Buchkritik Geld macht doch glücklich!

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Wer Geld vermehrt, fühlt sich als Sieger
Goldene Regeln für den Vermögensaufbau
realistische ziele definieren
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1. Realistische Ziele definieren

Wozu soll das Vermögen dienen? Wollen Sie sich Wünsche wie die das schicke Auto oder teure Reisen erfüllen, oder geht es eher um die eigene Immobilie oder Altersvorsorge? Von der Antwort auf diese Fragen hängt ab, wie viel Vermögen sie brauchen und welche Anlageform sich letztlich anbietet.

sparbudget erfassen
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2. Sparbudget erfassen

Zunächst gilt es, das Budget für die Geldanlage realistisch einzuschätzen. Ist schon Geld verfügbar, sollten Sparer prüfen, ob und wie lange sie gegebenenfalls darauf verzichten können. Denn je länger das Geld ungestört Rendite abwerfen kann, umso besser klappt der Vermögensaufbau. Sollten etwa Neuanschaffungen oder größere Ausgaben in absehbarer Zeit anstehen, sollten Sie dafür schon mal Geld zurücklegen oder zumindest schnell verfügbar halten. Ist keine Grundstock vorhanden, gilt es zunächst monatliche Einnahmen und Ausgaben in einer Übersicht zu erfassen und so das für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehende Budget zu ermitteln.

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3. Risikoschutz und eiserne Reserven

Bevor jeder freie Euro in die Sparpläne gesteckt wird, sollten Anleger prüfen, ob ausreichend Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben vorhanden ist. Allgemein sind mindestens drei Nettoeinkommen auf dem Tagesgeldkonto empfehlenswert. Zudem sollten wesentliche existenzielle Risiken wie Haftpflicht, Hausrat oder Arbeitslosigkeit, Unfall, und Todesfall abgesichert sein. Das ist insbesondere für die Hauptverdiener von Familien wichtig.

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4. Risikoneigung hinterfragen

Steht fest, welche Beträge angelegt werden können, ist die eigene Risikoneigung einzuschätzen. Generell sind höhere Renditechancen mit größeren Risiken verbunden. Die zentrale Frage lautet, welche Verluste Sie bereit sind hinzunehmen, wenn sich dadurch die Chance auf eine höhere Rendite eröffnet. Dabei spielt der Anlagehorizont eine wesentliche Rolle.

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5. Anlagehorizont im Blick behalten

Wer sein Vermögensaufbauziel erst in vielen Jahren erreichen will und Verluste aussitzen kann, kann auch höhere Risiken eingehen. Dann können etwa Verluste an den Börsen über die Jahre mit der Erholung der Märkte wieder ausgeglichen werden. Je näher der Zeitpunkt der Zielerreichung rückt, umso konservativer und damit risikofreier sollte das Vermögen angelegt sein. Wer etwa für die Altersvorsorge spart, kann zunächst noch einen großen Anteil in riskantere Anlagen wie Aktien stecken und diesen Anteil im Laufe der Jahre allmählich in Rentenpapiere umschichten, bei denen das Verlustrisiko geringer ist.

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6. Anlageinstrumente clever auswählen

Sicher und kurzfristig verfügbar ist etwa das Tagesgeldkonto, dafür liegt die Rendite oft unterhalb der Inflationsrate. Fonds und Rentenpapiere bieten bessere Chancen, aber auch Verlustrisiken. Bei Aktien können Kurse stark schwanken, bei Unternehmenspleiten droht Totalverlust. Und mit einigen hochspekulativen Finanzinstrumenten wie bestimmten Zertifikaten können die Verluste sogar den Kapitaleinsatz übersteigen. Dafür winken hohe Gewinne, wenn es gut läuft. Wer monatlich Geld in den Vermögensaufbau stecken will, ist in aller Regel mit Renten-, Fonds- oder Aktiensparplänen gut beraten. Generell gilt: Informieren Sie sich gründlich, lesen Sie das Kleingedruckte und kaufen Sie nur, was sie auch verstehen.

nicht alle eier in einen korb legen
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Die alte Börsenweisheit "Nicht alle Eier in einen Korb legen" stösst derzeit an Grenzen.

Bild: Marcel Stahn für Wirtschaftswoche

Hat der Leser diese Denkleistung einmal vollbracht, macht die Lektüre plötzlich Spaß. Das Gefühl, den theoretischen Unterbau – die „Regel“ also – verstanden zu haben, regt an, sich auch mit Ausnahmen zu beschäftigen, die bei Zeyringer schon zu Beginn und in der Mitte des Buches auftauchen.

