Gegenreaktion auf Kursverluste
Rentenmärkte gehen auf Erholungskurs

Die europäischen und amerikanischen Staatsanleihen und Terminkontrakte sind fester in die neue Woche gestartet. Der Bund-Future – Terminkontrakt auf lang laufende Bundesanleihen und wichtigster Indikator für die Stimmung an den europäischen Bondmärkten – stieg bis zum Abend um 0,28 Prozentpunkte auf 118,05 Prozent.

cü FRANKFURT. Händler sprachen von einer Gegenreaktion auf die Kursverluste der vergangenen Woche. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,66 Prozent, die der gleichlaufenden US-Anleihe fiel auf 4,66 Prozent.

Die im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent und damit stärker als erwartet gestiegenen deutschen Erzeugerpreise belasteten die Anleihen nicht. Händler verwiesen darauf, dass die deutschen Erzeugerpreise ohnehin nur als Konjunkturindikator der zweiten Reihe gelten. Kaum Beachtung fand auch der gesunkene Frühindikator des US-Forschungsinstituts Conference Board, der im Februar um 0,2 Prozent zurückging. Volkswirte hatten mit einem noch etwas deutlicheren Rückgang gerechnet.

In Ermangelung großer Impulse blieben die Umsätze gering. Investoren warteten auf die nach US-Börsenschluss anstehende Rede des neuen US-Notenbankchefs Ben Bernanke. „Der Markt erwartet, dass Bernanke Hinweise darauf gibt, ob sich der Zinserhöhungzyklus in den USA dem Ende nähert“, sagte Michael Cheah, Portfolio-Manager bei AIG Sun America Asset Management in New Jersey, der Nachrichtenagentur Reuters. Möglich sei allerdings, dass Bernanke sich in dieser Hinsicht gar nicht äußere. Das könnte die US-Anleihen heute belasten.

Am Markt für neue Bonds kündigte Coca- Cola unter Federführung von Citigroup und Deutscher Bank eine variabel verzinste Anleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren an. Im Januar hatte Coca-Cola ein Anleiheprogramm über zwei Mrd. Euro aufgelegt.

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