Garantiezins sinkt
Was Lebensversicherte jetzt wissen müssen

Ab dem nächsten Jahr müssen Kunden mit beim Abschluss einer Lebensversicherung mit einem niedrigeren Garantiezins begnügen. Die Auswirkungen für Versicherte im Überblick.
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DüsseldorfKlassische Lebenspolicen waren schon immer ein Vertriebsprodukt. Aktuell dürften aber selbst die gewieftesten Vermittler Schwierigkeiten haben, ihren Kunden die Vorteile solcher Verträge zu erklären. Das Zinstief beutelt die Branche und die Verzinsung für Lebenpolicen, die schon in der Vergangenheit im Vergleich zu Kapitalanlageprodukten eher niedrig war, fällt. 

Nachdem die meisten Gesellschaften für dieses Jahr ihre Überschussbeteiligung teils deutlich gesenkt hatten kommt nun ein weiterer Rückschlag für die Branche. Ab dem nächsten Jahr sinkt der Garantiezins von aktuell 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent. Versicherte fragen sich, welche Auswirkung die Absenkung des Garantiezinses hat und ob der Abschluss einer Lebenpolice überhaupt noch lohnt. Handelsblatt Online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " Garantiezins sinkt: Was Lebensversicherte jetzt wissen müssen"

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  • @Schorsch: Erst denken, dann schreiben!
    Eine KLV ist ein strukturiertes Produkt, bestehend aus einer Risiko-LV und deinem Sparplan.
    Statt 5,5% Prozent Agio bei Fonds (allerdings, wer zahlt das noch, wenn es Direktbanken und Fondsplattformen gibt?!), zahlt man man bei einer Versicherung quasi 8% und mehr, aber versteckt. Und dann investieren die Versicherungen den Teil der Beiträge, die nach Kosten auf den Sparplan entfallen (90% und weniger) u.a. in Spezialfonds bei teils eigenen KAGs. Noch schlimmer in Immobilien, deren Wert in Krisenphasen, wie wir in der noch bestehenden Finanz- und Wirtschaftkrise, wegbrechen. Fazit: Eine KLV braucht wirklich niemand. Man sollte sich fragen, ob es Hinterbliebene abzusichern gibt, dann ist eine Risiko-LV ratsam. Wer darüber hinaus für die Altersvorsorge etwas tun möchte, kann das kostengünstiger mit Investmentfonds-Sparplänen machen, da gibt es für jede Risikoneigung gute Angebote.
    Wer eine KLV hat, sollte prüfen, ob es noch Sinn macht, besser wird das Ergebnis jedenfalls nicht mehr, denn selbst die Branche glaubt nicht mehr daran, (s. Aussagen des Chefs der Munich RE zum Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherung).

  • @ Heidi:
    LVs pauschal als Unsinn zu bezeichnen ist äußerst subjektiv und stellt die Frage nach dem Grad der Information.
    Wenn ein Sparer eine Risiko-LV und einen Sparbeitrag leisten möchte ist die Kapital-LV nicht verkehrt. Es stellt sich auch die Frage nach der Alternative. Investmentfonds mit 5,5% Ausgabeaufschlag und jährlicher Verwaltungsgebühr von 1,7% - machen diese mehr Sinn, vor allem da sie meist inflexibel in der Assetklasse sind in die sie investieren. Des Weiteren sind Fonds in der Anlage an dem schlagen von Benchmarks (kurzfristige Orientierung) interessiert wohingegen Lebensversicherer der langfristigen Verpflichtung eher entsprechen können. etc. etc.
    Man sollte schon vorsichtig mit pauschalen Urteilen sein. Wenn für den einen eine Kapitallebensversicherung nicht passt passt sie für einen anderen umso mehr....

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