Experten loben Renditevorteil bei hohem Sicherheitsniveau
"Riester-Rente ist viel besser als ihr Ruf"

Die Riester-Rente galt lange Zeit als Ladenhüter. Doch inzwischen keimt Hoffnung auf. "Auf Grund der Zulagen ist die Rendite von keiner anderen Vorsorgeform bei vergleichbarer Sicherheit zu toppen", lobte erst kürzlich Gerhard Rupprecht, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherungs-AG in Stuttgart.

HB DÜSSELDORF. Für Thomas Bieler, Altersvorsorge-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, ist das keine Neuigkeit: "Wir haben das schon immer gesagt, es ist nur nicht angekommen." Tatsächlich ergab die jüngste Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), dass bislang nur etwa sechs Millionen Deutsche einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Nicht viel angesichts eines Potenzials von etwa 33 Millionen Menschen, die Anspruch auf Förderung ihrer freiwilligen Altersvorsorge hätten. Als Grund für ihre Abneigung gaben 70 Prozent der Befragten laut DIA an, die Rente sei zu kompliziert und für den Durchschnittsbürger zu unverständlich.

Ohne Zweifel, die Riester-Rente ist erklärungsbedürftig und verwaltungsaufwendig. Immerhin hat der Gesetzgeber reagiert und in diesem Jahr einige Vereinfachungen in Kraft gesetzt. Die für bestehende und künftige Kunden wichtigste: Schon beim Abschluss eines Vertrages kann er die jährliche Beantragung der Förderung seinem Anbieter übertragen. "Das ist eine echte Erleichterung", findet Verbraucherschützer Thomas Bieler. Nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Finanzbranche, die bereits in der Vergangenheit für die Prüfung und Weiterleitung der Formulare an die zentrale Bewilligungsstelle bei der Bundesanstalt für Arbeit (BfA) zuständig war. "Mehr als ein Drittel der Anträge kamen falsch ausgefüllt bei uns an", berichtet Astrid Zawodniak von Allianz Leben, die nachträgliche Korrektur habe den Verwaltungsaufwand unnötig erhöht.

Die jährlich aufs Neue zu beantragende Förderung scheint tatsächlich eine hohe Hürde gewesen zu sein: So haben allein bei Allianz Leben 155 000 Versicherte ihre Zulage für das Jahr 2002 verschenkt, weil ihre Anträge nicht rechtzeitig bis Ende 2004 auf den Schreibtischen der Assekuranz-Sachbearbeiter lagen. Auch für 2003 haben erst 52 Prozent der Allianz-Leben-Kunden ihre staatliche Zulage beantragt.

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