Einlagensicherung Wie Sparkassen Ihr Geld absichern

Sind meine Ersparnisse gut aufgehoben? Diese Frage stellen sich Bankkunden vor allem seit der Finanzkrise. Die Sparkassen regeln nun ihre Einlagensicherung neu und versprechen mehr Sicherheit. Was Sparer wissen müssen.
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Die Sparkassen ändern ihre Regelungen zur Sicherung von Ersparnissen – für Verbraucherschützer ist das allerdings immer noch zu wenig. Quelle: Getty Images
Einlagensicherung

Die Sparkassen ändern ihre Regelungen zur Sicherung von Ersparnissen – für Verbraucherschützer ist das allerdings immer noch zu wenig.

(Foto: Getty Images)

KölnSparkassen werden – zumindest bei der Einlagensicherung – beinahe zu normalen Banken. Das ist das Ergebnis einer neuen Regelung des Sicherungssystems der Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen, die die Mitglieder des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) gestern in Berlin verabschiedet haben.

Bislang galt bei Sparkassen die sogenannte „institutssichernde Einlagensicherung“. Wenn eine Sparkasse ausfällt, springen die anderen Institute ein. Der Verbund garantiert die Einlagen über den Bestand der Institute. Ein ähnliches Sicherungssystem haben auch die Volks- und Raiffeisenbanken.

Anders bei den Privatbanken: Hier garantiert die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) nicht den Bestand eines Instituts, sondern im Notfall Summen von bis zu 100.000 Euro. Bei Beträgen darüber hinaus springt der Einlagensicherungsfonds ein (Hier können Kunden die Obergrenzen für Institut erfragen). „So ähnlich soll es jetzt auch bei den Sparkassen werden“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung. „Garantiert werden 100.000 Euro und bei größeren Beträgen greift die komplette Verbundabsicherung“.

Bis zum 3. Juli 2015 soll die bisherige Institutssicherung um eine Einlagensicherungsfunktion ergänzt werden. Ein entsprechender Antrag an die Bankenaufsicht werde gestellt. „Für den Kunden muss die Änderung nichts Negatives sein“, sagt Herbst.

Wie das neue System im Detail funktioniert, bleibt noch rätselhaft. Ein Sprecher erklärte, dass an den entsprechenden Satzungsänderungen noch gearbeitet werde. Die Abstimmungen seien aufwendig. In der offiziellen Mitteilung formuliert der Deutsche Sparkassen- und Giroverband vage: „Nachdem der europäische Rechtsrahmen zulässt, dass ein solches Institutssicherungssystem auch die Funktion der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung erfüllt, wird das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe um die entsprechenden Anforderungen ergänzt“, erklären die Verbandssprecher. „Damit ist im Einlagensicherungsfall jeder Kunde von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen pro Institut abhängig von seiner Einlagenhöhe mit bis zu 100.000 Euro abgesichert“.

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