Ein Beispiel: Zwischendurch (ab Seite 134) stellt Zeyringer die Frage, ob Geld tatsächlich Mittel zum Zweck ist (also extrinsisch motiviert), oder ob Geld auch aus sich heraus (also intrinsisch) motivieren kann. „Wenn man Geld vermehrt, fühlt man sich als Sieger“, stellt Zeyringer da, eher argumentativ, fest. Doch bedeutet, sich als Sieger zu fühlen, indirekt nicht wieder, mächtiger als andere zu sein? Der Gedankengang läge zumindest nahe, doch eine Verknüpfung von Seiten des Autors fehlt.

Ebenso würde es thematisch eher hierher passen, die Bedürfnistheorie nach Abraham Maslow zu diskutieren. Maslow spricht Geld selbst die extrinsische Wirkung ab, Geld ist demnach nicht mal „Mittel zum Zweck“. Zeyringer löst diesen „Irrtum“ bereits früh im Buch auf (ab Seite 53). Weil die Argumentationskette: „Geld schafft Möglichkeiten, schafft Selbstbestimmtheit, schafft Macht“ dem Leser zu dem Zeitpunkt aber noch fehlt, mangelt es ihm an der Einordnung. Und selbst dem Autor bleibt nichts anderes, als zu unterstellen, dass Maslows Modell „fehlerhaft“ ist.

So bleibt nach der Lektüre die Erkenntnis: Viele der im Buch behandelten Aspekte rund um die Motivationskraft des Geldes sind interessant, doch muss der Leser die Verknüpfung zwischen einzelnen Kapiteln bisweilen selbst herstellen. Der logische Aufbau des Textes ist zumindest zu hinterfragen, wenn sich selbst der Autor – weil er den Kontext erst später erklärt – bisweilen mit Floskeln behilft, um ein bestimmtes Kapitel an einer bestimmten Stelle zu rechtfertigen.

Zeyringer beginnt seine Argumentation als doppelten Verneinung. Auf knapp 50 Seiten will er zunächst zeigen, warum es nicht so ist, dass Geld nicht glücklich macht, warum es nicht so ist, dass Geld nicht wichtig ist. Es ist eine Möglichkeit, die Dinge von hinten aufzurollen – aus Lesersicht allerdings eine anstrengende.

Jörg Zeyringer, „Wie Geld wirkt“, Verlag Business Village, ISBN 978-3-86980-251-0, 24,80 Euro.

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6 Kommentare zu "Buchkritik: Geld macht doch glücklich!"

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  • Geld gibt dem Besitzer stets die Freiheit, mit den EUROS etwas Sinnvolles anzustellen, dann tritt auch unweigerlich ein Glücksgefühl ein.

    Der Philantrop kann die Künste fördern, der sozial eingestellte Mensch kann z.B. Obdachlose unterstützen und der Arbeitsuchende 55+, den kein Personalbüro mehr nehmen will, kann sich ohne Not in der Selbständigkeit verwirklichen; stets wird auch ein Glücksgefühl resultieren.

    Nur diejenigen Lotterie-Gewinner, die glauben, übertreiben zu müssen (Lotto-Lothar kaufte sich erst einmal einen Lamborghini, dabei hatte er gar keinen Führerschein), werden letztendlich immer scheitern, da viele Neider den jetzt reichen "Freund" belästigen werden.

    Es soll aber (wie letztlich erst geschehen) auch sogar Banken geben, die dem unbedarften Neureichen die Produkte aufschwatzen, welche die meiste Provision abwerfen, aber in keinster Weise dem Neukunden dienlich sind.

  • Hihi, Trolle unter sich. Machts Spaß? Wie niedlich.

  • Geld ist nur ein Medium, welches hilft die Stärken oder meistens die Schwächen des kleinen menschlichen Egos ans Tageslicht zu bringen.
    Mir persönlich gibt Geld einfach mehr Freiheit....

  • yappy

    Und so hat jeder, was er will. Wir haben das Geld, die (finazielle-) Freiheit und etwas Einfluss und die Habe-nixe fühlen sich gerecht, gut und ehrlich.

  • Klar macht Geld glücklich, denn es gibt Freiheit und Unabhängigkeit.

    Das dies nicht so sein soll, wir den Habenichtsen erzählt, damit die nicht rebellieren.

  • Geld ist ehrlich es ist die ENRGIE dieser Welt.

    Wer damit wirklich Probleme hat, hat mit seinem Leben auch IMMER Probleme. Wer es richtig nutzt, dem gibt Geld Freiheit, das zu machen, was er will und was er (materiell) erreichen will.

    D

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