Die richtige Absicherung
Was man bei privater Altersvorsorge beachten muss

Wer richtig für das Alter vorsorgen will, der muss vor allen Dingen eines: Den Überblick behalten. Denn um die entscheidenden Förderungen auch zu erhalten, muss man zahlreiche Bedingungen erfüllen.

FrankfurtWenn der Staat Geld verteilt, sollten die Bürger hinschauen. In Sachen Altersvorsorge lohnt es sich zumindest zu prüfen, welche Förderverträge zu einem passen. Denn es winken vielfach satte Subventionen, die helfen können, die Rentenlücke zu verkleinern. Allerdings kostet es Mühe, denn die Förderbedingungen sind kompliziert und erlegen dem Vertragsinhaber zahlreiche Bedingungen auf.

Das Sparen fürs Alter fördert der Fiskus über verschiedene Wege. Zu den Sparraten gewährt er unterschiedliche Steuervergünstigungen und Zuschüsse. Über die betriebliche Altersvorsorge (bAV) hilft der Staat abhängig Beschäftigten: Hier wird der Arbeitnehmer nicht nur direkt unterstützt, sondern versucht auch via Unterstützung des Arbeitgebers, diesen zu Beiträgen für Betriebsrenten zu bewegen. Bis zu einer gewissen Höhe sparen beide Steuern und Sozialabgaben.

Aus diesem Grund empfehlen bankunabhängige Berater wie Tom Friess, Chef des VZ Vermögenszentrums in München, dass "jeder sein Recht auf betriebliche Vorsorge ausschöpft". Zudem steuert der Arbeitgeber oft noch etwas dazu und bekommt durch eine große Zahl abgeschlossener Verträge günstige Konditionen.

Nach Schätzungen der Allianz beispielsweise dürften die Vertriebskosten bei Verträgen für die betriebliche Altersvorsorge in etwa halb so hoch sein wie bei privat abgeschlossenen Verträgen.

Bislang allerdings gibt es betriebliche Altersvorsorge flächendeckend nur in Großbetrieben. In vielen kleineren und mittelgroßen Firmen spielen Betriebsrenten sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Arbeitgebern kaum eine oder gar keine Rolle. Zwar haben Arbeitnehmer schon seit 2002 das Recht auf betriebliche Altersvorsorge über eine Umwandlung ihres Gehalts. Doch sie nutzen das Instrument wenig: "Allerhöchstens zehn bis 15 Prozent der abhängig Beschäftigten nutzten betriebliche Vorsorge", moniert Uwe Saßmannshausen, Chef der bAV-Beratung Pensions Solutions.

Ist die betriebliche Vorsorge ausgeschöpft, sollten die Menschen die staatliche Förderung für das private Sparen für das Alter prüfen und entscheiden, ob sie einen solchen Vertrag mit staatlichen Zuschüssen abschließen wollen. "Oft hat die Förderung allerdings nicht den gewünschten Effekt, weil die Produkte teuer und unflexibel sind und die vielfach integrierten Kapitalgarantien Rendite kosten", moniert Friess - die "Super-Idee einer staatlichen Unterstützung des langfristigen Sparens setzen Produktanbieter oft so um, dass Anleger davor zurückschrecken." Die staatlich geförderte private Vorsorge wird denn auch unterschiedlich stark genutzt: Die Vorsorgeart mit der größten Verbreitung sind Lebensversicherungen. So besitzt jeder Deutschen im Durchschnitt mehr als eine Police. Lebensversicherungen werden in allen staatlich geförderten Vorsorgewegen angeboten. Und privat abgeschlossene Policen werden steuerlich anders behandelt als andere Sparverträge, weil die Versicherungen nicht der Abgeltungsteuer unterliegen.

Seite 1:

Was man bei privater Altersvorsorge beachten muss

Seite 2:

Riester-Rente wird weiterhin stark genutzt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%