Debatte Dispozinsen
Genossenschaftsbanken gegen Zinsobergrenze

Die Dispozinsen befinden sich noch immer in schwindelerregenden Höhen. Nun meldet sich Uwe Fröhlich, der Präsident der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, zu Wort und spricht sich gegen einen Obergrenze aus.
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BerlinDie Genossenschaftsbanken lehnen eine staatliche Obergrenze für Dispo-Zinsen ab. „Dafür gibt es keinen Grund“, sagte der Chef des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe). „Eingriffe in die Preisgestaltung sind nur gerechtfertigt, wenn der Markt versagt. Das ist aber nicht der Fall, wie die Vielzahl verschiedener Angeboten zeigt.“

Fröhlich wehrte sich zudem gegen den Vorwurf, die Volks- und Raiffeisenbanken würden zu hohe Zinsen verlangen. „Die Banken mit den niedrigsten Dispo-Zinsen sind Genossenschaftsbanken.“ Es gebe aber eine große Bandbreite, räumte er ein.

Laut Stiftung Warentest verlangen viele Banken von ihren Kunden noch immer zu hohe Zinsen fürs Konto-Überziehen. Wer ins Minus rutscht, muss im Extremfall Dispozinsen von bis zu 14,25 Prozent zahlen, ergab ein am Dienstag veröffentlichter Vergleich für die Zeitschrift „Finanztest“. Nach Ansicht der Tester müsste ein fairer Dispozins deutlich unter zehn Prozent liegen, denn die Banken selbst können sich Geld zu historisch niedrigen Konditionen leihen. Verbraucherzentralen, aber auch Grüne und Linke im Bundestag fordern eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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