DIW-Studie für 2003 bis 2013
Inflation frisst Vermögen der Deutschen auf

Die Nettovermögen der Deutschen sind zwischen 2003 und 2013 deutlich gesunken. Ein Grund dafür ist die Entwicklung der Gebäudewerte. Doch eine große Rolle spielt auch die schlechte Anlagestrategie.
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FrankfurtWenn die Bundesbank die neuesten Zahlen zum Vermögen der Deutschen präsentiert, ist das Staunen meist groß. Das Geldvermögen der Deutschen steigt stetig an. Aktuell besitzen die privaten Haushalte mehr als fünf Billionen Euro. Davon lagern etwa zwei Billionen auf Tages-, Festgeld- und Sparkonten oder als Bargeld.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit – tatsächlich werden die Deutschen ärmer, verkündet jetzt das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Zwar steigen die Kontostände, doch das Geld ist weniger wert. „Berücksichtigt man die Inflation, haben die Privathaushalte zwischen 2003 und 2013 fast 15 Prozent ihrer Nettovermögen verloren – das entspricht im Durchschnitt gut 20.000 Euro“, so die Forscher. Basis für die Untersuchung waren Daten aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes.


Ein ähnliches Ergebnis ergibt eine zweite Datenquelle: Auch dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) zufolge seien die realen Nettovermögen der Privathaushalte in den Jahren 2002 bis 2012 um mehr als elf Prozent gesunken. Dabei sei die Sparquote von meist mehr als neun Prozent jährlich konstant geblieben.

Grund für den Vermögensverlust ist nach Angabe der Studienautoren Markus Grabka und Christian Westermeier vor allem die schwache Wertentwicklung selbstgenutzter Immobilien. Mitverantwortlich sei aber auch das Anlageverhalten der Deutschen: „Viele Menschen investieren ihr Vermögen bevorzugt in risikoarme, dafür aber renditeschwache Anlagen wie Sparbücher, Girokonten, Bausparverträge oder Riesterrenten, die oftmals nicht einmal die Inflation ausgleichen“, sagt Grabka.


Das SOEP ist besonders aufschlussreich, weil dafür in regelmäßigen Abständen dieselben Personen Auskunft über ihr Vermögen geben. Dabei zeigte sich, dass von 2002 bis 2007 und von 2007 bis 2012 jeweils rund 40 Prozent der Erwachsenen real Vermögen verloren haben. Bei gut einem Achtel blieb es nahezu unverändert, während knapp 45 Prozent der Personen ihr Vermögen real steigern konnten. Den stärksten Zuwachs verbuchten die 30- bis 39-Jährigen, die im Mittel in beiden Zeiträumen zwischen 8.000 und 9.000 Euro hinzugewannen.

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Inflation frisst Vermögen der Deutschen auf

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Bewertungsunterschiede bei Immobilien

Kommentare zu " DIW-Studie für 2003 bis 2013: Inflation frisst Vermögen der Deutschen auf"

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  • Absolut richtig.
    Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind, waren und werden weiterhin geschönt.
    Ob Rentenzuwachs (wo + welche) zumal es sich hierbei um B r u t t o r e n t e n handelt, Inflationsraten, Migrantenzahlen, Zwangsverrentung bei Langzeitarbeitslosen, dem Einkommen der Staatsdiener, Bestechungsgelder durch Lobbyisten, alle Zahlen stimmen nicht. Man kann auch von gezielter Desinformation des deutschen Bundesbürger sprechen oder gar von Lug und Betrug.
    Alles zum Wohle des Bundesbürgers. Lauthals Lachen ist angesagt, falls es nicht im Halse stecken bleibt.
    Ach, beinahe vergessen:, die unendliche Griechenlandmärchenstunde.

  • Inflation? Mir egal, ich habe kein Vermögen.

  • "Viele Menschen investieren ihr Vermögen bevorzugt in risikoarme, dafür aber renditeschwache Anlagen wie Sparbücher, Girokonten, Bausparverträge oder Riesterrenten, die oftmals nicht einmal die Inflation ausgleichen“

    Alles klar, Schuld sind natürlich die dummen Bürger, nicht die Lügen der Politiker, der Euro ist so hart wie die DM. Mit einer harten Währung, hat das Anlageverhalten jahrzehntelang Sinn gemacht ("Sozialdividende" durch aufgewertete DM). Da die Bürger aber den größten Fehler ihres Lebens machten und den inkompetenten Politdummschwätzern vertrauten, haben sie zu dem Schaden nun auch noch den Spott.

    Wäre mal spannend wie sich das Vermögen in den ach so armen Weichwährungsländern im Süden (inkl. Frankreich) im selben Zeitraum entwickelt hat.

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