Basiskonten
Volksbank Karlsruhe reagiert, die Targobank nicht

Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat sechs Banken wegen zu teurer Basiskonten abgemahnt. Einzig die Volksbank Karlsruhe zeigt sich auf Anhieb einsichtig und senkt die Gebühr.
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Frankfurt Seit genau drei Monaten haben alle EU-Bürger das Recht auf ein so genanntes Basiskonto. Angemessene und marktübliche Preise sollen diese Konten haben. Doch das ist nicht immer Fall. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat sechs deutsche Banken wegen zu teurer Basiskonten abgemahnt, wie sie am Dienstag mitteilte. Ihre Preisgestaltung sei „mit der gesetzlichen Regelung nicht vereinbar“, argumentiert die Verbraucherzentrale Bundesverband.

Eine Abmahnung kassiert haben die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank. Sie müssen die Gebühren für ihre Basiskonten ändern, sonst droht ihnen eine Klage der Verbraucherschützer.

Das wird der Volksbank Karlsruhe nicht passieren. Sie hat bereits reagiert. Man habe das monatliche Entgelt für ihr Basiskonto gesenkt und an die Konto-Variante „Komfort-Konto“ angepasst, teilte das Geldhaus mit. Das heißt, dass das Basiskonto jetzt 5,90 Euro statt bisher 7,90 Euro kostet. Die Volksbank folge damit dem Vorschlag der Verbraucherschützer, hieß es weiter.

Die anderen Kreditinstitute, die auf die Anfrage des Handelsblatts antworteten, gehen nicht so weit. Jedenfalls noch nicht – oder sie verteidigen ihre Gebühren für das Basiskonto. Das gilt beispielsweise für die Targobank, deren Basiskonto 8,95 Euro pro Monat kostet. Der Gesetzgeber verlange eine „angemessene und marktübliche“ Bepreisung des Basis-Kontos, ohne dies weiter zu konkretisieren, so die Bank. „Darüber hinaus formuliert der Gesetzgeber den Anspruch, dass durch das Basis-Konto ein möglichst breiter Nutzerkreis, also sowohl online- wie auch filialaffine Kunden, angesprochen werden soll.“ Für die Kunden passe das „Komfort-Konto“ der Bank am besten, das ebenfalls 8,95 Euro pro Monat kostet – es sei denn, der Kunde kommt auf einen Gehaltseingang von mindestens 2000 Euro.

„Die Bepreisung halten wir für angemessen, da der Kunde hiermit ein transparentes Komplettangebot ohne versteckte Zusatzkosten erhält“, so die Targobank weiter. Im Fall der Targobank trifft die Kritik der Verbraucherschützer zu, dass auch diejenigen, die ein Basiskonto nur online führen wollen, denselben Preis zahlen wie andere Kunden der betreffenden Bank, die die Filialen besuchen wollen. Sie monieren zudem, dass Basiskonten bei einigen Geldhäusern teurer sind als vergleichbare Konten.

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  • Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
    Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

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