Einnahmen steigen
Rentenkassen spüren warmen Beitragsregen

Nach einem dramatischen Einbruch im vergangenen Herbst hat sich die Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherungen im ersten Halbjahr 2006 spürbar entspannt.

HB BERLIN. Nach Informationen des Handelsblatts legten die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen von Januar bis Juni um 14,2 Prozent auf 78,1 Mrd. Euro zu. Der gewaltige Sprung beruht zwar ganz überwiegend auf der früheren Fälligkeit der Sozialbeiträge. Doch auch ohne diesen Sondereffekt zeichnet sich ein positiver Saldo gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. "Die Einnahmen laufen etwas besser als bei der Schätzung im Mai erwartet", hieß es im Umfeld des Schätzerkreises.

Seit gut einer Woche hält die Deutsche Rentenversicherung (DRV) die Beitragszahlen des ersten Halbjahres unter Verschluss. Die Verantwortlichen befürchten, dass der Einnahmeschub - ähnlich wie bei der Bundesagentur für Arbeit - eine heftige politische Diskussion über die zum 1.Januar 2007 geplante Anhebung des Beitragssatzes von 19,5 auf 19,9 Prozent auslösen könnte. Tatsächlich droht den gesetzlichen Alterskassen aber spätestens 2008 ein erneutes Milliardenloch im Etat. Am heutigen Mittwoch will DRV-Präsident Herbert Rische die finanzielle Lage erläutern.

Nachdem die Beitragskurve bereits in den Vormonaten deutlich nach oben zeigte, haben die Einnahmen im Juni noch einmal um 12,5 Prozent auf 13,2 Mrd. Euro zugelegt. Eine isolierte Beurteilung dieser Zahlen ist freilich schwierig, weil die Arbeitgeber seit Anfang des Jahres ihre Beiträge immer schon zum Monatsende und nicht erst am 15. des Folgemonats überweisen müssen.

Durch diese noch von der rot-grünen Regierung veranlasste Änderung sind in diesem Jahr einmalig 13 Beiträge fällig. Eigentlich hätten nämlich im Januar sowohl die Gelder für den Dezember 2005 wie für den Januar 2006 fließen müssen. Rund 55 Prozent der Arbeitgeber nutzten jedoch die Übergangsregelung und streckten die Doppelzahlungen über ein halbes Jahr. Die letzte Rate wird erst Ende Juli fällig.

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