Bundesbank-Studie
Deutsche Sparer fahren 1,5 Prozent Rendite ein

Zinsen nahe null und seit Jahren keine Aussicht auf Besserung: Kritiker nennen das die „Enteignung der Sparer“. Doch die Sparer lassen sich von nichts beirren. Die Bundesbank stellt fest: Sie legen ihr Geld genauso an wie immer.
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FrankfurtTagesgeld bringt in den meisten Fällen Zinsen nahe null, eine „1“ vor dem Komma gibt es höchstens bei Lockangeboten. Auch Festgeld ist wenig einträglich – und das schon seit Jahren. Dennoch rechnet die Bundesbank deutschen Sparern in ihrem aktuellen Monatsbericht vor: Die Lage ist nicht völlig hoffnungslos.

„Die reale Gesamtrendite der privaten Haushalte war auch in der Vergangenheit zeitweise schon niedrig“, schreiben die Notenbanker. „Teils sogar weitaus niedriger als in den letzten Jahren.“

Zwar bemerken auch die Volkswirte der Bundesbank, dass nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise Bankeinlagen ab etwa 2010 negative reale Renditen abwarfen. Die Sparer verloren also bei Berücksichtigung der Inflation bares Geld.

Doch Ende 2014 war die „Null“ wieder erreicht. Auch Bankeinlagen brachten dann wegen der gesunken Inflation zumindest keinen Verlust mehr ein. Versicherungen spielten derweil sogar „im Niedrigzinsumfeld meist über zwei Prozent“ an realer Rendite ein.

Die Bundesbank schaut in ihrer Analyse aber auch auf andere Sparformen wie Aktien und Investmentfonds – und kommt in der Gesamtbetrachtung zu dem Ergebnis: Die reale Gesamtrendite der privaten Haushalte lag von 2008 bis Anfang 2015 im Mittel bei 1,5 Prozent.

Das ist zwar weit entfernt von den durchschnittlich erzielten 3,5 Prozent realer Rendite in den Jahren 1991 bis 2007. Doch an der Verschlechterung tragen die Sparer eine Mitschuld.

Denn sie haben seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 den Anteil des Bargelds und der Sparguthaben am Geldvermögen von etwa 14 auf mehr als 20 Prozent erhöht – und gleichzeitig den Aktienanteil gegenüber den 1990er-Jahren reduziert.


Die anhaltenden Niedrigzinsen haben das Sparverhalten der Deutschen bislang nur wenig beeinflusst. Es ist kein „Run“ auf Aktien zu verspüren, die laut Bundesbank „seit 1991 im Mittel eine jährliche reale Rendite von gut acht Prozent“ einbrachten und „damit die renditestärkste Anlageform im Portfolio“ sind.

Die Schwankungen der Rendite sind bei Aktien indes gewaltig und die Allergie gegen dieses Risiko stellt auch die Bundesbank-Analyse fest. Einer von den Notenbankern in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge gaben über drei Viertel von mehr als 4.400 Befragten an, ihr Sparverhalten wegen der Niedrigzinsen nicht angepasst zu haben. Etwa 15 Prozent der Haushalte erklärten, jetzt weniger zu sparen – und lediglich etwa sieben Prozent wollten Geld anders als zuvor anlegen.

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Kommentare zu " Bundesbank-Studie: Deutsche Sparer fahren 1,5 Prozent Rendite ein"

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  • Musterdepots
    Die sich selbst erfüllende Prophezeiung
    Datum:

    26.10.2015 20:13 Uhr

    Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis weiß: Auch ein mathematisch präzises Analyseinstrument wie die Charttechnik hat viel mit Börsenpsychologie zu tun – und entwickelt seine ganz eigene Dynamik.

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    ZOCKER !!!!!!!!!!!!!!!!!

    Die sich dann als Helden verkaufen wenn es sich einmal ausversehen realisiert !!!!!!

