in die Vergangenheit. Was waren das noch für Zeiten, als es den guten alten Bundesschatzbrief noch gab.

Nostalgie könnte hochkommen: Wer im Oktober 2011 noch den Schatzbrief 2011/20 gekauft hat, freut sich heute über einen anfänglichen Zinssatz von 1,5 Prozent, der nächstes Jahr auf zwei Prozent  steigt und dann die letzten letzten Jahre mit 2,25 Prozent seinen Spitzenzins erreicht.

Über sechs Jahre ergibt das eine Rendite von 1,23 Prozent. Nicht sehr viel in der Vergangenheit, aber eine attraktive Verzinsung heute. Konservative Sparer denken: Einen solchen Schatzbrief mit aktuell 1,5 Prozent Verzinsung bei voller Sicherheit löst man nicht auf, wenn es nicht sein muss. Und heute gibt es keine Bundesschatzbriefe mehr. Die Bundesregierung hat die Ausgabe zum 31.12.2012 eingestellt.

Es gibt aber eine Alternative. Der ehemalige Konkurrent des „Schätzchens“ und aktuell dessen Nachfolger ist das Zuwachssparen oder auch Wachstumssparen bei den Banken. Heute bieten private Kreditinstitute Offerten mit steigenden Zinsen im Laufe der Jahre. „Auch wenn im historischem Zinstief keine Wunder zu erwarten sind bieten einige Banken doch ansehnliche Renditen“, sagt Max Herbst von der FMH Finanzberatung. Eine Auswertung seines Teams für Handelsblatt Online zeigt: Der beste Anbieter über einen Zeitraum von sechs Jahren ist die Hanseatic Bank mit einer Rendite von 1,13 Prozent. Weniger gute Angebote erzielen noch 0,44 Prozent Rendite.

Der Zinssatz beim Spitzenreiter steigt von einer Verzinsung von 0,45 Prozent im 1. Jahr auf bis zu  1,5 Prozent im 5. Jahr. „Das letzte Jahr des Wachstumssparangebotes wird immer besonders hoch verzinst, damit der Anleger bis zum Ende durchhält“, erklärt Herbst.

Die  SparBriefe Dynamic, Stufenzins Sparbriefe oder auch WachstumSparen-Offerten sind flexibler als vielfach gedacht. Sparer legen einmal einen größeren Betrag fest an, die steigenden Zinsen sind für die gesamte Zeit garantiert. Kunden können je nach Bank schon nach einem Monat oder erst nach einem Jahr monatlich 2.000 Euro kostenfrei wieder abrufen. Einige Anbieter schreiben allerdings wie etwa die Oyak Anker Bank eine Kündigungsfrist von drei Monaten in die Verträge. 

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