Buchkritik Geld macht doch glücklich!

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Geld schafft Macht
Wie und warum die Deutschen sparen
Das Sparbuch hat fast ausgedient - Tagesgeld bringt mehr Zinsen
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Platz 1: Sparbuch

In Deutschland wird mehr gespart: 47 Prozent der Bevölkerung legen etwas auf die hohe Kante – ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen.
Das immer noch beliebteste Sparobjekt ist das Sparbuch, trotz Minizinsen. 51 Prozent der Deutschen legen ihr Geld im Klassiker des Sparens an. Doch der Krone brechen die Zacken ab: Das Sparbuch verbuchte 2013 einen Rückgang von vier Prozent.
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Platz 2: Bausparvertrag

Nach dem Sparbuch ist der Bausparvertrag die beliebteste Anlage der Sparer. Insgesamt 37 Prozent der Deutschen investieren ihr Erspartes in Bausparverträge. Die Beliebtheit ist auch konstant: Im Vorjahr lag der Anteil ebenfalls bei 37 Prozent. Die hohe Beliebtheit deckt sich auch mit den Motiven der Sparer: 50 Prozent aller Sparer sparen nämlich für Wohneigentum bzw. dessen Renovierung.

Quelle: Umfrage der TNS Deutschland GmbH im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen. Befragt wurden 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren

Geldautomat
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Platz 3: Girokonto

Genauso beliebt wie der Bausparvertrag ist das Sparen auf dem Girokonto (37 Prozent). Doch im Vergleich zum Vorjahr erlebte das Girokonto einen Rückgang von fünf Prozent. Dass das Girokonto so beliebt ist, könnte an der Flexibilität liegen. Schnell das Geld parat zu haben, ist für die Sparer wichtig, zumal das zweitwichtigste Sparmotiv mit 59 Prozent der Konsum ist.

Senioren als Opfer und Täter von Kriminalität
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Platz 4: Renten- und Kapitallebensversicherungen

Nur einen leichten Rückgang in der Gunst der Sparer erlebten die Renten- und Kapitallebensversicherungen. 35 Prozent der Deutschen haben ihr Erspartes dort angelegt – ein Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Altersvorsorge bleibt derweil das wichtigste Sparmotiv: 60 Prozent der Befragten gaben an, für die Altersvorsorge zu sparen.

50 Euro Scheine, Geldscheine, Banknoten
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Platz 5: Kurzfristige Geldanlagen

Ein Großteil der Sparer weiß langfristig nicht wohin mit dem Geld. Denn 32 Prozent aller Deutschen sparen mit kurzfristigen Geldanlagen und wollen wohl auch die Flexibilität des eigenen Geldes wahren. Die Beliebtheit diese Anlageklasse, zu der auch Termin- und Festgeld gehört, nahm um zwei Prozent zu.

Die bloße Vermehrung des Geldes spielt bei den Deutschen eine untergeordnete Rolle. 28 Prozent gaben an, für die Kapitalanlage zu sparen.

Neubaugebiet
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Platz 6: Immobilien

25 Prozent der Deutschen legen ihr Geld in Immobilien an. Bei steigenden Immobilienpreisen und wachsenden Mieten eine gute Investition. Die eigenen vier Wände gehören mit 50 Prozent zu den wichtigsten Sparmotiven. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil nicht verändert.

Rentner
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Platz 7: Riester-Rente

Die Riester-Rente gehört weiterhin zu den wichtigen Anlagezielen der Deutschen: Immerhin 22 Prozent investieren in die durch staatliche Zulagen geförderte Rente.

Im Kapitel „Motivation aus neurologischer Sicht“ (ab Seite 144) erklärt der Psychologe, dass bereits die reine Vorstellung, Geld zu erhalten, das menschliche Belohnungszentrum aktiviert. Der Botenstoff Dopamin wird ausgeschüttet, der den Menschen antreibt (motiviert), etwas Bestimmtes zu wollen. Dabei empfindet der Mensch Geld als Mittel zum Zweck, um übergeordnete Ziele, wie Einfluss, Prestige – und letztlich Macht – zu erlangen.

Dass das Streben nach Macht eine der drei Basis-Motivationsquellen des menschlichen Handelns ist, hat der Leser wiederum in separater Betrachtung einige Kapitel vorher (ab Seite 94) gelernt. Die Theorie der beiden amerikanischen Motivationsforscher Atkinson und McClelland kennt neben dem Wunsch nach Macht, den Wunsch nach Leistung (als Selbstbestätigung) und den Wunsch nach Bindung (als Sicherheit). Doch welches Streben überwiegt?