    WO KEINE EINNAHMEN BEIM VOLK SIND...

    WOHER SOLL DER KONSUM KOMMEN...

    WO KEIN KONSUM IST...

    WOHER SOLL DER AUFSTIEG DER AKTIENGESELLSCHAFTEN KOMMEN ???

    Muss man wirklich bis ins kleinster Detail alles zerpflücken und alles wie an einem Kleinkind und dieses noch dazu mehrmals erklären ???

    ODER ERKENNT DER WELTWEITER ANLEGER ENDLICH AN :


    RAUS MIT DEM GANZEN KAPITAL AUS EUROPA !!!!

    GEHT IN DEN USA ODER JAPAN...bevor Ihr noch alles verliert in EUROPA.

  • Bundesbank-Studie
    Deutsche Sparer fahren 1,5 Prozent Rendite ein

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    HARTZ 4 BEZIEHER SIND KEINE SPARER !!!

    30 MILLIONEN EU-DAUER-ARBEITSLOSE SIND KEINE SPARER !!!

    MILIONÄRE UND MILIARDÄRE EUROPAS FLIEHEN NACH MONACO UM STEUERN ZU SPAREN...UND BRINGEN IHREN KAPITAL AUSSERHALB EUROPAS...

    UNTERNEHMER IN EUROPA WERDEN IMMER MEHR ERZWUNGEN KONKURS UND INSOLVENZ ZU MELDEN...

    WO SIND DANN DIE ANLEGER ???

    WO SIND DANN DIE PROFITEURE ???

    WIEVIEL PROPAGANDA WILL MAN UNS 500 MILLIONEN EUROPÄER NOCH VERKAUFEN ???

    Nach dem Motto :

    ERST MAL PROPAGANDA ERZÄHLEN DASS GAR NIE INNERHALB DER EU STIMMT...

    DENN DAS GIER IM MENSCH WIRD DANN SCHON DIE KAPITALISTEN DOCH DAHIN STEUERN ???

    PSYCHOLOGIE KANN AUCH DER KLEINER MANN IN EUROPA DURCHSCHAUEN ...

    UND LÜGEN EBENSO !!!


    EUROPA IST AM ABGRUND !!!

    NUR DIE EU SCHWEIGT DARÜBER DAMIT DAS CHAOS NICHT NOCH GRÖSSER WIRD !!!

    RENTENKASSEN DER EU LEER !!!

    GESUNDHEITSKASSEN DER EU LEER !!!

    BANKEN HABEN KEINEN GELD UND HABEN DEM STEUERZAHLER NOCH NICHT DAS LETZTE ABVERLANGT...ABER ES WIRD NOCH MEHR STEUERGELDER BENÖTIGT WERDEN !!!

    WIRTSCHAFT IST FINANZIELL RUINIERT...VON WELCHEN GELDER SOLLEN INVESTITIONEN KOMMEN ???

    STAATEN SIND PLEITE !!!!

    UND WENN STAATEN NICHTS MEHR HABEN...DANN WIRD DAS VOLK BIS ZUM LETZTEN BLUTTROPFEN ANGEZAPFT WERDEN !!!



    ALSO WO SIND EGAL BEI WAS...DIE PROFITEURE ????

  • Der Herr Programmierer....usw. heißt jetzt rehm

    aber immer noch die gleiche Leier:
    VORbörslich,Hochfrequenz, Maschinen,Programme,Mächtige,Notenbank, beste Kurse natürlich VOR Xetra, genau - was geschah eigentlich mit den günstigen Calls als es wochenlang von der 12400 runter ging ;)
    das der immer noch seinen Schmarrn schreiben darf, ach HBO, zwar Kommentar meist gesperrt, aber da straft ihr doch nur so arme Seelen wie von unseren "Farmer"
    Das war es auch schon wieder von mir, merke, hier hat sich nichts geändert, weiterhin lächerliche Kommentare!

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