Beide Seiten profitieren: Betriebsrente stärkt Innenfinanzierung

Beide Seiten profitieren
Betriebsrente stärkt Innenfinanzierung

Unabhängige Betriebsrentenmodelle ohne zwischengeschaltete Banken und Versicherungen werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Bei solchen Modellen profitierten beide Seiten, die Unternehmer und auch die Mitarbeiter, sagt Dirk Spilker, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Demmer, Spilker & Co. in Frankfurt.

FRANKFURT. Bei der Anwendung dieser Modelle seien Einsparungen bis zu 15 Prozent der Personalkosten möglich, die dem Unternehmen als zusätzliche Liquidität zur Verfügung stünden, erläutert Spilker an Hand des Modells der Auxilion AG, die sich auf Mittelstandslösungen spezialisiert hat. Die Mitarbeiter sparen bei diesem Modell freiwillig einen Teil ihrer Bruttogehälter und erhalten dafür eine Kapitalzahlung mit Garantieverzinsung im Rentenalter. Das Unternehmen profitiert jedoch nicht nur durch die Umwandlung von Barlohn in Kapital, sondern es spart zudem den anteiligen Beitrag für die Sozialversicherung und kann darüber hinaus Steuervorteile für eine betriebswirtschaftliche Optimierung nutzen. Das Auxilion-System erfordert laut Unternehmensberater Spilker auch keinerlei Pensionsrückstellungen, das Geld wird in einer „Unterstützungskasse“ gebucht.

Für die Arbeitnehmer liege die garantierte Verzinsung mit üblicherweise fünf Prozent deutlich über den meisten Garantiezusagen der Versicherungswirtschaft. Alle über die Laufzeit entstandenen Ansprüche der Mitarbeiter sind jederzeit durch einen Pensions-Sicherungs-Verein insolvenzgeschützt. Darüber hinaus ist das Ansparverfahren flexibel: Einmalumwandlungen von Gehaltsteilen sind ebenso möglich wie das Aussetzen oder die Reduzierung von laufenden Beiträgen. Dies erklärt die hohe Mitarbeiterakzeptanz, die laut Spilker mit durchschnittlich 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten deutlich höher sei als bei anderen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge.

Für die Beschäftigten wirke das Auxilion-System wie ein „Mitarbeitersparbuch“, ihre Ansprüche blieben auch nach einem Ausscheiden aus dem Unternehmen erhalten und würden automatisch weiter verzinst, heißt es seitens der Pensionsmanager. Bei solchen versicherungsunabhängigen Modellen fielen nur erfolgsabhängige Einrichtungs- und Betreuungshonorare an, die sich an der Höhe der freigesetzten Liquidität orientierten, sagt er. Sozusagen als positiver Nebeneffekt winke nebenbei auch eine bessere Ratingeinstufung für die Unternehmen. Das Auxilion-Modell wird mittlerweile von fast 100 Unternehmen angewandt.

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