Das klärt sich wiederum erst später (ab Seite 116). Anhand der Geschichte eines jungen Kroaten, der dem Kriegsdienst entkommen will, zeigt Zeyringer, dass sich das Streben nach Selbstbestimmtheit (und damit Macht) gegenüber dem Streben nach Heimat, Familie (und damit Sicherheit) durchsetzen kann.

Der Leser erfährt, dass der Wunsch nach Geld das Motivationszentrum im Gehirn eher anregt als andere Motive und dass die Fantasie, über Geld Selbstbestimmtheit zu erlangen, jedes Mal das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Es sind interessante Rückschlüsse, die der Leser jedoch erst dann einzuordnen vermag, wenn er sich bis zur „Motivation aus neurologischer Sicht“ ab Seite 144 vorgearbeitet hat.

Zwischendurch, auf Seite 124, holt den Leser einmal mehr Meike Winnemuth wieder ein und die vielen Möglichkeiten, die sie mit dem Geld nun hat. Geld schafft Möglichkeiten, Möglichkeiten machen unabhängig und verleihen Macht, argumentiert Zeyringer da einmal mehr. Wirklich neu ist die Information da bereits nicht mehr. Es scheint an der Zeit, zu rekapitulieren:

Geld schafft Möglichkeiten, Möglichkeiten implizieren Entscheidungsfreiheit, Entscheidungsfreiheit bedeutet Selbstbestimmtheit, Selbstbestimmtheit heißt Macht. Ohne Zwischenschritte: Geld ist Mittel zur Macht. Ferner stimuliert die Idee, durch Geld Macht zu haben, das Gehirn. Dopamin fließt und motiviert den Menschen, nach Geld zu streben. Und das Glück? Entsteht (siehe Beispiel Winnemuth) mit den Möglichkeiten, mit der Selbstbestimmtheit. Fast könnte man sagen: Glück ist das Beiprodukt von Macht.

Wer Geld vermehrt, fühlt sich als Sieger
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6 Kommentare zu "Buchkritik: Geld macht doch glücklich!"

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  • Geld gibt dem Besitzer stets die Freiheit, mit den EUROS etwas Sinnvolles anzustellen, dann tritt auch unweigerlich ein Glücksgefühl ein.

    Der Philantrop kann die Künste fördern, der sozial eingestellte Mensch kann z.B. Obdachlose unterstützen und der Arbeitsuchende 55+, den kein Personalbüro mehr nehmen will, kann sich ohne Not in der Selbständigkeit verwirklichen; stets wird auch ein Glücksgefühl resultieren.

    Nur diejenigen Lotterie-Gewinner, die glauben, übertreiben zu müssen (Lotto-Lothar kaufte sich erst einmal einen Lamborghini, dabei hatte er gar keinen Führerschein), werden letztendlich immer scheitern, da viele Neider den jetzt reichen "Freund" belästigen werden.

    Es soll aber (wie letztlich erst geschehen) auch sogar Banken geben, die dem unbedarften Neureichen die Produkte aufschwatzen, welche die meiste Provision abwerfen, aber in keinster Weise dem Neukunden dienlich sind.

  • Hihi, Trolle unter sich. Machts Spaß? Wie niedlich.

  • Geld ist nur ein Medium, welches hilft die Stärken oder meistens die Schwächen des kleinen menschlichen Egos ans Tageslicht zu bringen.
    Mir persönlich gibt Geld einfach mehr Freiheit....

  • yappy

    Und so hat jeder, was er will. Wir haben das Geld, die (finazielle-) Freiheit und etwas Einfluss und die Habe-nixe fühlen sich gerecht, gut und ehrlich.

  • Klar macht Geld glücklich, denn es gibt Freiheit und Unabhängigkeit.

    Das dies nicht so sein soll, wir den Habenichtsen erzählt, damit die nicht rebellieren.

  • Geld ist ehrlich es ist die ENRGIE dieser Welt.

    Wer damit wirklich Probleme hat, hat mit seinem Leben auch IMMER Probleme. Wer es richtig nutzt, dem gibt Geld Freiheit, das zu machen, was er will und was er (materiell) erreichen will.

    D

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