Carsten Maschmeyer zu seiner Millionärsformel
„Der Kaffee schmeckt auch zu Hause gut“

Er ist Selfmade-Millionär, er polarisiert, er ist Juror in der Sendung „Höhle der Löwen“ und jetzt auch Autor des Buches „Die Millionärsformel“: Carsten Maschmeyer. Ausgerechnet sein Erfolgsrezept lautet: Sparen.

Carsten Maschmeyer ist in diesen Tagen gefragt, die Termine stapeln sich. Sein neues Buch "Die Millionärsformel" weckt jede Menge Aufmerksamkeit. Gleich mehrmals müssen wir unseren Telefontermin verschieben - ein Fernsehinterview dauert länger. Doch dann ist der Finanzinvestor ganz entspannt, spricht nicht nur über sein Buch, sondern plaudert auch über seine ersten Schritte an der Börse, über Fehlinvestments und darüber, wie er heute sein Geld investiert.

 

Herr Maschmeyer, die Reichen werden immer reicher. Stimmt das?
Menschen, die bereits Vermögen aufbauen konnten, werden allein schon deswegen vermögender, weil sie Geld arbeiten lassen können. Und Menschen mit einem größeren Vermögen bekommen leider oft eine bessere Beratung oder haben selbst Finanzkenntnisse. Oft investieren sie in rentablere Anlagen. Viele Menschen mit einem geringen Vermögen sparen auch in Tiefzinsphasen und zahlen in ihre Sparbücher ein, was sich im Moment nicht lohnt.   

Weil es keine Zinsen mehr gibt… Sparen wird scheinbar nicht belohnt?
So ist es leider. Es wird noch viel zu viel Geld auf diese sogenannten Spar-Konten getragen. Da liegen immer noch weit über eine Billion Euro zu Rekordniedrigzinsen.

Eine gigantische Zahl, die zeigt, wie reich wir Deutschen sind. Aber was ist eigentlich  Reichtum, wie definiert er sich, wo fängt er an?
Eine feste Definition für Reichtum gibt es nicht. Laut dem gewerkschaftsnahen Institut WSI ist man wohlhabend, wenn man das Doppelte vom mittleren Einkommen verdient. Das ist die einzige Definition, die es gibt. Ich glaube, Reichtum ist vor allem eine subjektive Wahrnehmung. Für jemanden, der wenig verdient, sind 200.000 Euro sehr viel Geld. Und es gibt reiche Menschen, die sich mit noch reicheren vergleichen und sich mit fünf Millionen Euro arm fühlen.

Und was bedeutet es für Sie persönlich, reich zu sein?
Reich zu sein ist für mich finanzielle Unabhängigkeit. Wenn ich also meinen Lebensunterhalt aus den Erträgen meines Vermögens bestreiten kann. Deshalb trägt mein Buch auch den Untertitel „Der Weg zu finanziellen Unabhängigkeit“. 

Der eigentliche Titel lautet „Die Millionärsformel“. Sie schreiben, jeder könne reich werden. Wirklich jeder?
Jeder kann sich in der Situation, in der er gerade ist, finanziell verbessern. Egal, ob das jüngere oder ältere Menschen sind, ob das jemand ist, der in die eigenen vier Wände möchte oder Startkapital sucht, um eine Firma zu gründen. 

Wie soll das bei Berufsanfängern klappen. Am Ende des Monats bleibt doch wenig übrig…
Gerade die Jüngeren haben den Vorteil, dass ihr Geld sehr lange arbeiten kann, auch wenn sie noch nicht viel Geld verdienen. Dieser zeitliche Spielraum ist fast wichtiger als die Anlagesumme. Fünf Euro am Tag lassen sich oft einsparen. Wie gerne und wie oft lässt man diese berühmten fünf Euro bei der Kaffeekette Starbucks? Ich schreibe im Buch von „Sparbucks“ – der Kaffee schmeckt nämlich auch Zuhause und im Büro gut. Aber nicht nur da lassen sich schnell fünf Euro am Tag einsparen. Es geht grundsätzlich darum, cleverer einzukaufen. Das kann fast jeder. Wenn man sich dann beim Sparen helfen lässt – beispielsweise über vermögenswirksame Leistungen oder die betriebliche Altersvorsorge vom Arbeitgeber oder durch Steuervorteile bei Altersvorsorgeverträgen – können schnell weitere fünf Euro am Tag zusammenkommen. Dieser kleine Betrag über viele Jahre gut angelegt,  kann zu einigen hunderttausend Euro werden.

 

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