DSW
"Abgeltungssteuer behindert Altersvorsorge"

Die geplante Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge wird Anleger nach Berechnungen von Aktionärsschützern teuer zu stehen kommen.

HB BERLIN. Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen müssten dann auf Dividenden doppelt so viel Steuern zahlen wie bisher, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, in Berlin. Die Pläne der Bundesregierung schadeten auch dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge.

Die Regierungskoalition will die neue pauschale Steuer 2008 im Zuge der Unternehmensteuerreform einführen. Zunächst soll ein Satz von 30 Prozent gelten, von 2009 an dann 25 Prozent. Eine Abgeltungssteuer wird vom Steuerpflichtigen unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz gezahlt, mit ihr ist die Steuerpflicht abgegolten. Ausnahmen wird es möglicherweise für Steuerzahler geben, deren persönlicher Steuersatz unter der Abgeltungssteuer liegt, damit sie nicht unverhältnismäßig hoch belastet werden.

Die DSW hält eine Abgeltungssteuer grundsätzlich für den richtigen Weg, um wie von der Regierung beabsichtigt die Kapitalflucht ins Ausland zu bremsen. Dies werde aber nicht mit einem Steuersatz von 30 Prozent gelingen, der „deutlich zu hoch“ sei, sagte Hocker. Die Schutzvereinigung schlägt 15 Prozent als „moderaten Steuersatz“ vor. Alternativ dazu könne man - bei 30 Prozent Steuern - auch das geltende Halbeinkünfteverfahren beibehalten, wonach nur die Hälfte der Dividenden versteuert werden muss.

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