Berufsunfähigkeitsversicherung
Welche Policen etwas taugen

Der Schutz vor Berufsunfähigkeit ist existentiell. Schlechte Policen sind teuer und Versicherte gehen im Ernstfall leer aus. Ein Rating zeigt, welche Policen etwas taugen. Und wo sich Versicherte Sorgen machen müssen.
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DüsseldorfViele Frauen können sich freuen. Noch müssen sie im Schnitt mehr für ihre Berufsunfähigkeitspolice zahlen als die Männer, auch wenn sie den gleichen Beruf ausüben. Damit wird bald Schluss sein, ihre Tarife werden in naher Zukunft beim Neuabschluss günstiger.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) müssen die Versicherer bis zum 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife anbieten. Die bislang übliche Berücksichtigung des Geschlechts als "Risikofaktor" fällt dann weg. "Frauen müssten dann tendenziell weniger bezahlen", sagt Martin Zsohar, Geschäftsführer des Analysehauses Morgen & Morgen.

Ein guter bedarfsgerechter Schutz vor Berufsunfähigkeit ist besonders wichtig. Wer keinen Vertrag hat, riskiert bei Invalidität seine Existenz. Die staatliche Unterstützung reicht nicht aus, im Schnitt erhalten Männer kaum 800 Euro pro Monat vom Staat, Frauen knapp 700 Euro. Viel zu wenig, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Dabei ist Berufsunfähigkeit ein Massenphänomen, rund 1,5 Millionen Deutsche sind davon betroffen.

Bei den Offerten der Versicherer gibt es große Unterschiede. Viele Bedingungen haben gefährliche Lücken. Im Leistungsfall verweigern manche Gesellschaften häufiger als andere die Zahlung. Und auch bei der Solidität der bilanziellen Situation gibt es große Unterschiede.

Bei der Suche nach dem optimalen Schutz hilft ein Marktvergleich von Morgen & Morgen. Einmal im Jahr veröffentlichen die Experten ihr BU-Rating. Hierzu nehmen sie unter anderem die Bedingungen und das Verhalten der Versicherer im Leistungsfall unter die Lupe und prämieren die besten Tarife mit fünf Sternen.

BURating

Das Ergebnis zeigt einen leicht negativen Trend. "In diesem Jahr wurden mehrere Tarife herabgestuft", sagt Zsohar. Von insgesamt 365 untersuchten Tarifen erzielten im BU-Gesamtrating 109 Tarife die Höchstbewertung von fünf Sternen. Vor einem Jahr waren es noch 128. "Vor allem bei der Kompetenz im Umgang mit Leistungsfällen hapert es vielfach", sagt Zsohar.

BU-Rating-Bedingungen

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  • Man darf das Rating von M&M getrost überlesen, vielmehr sollte man bei Ratings berücksichtigen, wie die generelle Zahlungsbereitsschaft der einzelnen Versicherer aussieht. Ansonsten hat der Versicherte ehedem nur ein Stück Papier in der Hand, welches er sich im Leistungsfall an die Wand nageln kann

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